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Dienstag, 13. November 2018

Willy Wimmer zum Jubiläum des Waffenstillstands 1918: Wer kann Frieden?

Willy Wimmer zum Jubiläum des Waffenstillstands 1918: Wer kann Frieden?

12.11.2018 • 21:39 Uhr

Willy Wimmer hält das Gedenken der deutschen Regierung an das Ende des Ersten Weltkrieges für unangemessen. Die Bundesregierung hänge einem Geschichtsbild an, das die These der deutschen Alleinschuld akzeptiert und damit den Frieden von Versailles legitimiert.

von Willi Wimmer  

Die Bilder aus London am Waffenstillstandstag des 11. November 2018 suchte man in den Hauptnachrichten von ARD und ZDF vergebens. Auch BBC rückte erst spät damit heraus.

Bilder, die den deutschen Bundespräsidenten Steinmeier bei einer Kranzniederlegung in London zeigten.

Hielt man diese Bilder deshalb zurück, weil weder der deutsche Bundespräsident Steinmeier noch die noch im Amt befindliche Bundeskanzlerin Merkel es an diesem denkwürdigen Wochenende für nötig gehalten haben, der deutschen Soldaten und Opfer des Ersten Weltkrieges in angemessener Weise dort zu gedenken, wo diese Toten ihre letzte Ruhe finden mussten.

Damit macht die deutsche Staatsspitze deutlich, welchem Geschichtsbild sie anhängt. Vor allem im Vorfeld von Versailles 1919, an dem man sich im Sommer 2019 in besonderer Weise erinnern wird. 

Der Commonwealth-Historiker Christopher Clark hat es deutlich gemacht. Nichts hat Versailles und das Verdikt der Entente-Staaten über das Deutsche Reich gerechtfertigt.
Clark hat sogar mit dem Segen der deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten dekretiert, dass es für den Ausbruch des Ersten Weltkrieges keine Sonderverantwortung von irgendeinem Staat gebe, obwohl der deutsche Historiker Wolfgang Effenberger und andere auf die über ein Jahrzehnt laufende Vorbereitung des Ersten Weltkrieges durch britische und französische Zirkel, einschließlich der über das Deutsche Reich zu verhängenden Hungerblockade, hingewiesen haben.

Eine Hungerblockade wohlgemerkt, die bis weit nach dem Waffenstillstand in den Sommer 1919 Millionen deutsche Opfer und den Verlust einer ganzen Generation von Kindern zur Folge haben sollte. Wenn es selbst nach Christopher Clark keine deutsche Sonderverantwortung für den Ausbruch des Ersten Weltkrieges gegeben hatte, ist die in Versailles von den Alliierten dekretierte "deutsche Alleinschuld" nicht aufrecht zu erhalten.

Die Vernichtung Deutschlands war das Ziel von Versailles und mittels Hitler und dem Zweiten Weltkrieg sollte es gelingen.

Steinmeier und Merkel laufen Gefahr, Versailles und die gegen Deutschland gerichtete Vernichtungspolitik auf Dauer zu legitimieren.

Das könnte man der Geschichte überantworten, wenn dies nicht ins nächste Verhängnis führen würde.

Zunächst einmal in grundsätzlicher Hinsicht. Wer heute Versailles legitimiert, beantwortet eine Frage nicht: Wer kann Frieden? Darauf hat es in der Geschichte Antworten gegeben, wie der Friedensschluss 1648 von Münster und Osnabrück sowie der Wiener Kongress nach Ende der napoleonischen Kriege zeigen konnte. Man ließ dem besiegten Land sein Gesicht und schuf das "Recht auf Vergessen".

Es war der russische Zar Alexander I, gemeinsam mit dem österreichischen Kanzler Metternich, einem Rheinländer aus Koblenz, der das europäische Überlebensprinzip schlechthin in die internationale Politik einzuführen versuchte: eine erneute Auseinandersetzung in Europa sollte vermieden werden, um nicht der Vernichtung der europäischen Zivilisation ins Auge sehen zu müssen. Absprache, wo Absprache möglich sein sollte, sehr zum Widerwillen der Angelsachsen.
London wollte auf dem Kontinent schalten und walten wie es wollte. Das wurde gemeinsam mit dem späteren Marschall Foch aus Frankreich unter Beweis gestellt und ist bis heute der "rote Faden", der jede Beruhigung der europäischen Lage hintertreiben soll. Washington ist in Londoner Fußstapfen getreten, da kann in bei den französischen Feierlichkeiten in Paris der amerikanische Präsident Trump des russischen Präsidenten Putin anlächeln, wie er will.
Es ist schon pervers, wenn ausgerechnet ein französischer Präsident ein permanentes "Friedens-Forum" am Arc de Triomphe ankündigt. War es doch zuletzt und in Abfolge gerade Frankreich, das Libyen und Syrien mit allen sich daraus ergebenen Konsequenzen auf dem Kerbholz hat und in Afrika nichts anderes mehr fertigbringt, als Kriege zu führen. Statt "Friedens-Forum" hätte Selbstverpflichtung für die Zukunft den Menschen mehr gebracht.
Und dann die Dauerschelte für den amerikanischen Präsidenten Trump. Man muss sich fragen, was das soll? Oder sind Merkel und Co. sauer darüber, dass Präsident Trump bislang jedenfalls nicht dem Modell der von Merkel und Co. bejubelten kriegstreibenden Präsidenten Clinton, Bush dem Unsäglichen und Obama folgt?
Der russische Präsident Putin wird sich in Paris und nicht nur dort alles genau angehört haben. Von Clinton bis Merkel beklagt man, dass die angelsächsische Kriegspolitik durch Trump augenscheinlich nicht fortgesetzt wird. Trump wird mit Kübeln von Dreck zugeschüttet, weil er vorgibt, mit Russland eine Form gedeihlicher Zusammenarbeit anstreben zu wollen.
Kriege haben die Merkels dieser Welt freudig hingenommen, aber Frieden in Europa geht gar nicht? Das entspricht dem EU-Modell auf Zerstörung der bestehenden rechtsstaatlichen Ordnung durch diejenigen, die die Dämonen der Vergangenheit beschwören, obwohl gerade sie es sind, die diese Dämonen fördern.

Trump kann gegenüber Moskau nicht liefern, aber er unternimmt alles, um das kriegszerrüttete Amerika wieder aufzurichten. Das mag ihm gelingen. Aber was kommt danach? Wieder ein Amerika, das sich Russlands über die amerikanischen Militärbefehlshaber in Europa bemächtigen will? Paris war ein Gipfel an diesem Wochenende und zwar einer der politischen Heuchelei.


Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Sonntag in London als erstes deutsches Staatsoberhaupt am traditionellen Gedenken zum Ende des Ersten Weltkriegs teilgenommen, das sich zum hundertsten Mal jährte. Am Cenotaph genannten Ehrenmal für die getöteten Soldaten im Zentrum der britischen Hauptstadt legte Steinmeier in Begleitung von Premierministerin Theresa May einen Kranz nieder.

Waffenstillstand WK1 -vor 100 Jahren - Gedenken in Frankreich , Screenshot, Präsident Macron tätschelt Merkels Schenkel
Waffenstillstand WK1 -vor 100 Jahren - Gedenken in Frankreich -Kranzniederlegung - Screenshot



Von Angela Merkel ist bekannt:
Die Wurzeln der "Aniela Kazmierczak"Merkels Opa kämpfte gegen Deutsche


Über Frank Walter Steinmeier heißt es bei Wikipedia
Während seiner Studienzeit gehörte er gemeinsam mit Brigitte Zypries zur Redaktion der linken Quartalszeitschrift Demokratie und Recht (DuR) des Pahl-Rugenstein Verlags, der unter Beobachtung des Verfassungsschutzes stand.


Wen wundert es da, daß die Bundeskanzlerin der BRD, Angela Merkel, (65) CDU, als auch der Bundespräsident, Frank Walter Steinmeier, (62) SPD, es ablehnen in irgendeiner angemessenen Weise der toten deutschen Soldaten des ersten Weltkrieges zu gedenken.



Donnerstag, 13. September 2018

Johannes Kahrs SPD mit der folgenschweren Aussage, daß "Haß häßlich macht".




Da brüllte der SPD Politiker, Johannes Kahrs, 55 , doch gestern im Parlament in Richtung der AfD, daß Haß häßlich mache.


Hat der Mann keinen Spiegel?

Jetzt ist natürlich jedem klar, warum im Bundestag die Mehrheit der links und mittig Sitzenden nicht gerade durch Schönheit auffallen.

Also, sie sind, nach Kahrs, alle von Haß geplagt.

Und diesem Haß verleihen sie Ausdruck, in verbalen Attacken gegen den politischen Gegner.

Bestes Beispiel ist Johannes Kahrs selbst, wie man sehen kann. Auch sein Mitgenosse, der
gescheiterte EU-Schulz, verbalisierte seinen totalen Frust über seine entgangene Kanzlerschaft.



Ebenfalls der SPD-Genosse, Frank-Walter Steinmeier (63) täte sich wohl schwer, einen Preis für gutes Aussehen zu gewinnen, zumal wenn er in Wut gerät. Da empfiehlt er schon lieber "Musiker", die sich in gewaltverherrlichender Fäkalsprache dem niveaulosen Publikum präsentieren. 


Die Genossen scheinen schlechthin ein Affinität zu primitivsprachlichem Duktus zu besitzen, weil sie sich dessen vorzugsweise bedienen. Das hat natürlich den Vorteil, dass sie auch von ihresgleichen verstanden werden können.



Schauen Sie die Physiognomien an und Sie sehen, frei nach Kahrs, WER haßt.



Noch so ein Beispiel für "Schönheit" ist der allseits beliebte Ralph Stegner, Genosse der SPD, dem die "Liebe" ins Gesicht geschrieben ist.


Montag, 9. Juli 2018

Steinmeier zur Unionskrise "Grenze des Unsagbaren und Unsäglichen" verschwimmt .


Im Sommerinterview des ZDF knöpft sich Bundespräsident Steinmeier die Koalition vor und beklagt die Sprachverrohung in der Politik. Der Asylstreit habe ihm viel Bürgerpost beschert.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den erbittert geführten Asylstreit in der Union kritisiert und vor einer Verrohung der Sprache gewarnt. "Wir müssen zurück zur Vernunft", sagte er am Sonntag im Sommerinterview der ZDF-Sendung "Berlin direkt". Angesprochen auf den von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) verwendeten Begriff "Asyltourismus" sagte Steinmeier, an Regierungsparteien gebe es die Anforderung, "auf Sprache zu achten". Söder meint damit Menschen, die erst in einem anderen EU-Staat und dann auch noch in Deutschland einen Asylantrag stellen wollen.

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_84080720/steinmeier-zur-unionskrise-wir-muessen-zurueck-zur-vernunft-.html

Da ist eventuell doch noch die Altersweisheit in die Psyche des gegenwärtigen Bundespräsidenten
eingezogen?  Zwar noch nicht seit langer Zeit. Aber immerhin, besser spät als nie.

Konnte sich Herr Steinmeier nach der Wahl des amerikanischen Präsidenten, Donald Trump,
nicht überwinden, diesem zu seiner  Wahl zu gratulieren?
Hatte er nicht kurz vorher, als er noch Minister war, Donald Trump als "Hassprediger" bezeichnet?

Ließ er sich nicht von der linken antideutschen Anne Helm, die sich auf ihren nackten Körper den Spruch gemalt hatte " Thanks Bomber Harris do it again" zum Präsidenten wählen?

 
Man erinnert sich an seine Wutrede, hier: 

Oder an sein unrühmliches Auftreten im Ukraine Konflikt? 

Oder sieht er als SPD Genosse nur den Splitter im Auge des Koalitionspartners, aber nicht den Balken im Auge der eigenen Partei?

Die Verrohung der Sprache beginnt im Kindergarten, setzt sich in der Schule, der Universität, generell im Umgang mit politisch Anderdenkenden, in den Medien generell fort und potenziert sich darüber hinaus im täglichen Umgang mit den bunten Neudeutschen, die vorzugsweise Fäkalsprache zur Verständigung benutzen, aber das scheint den Herrn Steinmeier nicht zu stören.  

Solange Ihnen, Herr Bundespräsident, das keinen Aufruf wert ist, sparen Sie sich Ihre  Worthülsen.

 

Zum Thema: 

Das letzte Aufgebot der BRD: Von der Leyen oder Steinmeier als Bundespräsident?

Und hier kommt der Witz des Jahres von Frank-Walter Steinmeier.

Das Auswärtige Amt in Berlin hat vor der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten gewarnt und damit die bisherige Neutralität der Bundesregierung aufgegeben.

Schauen Sie sich den neuen Päsidenten der BRD einmal genau an:

Und der SPD Genosse Steinmeier wird jetzt BRD Präsident...

 

 

Donnerstag, 28. Juni 2018

Als die Sozialdemokraten noch intellektuelle Köpfe hatten: EGON BAHR







Der wichtigste Tipp Bahrs an die Schüler?
"In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt."

Das werden die Schüler sicher nie vergessen.


https://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-Heidelberg-Egon-Bahr-schockt-die-Schueler-Es-kann-Krieg-geben-_arid,18921.html 


Was verinnerlichen die heutigen Schüler?
Plattitüden!

Dienstag, 27. Februar 2018

Wer steckt hinter Hartz IV? Ghostwriter der Hartz Kommission





Wer steckt hinter Hartz IV? Ghostwriter der Hartz Kommission

von JasminTeam
Die Durchsetzung von Hartz IV wurde maßgeblich durch Lobbyisten des Medienkonzerns Bertelsmann vorbereitet und durchgesetzt. Der Grund dafür: Die Pläne für die „Reformen“ stammten aus der Bertelsmann-Konzernstiftung und von der damaligen Bertelsmann-Hausberatung McKinsey (später wechselte der Konzern zu Roland Berger). Heute schieben Bertelsmann-Medien die Schuld für das Hartz-IV-Desaster auf die SPD und ihren Altkanzler Schröder: Eine Strategie, um die Grünen, aber auch Union und FDP reinzuwaschen?
Helga Spindler, (Prof. Dr. jur. Helga Spindler, Universität Duisburg-Essen, Campus Essen, Fakultät für Bildungswissenschaften, Institut für Soziale Arbeit und Sozialpolitik. Biographie, Publikationen und Vorträge.


Helga Spindler analysierte den Prozess der Durchsetzung von H4 in einem unveröffentlichten Papier, das hier in voller Länge dokumentiert wird und die Drahtzieherherrolle von Bertelsmann belegt (unautorisierte Dokumentation, Zwischenüberschriften, Verschlagwortung und kleinere Korrekturen von Jasminteam) zu Bertelsmann als Drahtzieher der Hartz “Reformen”
Wenn heute an die Übergabe des Berichts: „Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt“ im Französischen Dom in Berlin erinnert wird, dann denken viele spontan an, das neue Grundsicherungssystem, in das Millionen Menschen mit Partnern und Kindern ohne Rücksicht auf Qualifikation und Berufserfahrung hineingepresst werden und das Hunderttausende in unterwertige Arbeitsplätze gezwungen hat, ohne ihnen sozialen Schutz zu bieten.
In der Tat hat die Kommission einige Dämme zur Regulierung am deutschen Arbeitsmarkt eingerissen und eine Sozialbehörde zum datenfressenden Controlling- und IT- Monster pervertiert und sie hat mit Modul 6: „Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe zusammenführen“ und Modul 3 mit dem etwas zynischen Titel : „Neue Zumutbarkeit und Freiwilligkeit“ die Stichworte für Hartz IV gegeben, aber eben nur die Stichworte. Auch hat sie diese mit teilweise anderen Vorstellungen über die Umsetzung verbunden, was letztlich die Öffentlichkeit besonders raffiniert getäuscht hat in Bezug darauf, was mit Hartz IV und nicht zu vergessen auch mit der deutlichen Verschlechterung der Arbeitslosenversicherung in Hartz III auf sie zukommen sollte.

Hartz IV: Postdemokratie und korrupte Kungelei

Schon immer war auffällig, dass diejenigen, die die damaligen Vorgänge erforschen, weniger auf die Analyse von öffentlich zugänglichen Dokumenten zurückgreifen konnten, sondern auf die Auswertung von Insider-Informationen, meist anonymisierte Interviews mit Akteuren der damaligen Zeit, angewiesen waren. Diese Untersuchungen sind inzwischen ergänzt durch die Arbeit von Anke Hassel und Christof Schiller, die wiederum Insider interviewt haben, die mit zunehmendem zeitlichen Abstand auch immer unbefangener geplaudert haben.
Anke Hassel absolvierte 2003/2004 einen Forschungsaufenthalt in der Leitungs- und Planungsabteilung des Ministeriums für Wirtschaft und Arbeit von Minister Wolfgang Clement (SPD, später FDP), wo sie eigentlich an einer Analyse der Grenzen deutscher Reformkapazität arbeiten wollte. Ihre Beobachtungen zur Entstehung von Hartz IV haben sie jedoch von der „Reformfähigkeit“ des deutschen Sozialstaats und insbesondere der Ministerialbürokratie überzeugt. Sie betrachtet die Vorgänge allerdings weniger kritisch aus demokratischer, rechtsstaatlicher oder gar sozialer Sicht, sondern mit einer gewissen Faszination für das strategische Arbeiten der Bürokratie, wo sie einen neuen Typ politischer Unternehmer erkennt, also aus einer Elitenperspektive. Jetzt ist sie Professorin für Public Policy an der privaten Hertie School of Governance in Berlin und dort Kollegin von Jobst Fiedler, der 2004 zum Professor für Public and Financial Management ernannt wurde und als Mitglied der Hartz- Kommission noch in Diensten

Bernd Berger -Unternehmungsberatung
(Bildeinfügung durch Blogger KM)
der Unternehmensberatung Roland Berger (Hausberater von Bertelsmann) stand.

Aus ihren Informationen ergibt sich kurz gesagt: Speziell Hartz IV und die verbliebene Rest- Arbeitslosenversicherung und Rest- Sozialhilfe haben wir nicht in erster Linie der Hartz Kommission oder gar dem Namensgeber Peter Hartz persönlich zu verdanken, sondern , einer geheimen Staatsaktion, einer recht undemokratischen, handstreichartigen Hintergrundarbeit aus dem Bundesarbeitsministerium (BMA) und dem Bundeskanzleramt, einverständlich koordiniert und gelenkt durch die Bertelsmann Stiftung .

Steinmeier und Gerd Andres holen Markus Klimmer von McKinsey

Hassel schreibt in dem Kapitel „Stunde der Reformer“, dass es Anfang 2002 bereits „einen Kern verantwortlicher Politiker und Beamter“ gegeben habe, „die die Probleme am Arbeitsmarkt in ähnlicher Weise interpretierten und den Vermittlungsskandal nutzen wollten, um ihre Reformvorschläge durchzusetzen“.

Frank Walter Steinmeier heute
 Bundespräsident der BRD
(Bildeinfügung durch Blogger KM)
  
Markus Klimmer, damals bei Mc Kinsey 
(Bildeinfügung durch Blogger KM)

Gerd Andres, SPD, Bundesverdienstkreuz 2007, (Bildeinfügung durch Blogger KM)

https://de.wikipedia.org/wiki/Gerd_Andres

„Tragende Akteure“ dieses Prozesses seien im Bundeskanzleramt Frank Walter Steinmeier und im BMA Staatssekretär Gerd Andres gewesen. Walter Riester erinnert sich nach dem Vermittlungsskandal an ein Gespräch mit Steinmeier: „Walter, wir müssen das eigentlich mit einem massiven eigenen Schlag lösen. Wir stehen jetzt vor der Bundestagswahl. Und seine [Steinmeiers] erste Vorstellung war, McKinsey einzusetzen.“ Vermutlich dachte Steinmeier schon damals an den befreundeten McKinsey Berater Markus Klimmer, verantwortlich für den Bereich „Public Sector“ und Promoter für technologiedominierte Verwaltung und Privatisierung, den er 2008 für sein Wahlkampfteam engagierte und der bis heute IZA Policy Fellow, Mitglied im Managerkreis der Ebert Stiftung und in der SPD und ihrem Wirtschaftsrat ist und neuerdings im gleichen Feld für das Beratungsunternehmen Accenture arbeitet.
Steinmeier teilte diese Vorliebe für die „Meckis“ mit Peter Hartz, der aber wegen gemeinsamer Projekte bei VW den McKinsey- Direktor Peter Kraljic für seine Kommission vorzog.

Florian Gerster,  Bruder der TV-Tante Petra Gerster, https://de.wikipedia.org/wiki/Florian_Gerster 
(Bildeinfügung durch Blogger KM)
Später stießen Florian Gerster (heute ebenfalls Mitglied im Managerkreis der Ebert Stiftung und in der SPD, IZA Policy Fellow, Präsident Arbeitgeberverband Briefdienste, Botschafter INSM und Unternehmensberater ; damals kurzzeitig Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit) und Wolfgang Clement ( heute konsequent bei der FDP) zu dieser Gruppe.

Minister Riester, Rührup und Maschmeyer (Bildeinfügung durch Blogger KM)
Gerd Andres nutzte die Stunde unter dem noch unerfahren Minister Riester, der sich zudem mehr für die Alterssicherung interessierte, um die zuständige Abteilung mit jungen und einschlägig ausgewählten Mitarbeitern wie Abteilungsleiter Bernd Buchheit aus NRW und weiteren Referatsleitern neu zu besetzen. Buchheit sorgte dafür, dass die Zuständigkeit für Sozialhilfe vom Gesundheitsministerium schnell ins BMA verlegt wurde. Das alles ist für sich genommen noch nicht anstößig. Nur wurde die weitere Arbeit nach außen und von demokratischer Auseinandersetzung und Kontrolle abgeschottet.
Denn man baute nichtöffentlich mit der Bertelsmann Stiftung einen Arbeitskreis: „Reform der Arbeitslosen- und Sozialhilfe“ auf, der dann an zentraler Stelle an der Politikformulierung beteiligt wurde.

Hartz-Konspiration: Bertelsmann bringt Workfare

Ich selbst (Helga Spindler) war dem breiten Akteursgeflecht, das die Öffentlichkeit nicht so wahrgenommen hatte, nur mit viel Mühe auf der Spur gekommen, als ich den Aktivitäten der Bertelsmann Stiftung und der von ihr beauftragten Mitarbeiter (Frank Frick, Werner Eichhorst, Helga Hackenberg) nachging: Deren Dokumente waren nur teilweise zugänglich und dann plötzlich auch im Netz verschwunden. Dies wurde verzahnt mit einem weiteren Bertelsmann Projekt: BiK – „Beschäftigungsförderung in den Kommunen“, wo schon in Sozialhilfezeiten kommunal mit Workfare Modellen experimentiert wurde und die Popularisierung von Workfare Entwicklungen in USA (Wisconsin), Großbritannien und Niederlande betrieben wurden – Experimente auf die auch Roland Koch von der CDU schon ein Auge geworfen hatte und die öffentlich zu diskutieren ein parteipolitisches Risiko geworden wäre.
Allerdings war über den Arbeitskreis kaum etwas in Erfahrung zu bringen. Vertreter des BMA und des Kanzleramtes waren darin, aber auch Vertreter aus Länderministerien, vor allem aus dem federführenden Bundesland NRW, Vertreter von Kommunalverwaltungen, Heinrich Alt von der BA , Martin Kannegießer von Gesamtmetall und sogar Wilhelm Adamy vom DGB. Die Arbeitsgruppe wurde bewusst nicht beim BMA angesiedelt, was ein Mitarbeiter so begründete: „Wenn wir als BMA einen Gesprächskreis institutionalisieren und dazu einladen…. dann kommen die alle mit ihren institutionellen Hüten und wir kriegen keine Debatte“. Anke Hassel schreibt mit Bezug auf von ihr interviewte Beteiligte:
„Die politischen Parteien und Bundestagsabgeordnete waren im Arbeitskreis nicht vertreten. Nach der Einschätzung eines Beteiligten, hatte sich in den Parteien in dieser Frage niemand profiliert. Wesentliche Spielregel des Arbeitskreises war, dass alle Mitglieder nur als Person und nicht als Vertreter einer Institution auftraten. Eine Voraussetzung dafür war, dass keine Einzelheiten und Ergebnisse publik werden sollten. Ein anderer Teilnehmer erinnert sich:“ Hier konnte man als Privatmann sprechen.“
Die Auswahlkriterien für den Teilnehmerkreis waren zum einen Kenntnis der Probleme der Arbeitsverwaltung, zum andern die individuelle Bereitschaft, über institutionelle Reformen nachzudenken…. Alle Teilnehmer waren dafür bekannt, offen für Kompromisse und neue Ideen zu sein. Da es sich bei dem Arbeitskreis um einen geschlossenen Kreis handelte, bei dem Sitzungen weder dokumentiert noch publik gemacht wurden, konnten Kompromisse über Parteigrenzen und institutionelle Restriktionen hinweg ermöglicht werden.

H4: Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe

Die Bertelsmann Stiftung stellte dafür die (finanziellen) Projektressourcen und die wissenschaftliche Expertise zur Verfügung und organisierte Studienreisen. Die Initiative sowie die Themensetzung kam jedoch aus dem BMA in Person von Bernd Buchheit, dem Abteilungsleiter der Abteilung II Arbeitsmarktpolitik. “


Der Arbeitskreis traf sich zu Workshops an abgelegenen Orten und führte dort offene Debatten über die Fehlentwicklungen der Arbeitsmarktpolitik….. Bald erschien die Zusammenlegung der beiden Systeme Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe als die „einzig gangbare Lösung in der Arbeitsmarktpolitik“ Der DGB Vertreter Wilhelm Adamy wehrte sich zwar dagegen, konnte sich aber nicht durchsetzen. Spätestens dann hätte die Überlegung öffentlich gemacht werden müssen. Wurde es aber nicht, im Gegenteil: die Lösung wurde bereits als alternativlos gehandelt. Die Gruppe trat dann während der Arbeit der Hartz-Kommission mit einer Empfehlung an die Öffentlichkeit, aber getarnt als „Kommission von unabhängigen Sachverständigen“ eines Projekts der Bertelsmann Stiftung, nicht als das maßgebliche Geheimgremium des Ministeriums.

Zwangsarbeit statt Menschenwürde: Bertelsmann, Gerster und Clement

Schon im März 2002 preschten Gerster zusammen mit Clement mit der Forderung nach Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe auf Sozialhilfeniveau und Einschnitten bei der Arbeitslosenversicherung nach vorne. Die beiden vertraten ihre Ideen wenigstens nach außen. Aber die Öffentlichkeit sollte noch nicht verschreckt werden, deshalb wurde der Plan zunächst wieder dementiert, nur um verdeckt weiterarbeiten zu können. Der zaudernde Riester wurde zurückgedrängt. Überstürzt und mit kurzem Zeitfenster wurde die Hartz Kommission einberufen.
Da man sich vor Beginn der Arbeit der Kommission im BMA bereits auf die Zusammenlegung der beiden Systeme geeinigt hatte, sollte dieser Punkt nicht im Vordergrund der Kommission stehen, sondern man verwies sie auf die Bertelsmann Arbeitsgruppe und deren Konsens:„Daher bestand dann unter den Mitgliedern der Kommission schnell Einigkeit darüber, dass es zu einer Zusammenlegung der Systeme keine Alternative gäbe.“ Klar, bei so viel Vorarbeit!
Fast alle Vorschläge, die in das Teilprojekt II der Kommission: Lohnersatzleistungen und Sozialhilfe (Mitglieder waren Isolde Kunkel Weber, Wolfgang Tiefensee, und Harald Schartau) eingespeist wurden, kamen aus dem BMA. Buchheit und Gerster wirkten in der Kommissionsgruppe mit ohne Mitglieder zu sein. Dabei wurde offenbar schon über die von einigen klar formulierte Abschaffung und Kürzung gestritten, denn es jagten sich zeitweise Pressemeldungen, Dementis und Beschwichtigungen nach dem Muster: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten“ Aber zumindest das allgemeine Konzept der Zusammenlegung möglichst noch ohne die Einzelheiten, musste unbedingt in den Abschlussbericht. Sonst “haben wir [das BMA; Anm.der Autoren] in der nächsten Legislaturperiode keine Chance. Das war schon Absicht“, zitieren Anke Hassel und Christof Schiller einen Mitarbeiter des BMA.
Der Berichtsentwurf der Teilgruppe der Kommission wurde praktischerweise gleich im BMA ausgearbeitet. Wie man jetzt erkennt, war es Kalkül, dass der Kommissionsbericht was die Zusammenlegung anging sehr vage blieb und sogar die Beibehaltung der Arbeitslosenhilfe vortäuschte. Hauptsache, einen Monat vor der Bundestagswahl 2002 war das heimlich vorbereitete Thema endgültig auf der Regierungsagenda. Auch die strategisch konformen Berichterstatter im Parlament, Brandner ( SPD) und Dückert (Grüne) behaupteten, eingeweiht gewesen zu sein und Laumann (CDU) und Niebel (FDP) waren sowieso der Meinung, sie hätten die konkreten Einschnitte schon lange gefordert.

Bertelsmann-Kuckucksei der Hartz-Kommission untergeschoben

So wirkte die Kommission als Legitimationsaufkleber für eine Gruppe, die längst alles vorbereitet hatte. Und jetzt kommt das wörtliche Zitat eines der Akteure aus dem BMA: “Wir haben das als Kuckucksei der Hartz-Kommission untergeschoben“ Die gleichen Personen haben dann unter Minister Clement alle angedachten Rechtspositionen für Arbeitslose aus den Entwürfen gestrichen, und parlamentarischen Widerstand mit willkommener Hilfe der Opposition ausgebootet.
Die „Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe“ war für sie von Anfang an die Chiffre für die Abschaffung der Arbeitslosenhilfe, erheblichen Leistungsabbau in der Arbeitslosenversicherung und ein neues System einer rechtloseren Sozialhilfe, die nicht mehr dem Ziel der Schaffung menschenwürdiger Lebens- und Arbeitsverhältnisse verpflichtet ist, – was letztlich auch einer Abschaffung der bisherigen Sozialhilfe gleichkam.
Die damals durchaus vorhandenen Schwachstellen bei der Verwaltung von Leistungen für Arbeitslose hätte man auch ohne eine Systemänderung beheben können. Konzeptionell zwingend war die Abschaffung der Arbeitslosenhilfe nur für diejenigen, die den Druck auf arbeitserfahrene und deshalb oft selbstbewusstere und etwas teurere Arbeitslose verschärfen wollten.
Dass ausgerechnet die Servicewüste Jobcenter, in der Dokumente und Akten unauffindbar sind, in der Mitarbeiter verheizt werden und wechseln wie im Taubenschlag, sich ohne Telefonnummer im „Back-office verschanzen und unlesbare Bescheide verschicken müssen und wo aus den unterschiedlichsten Gründen inzwischen eigentlich auf beiden Seiten des Schreibtisches Begleitschutz organisiert werden muss- dass das vor 10 Jahren ausgerechnet unter dem Stichwort: “Moderne Dienstleistungen“ der staunenden Bevölkerung empfohlen wurde, das war schon ein Coup der Unternehmensberaterbranche, den man mit feinem Gespür für das Machbare auf wehrlose Arbeitslose konzentriert hat.

Hartz IV-Postdemokratie: Hinterzimmer statt Parlamentsdebatte

Offen und ehrlich ist über die Zusammenlegung, ihre Vor- und Nachteile, parlamentarisch nie richtig gestritten worden. Das muss nachgeholt werden. Und da reicht nicht ein einfaches: “ Hartz IV muss weg“, sondern es geht um eine Alternative, die dafür einen verlässlichen Rahmen setzt. Die ist jedoch schwer zu erkennen, wenn diese Gesetzgebung selbst in Gewerkschaftskreisen immer noch als „Vorwärtsreform“ und als sozialer Fortschritt bezeichnet wird. Wenn derHeiner Lauterbach noch 2008 doziert:
(Bildeinfügung durch Blogger KM)
linke Sozialdemokrat
„Links ist, für die zu kämpfen, denen es am schlechtesten geht. Und das sind in unserer Gesellschaft die Armen ohne Arbeit. Diese Menschen sind nicht organisiert, gehören keiner Gewerkschaft an. Sie haben kein Sprachrohr , keine Lobby. Diese Männer und Frauen waren vergessen. Für sie haben wir Arbeit geschaffen, keine perfekte Arbeit, keine gut bezahlte Arbeit, aber immerhin Arbeit. Diese Reformen waren ein linkes Projekt…“
So lange selbst in rot-rot geführten Bundesländern genauso bedenkenlos mit Sanktionen hantiert und Beratung und qualifizierte Förderung verweigert wird, wie im CDU geführten Hessen und die Zwangszuweisung in unterbezahlte geförderte Beschäftigung als Erlösung von Arbeitslosigkeit gefeiert wird.
Es besteht eher die Gefahr, dass Kurt Biedenkopf Recht behält, der schon im Januar 2005, keinen Monat nach der Einführung, Hartz IV als Erfolg feierte, der ihm zeige, „dass Widerstände organisierter Besitzstände weit weniger gefährlich sind , als es den Anschein hatte…“ „Wenn die Leute nur geführt und überzeugt werden, dann akzeptieren sie die Veränderung und richten sich ein.“ „Gefährliche organisierte Besitzstände“ das waren im Klartext für Biedenkopf: sozialversicherte Arbeitnehmer und Arbeitslosenhilfeberechtigte.

BGE oder Wiedereinführung der Arbeitslosenhilfe?

Manche wollen ein bedingungslose Grundeinkommen (BGE) einführen und glauben, die Probleme seien damit gelöst. Die Geschichte von Hartz IV zeigt, dass die entschlossenen Reformakteure sehr wohl in der Lage wären, diesen Wunsch aufzunehmen. Sie würden zunächst die Zusammenführung von Sozialversicherung und Grundsicherung als Projekt auflegen und die unzweifelhaften Ersparnisse durch den ersatzlosen Wegfall von Sozialbehörden und – versicherungsbeiträgen durchrechnen lassen und dann die Zusammenlegung von Verwaltungs- und Sozialgerichten und später mit den Finanzgerichten angehen, weil das Finanzamt ohne sozialstaatlichen Auftrag den dann nicht mehr an die Existenzsicherung und Menschenwürde gekoppelten Betrag mit der Steuer unters Volk bringen kann.
Der erwünschte Freiheitsgewinn würde allerdings deutlich getrübt, weil die noch massenhaft vorhandenen einfachen und unattraktiven Arbeiten noch billiger in Leiharbeits- und Beschäftigungsfirmen erledigt werden müssten und könnten und man den „vergessenen“ Arbeitskräften ein wenig Aktivität zum Erhalt ihrer Employability in ihrem wohlverstandenen Interesse aufnötigen muss. Erfahrungen mit dem Einschleusen solcher Kuckuckseier hat man ja genug.
Es ist, aller Propaganda zum Trotz, nicht rückwärtsgewandt, neben Mindestlohn und veränderter Zumutbarkeit, Erweiterung der Arbeitslosenversicherung und Reduzierung des Sperrzeitwildwuchses eine zumindest befristete Wiedereinführung der Arbeitslosenhilfe zu fordern. Sie war nie besonders hoch, eröffnete aber viele Gestaltungsmöglichkeiten und vermittelte eine gesichertere Rechtsposition. Auch geförderte Beschäftigung muss wieder versichert sein. Die Kommunen, die das als Verschiebebahnhof missbrauchen, müssen anderweitig zur Kasse gebeten werden, genauso wie andere, die befristet einstellen.

EKD & „DIE ZEIT“: Sozial ist, was Zwangsarbeit schafft

damaliger Akademiepräsident und EKD Ratsmitglied Robert Leicht (Bildeinfügung durch Blogger KM)
Apropos: Warum eigentlich im Französischen Dom? Der wird von der evangelischen Akademie bewirtschaftet und deren damaliger Akademiepräsident und EKD Ratsmitglied Robert Leicht hatte zur Präsentation vor 500 geladenen Gästen ausdrücklich eingeladen. Er sah eine tiefe Verwandtschaft der Arbeit der Kommission zur protestantischen Arbeitsethik und zu der Aufgabe der Akademie, „der Politik neues Gelände zu roden- vor allem dort wo sie sich im Unterholz der Interessen und Besitzstände ratlos, manchmal sogar rastlos und restlos festgefahren hat“ Das klingt ähnlich wie bei der Bertelsmann Stiftung, die ebenfalls großes Mitgefühl für die sozialpolitische Verpflichtung der armen Politiker hat. Sie spricht dann von der institutionell verkrusteten und lobbyistisch unterwanderten Republik und von der hemmungslosen Interessenpolitik, in der Parteiapparate und politische Stiftungen erstarren. Warum sagte der in seinem andern Berufsleben wirtschaftsliberal profilierte ZEIT-Journalist Robert Leicht nicht gleich: „im Unterholz des sozialen Rechtsstaates und des kollektiven Arbeitsrechts festgefahren“? Wo er doch 2004 bedauerte, dass Hartz IV nur den direkten Druck auf die Arbeitslosen aber nicht auch auf die Tarifpartner bewirke. Dann hätte man vielleicht schon bei diesem Festakt ahnen können, was kommen wird.
Quellen:
1 Vergl. dazu: Stunde der Technokraten in Junge Welt vom 22.2.2012
2 Hassel/Schiller: Der Fall Hartz IV, 2010 auch im Netz: diess: Die politische Dynamik von Arbeitsmarktreformen in Deutschland am Beispiel der Hartz IV-Reform, Abschlussbericht für die Böckler Stiftung, 2010 (Autoren bekamen im Anschluss Professuren bei Privatuni Hertie)
3 Helga Spindler, War auch die Hartz-Kommission ein Bertelsmann Projekt? in: Wernicke/Bultmann, Bertelsmann- Netzwerk der Macht, 2007

Mittwoch, 24. Januar 2018

"Hat Melania Trump genug von ihrem Donald?" Wann lesen wir : "Hat Angela Merkel genug von ihrem Joachim Sauer?"


Trennungsgerüchte in den USA
Hat Melania Trump genug von ihrem Donald?
 Eine angebliche Affäre mit einer Porno-Darstellerin, eine weitere mit seiner Kommunikations-Chefin: US-Medien stürzen sich auf das Sex-Leben Donald Trumps. Und sie fragen, wie lange seine Frau noch zu ihm hält.
 Eigentlich wollte Melania Trump ihren Mann Donald am Mittwoch zum Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos begleiten. Am Dienstag hieß es dann aber überraschend, die First Lady fliege doch nicht – es gebe "logistische Probleme". Doch in den USA will das kaum jemand glauben. 
Wenn Sie mögen, lesen und hören Sie den Schmonzes, über den sich die Qualitätsmedien dieser BRD das Maul zerrebbeln, garniert mit einem Filmchen und halbseidenen Vermutungen, ausschliesslich um Donald Trump anzupinkeln, denn etwas anderes haben sie, die BRD Qualitätsmedien nicht mehr anzubieten, als primitiver Phantasie entsprungene Geschichtchen vorzugsweise von erfundenen Details unterhalb der Gürtellinie, und immer wieder gerne vom Präsidenten der Vereinigten Staaten.
Den BRD Qualitätsmedien ist nichts zu primitiv, um ihre eigenen kranken Phantasien auf das Objekt ihres Hasses zu projezieren. Sie schrecken vor nichts zurück, wenn es um Donald Trump geht.
Interessant wäre zu erfahren, wann wir die Titelstory der BRD Qualitätsmedien etwa mit einer Überschrift lesen könnten:

"Hat Angela Merkel genug von ihrem Joachim Sauer?"

Garniert mit so schönen Fotos, die offenbaren, dass Angela Merkel nicht zurückschreckt vor ziemlicher Nähe mit sämtlichen Regierungschefs. Die Bilder mit Obama, Hollande, Sarkozy, Gorge Bush, Junkers, Jaques Chirac, Manuel Barroso usw. usf. gehen, wenn man es recht betrachtet, über den üblichen "Kontakt" zu "Geschäftsfreunden" hinaus, selbst die vielen Selfies der Frau Merkel mit arabischen Asylanten zeigen, schon durch das breite Grinsen eines Honigkuchenpferdes, eine unangemessene Nähe der Regierungschefin der BRD zu völlig fremden Männern. Entsprechende Fotos gibt es Massenweise im Netz. Selbst bei einem Besuch der leichtbekleideten Fußballer in der Umkleidekabine, ich glaube es war nach einem WM Spiel, zeigte sich die Dame mehr als jovial, den damaligen Trainer himmelte sie geradezu an. Selbst ein Treffen mit dem Südafrikaner Mandela oder dem Banker Ackermann liess sie über alle vier Backen erstrahlen.

Was lässt sich daraus alles spekulieren und vermuten? Nur zu, Ihr Qualitätsmedien, macht doch mal etwas daraus. Vor allen Dingen aus der Tatsache, dass Angela Merkel immer dann, wenn sie mit Joachim Sauer zusammen abgelichtet wird, ziemlich sauertöpfisch und bräsig aus der bunten Jacke schaut und auch Joachim Sauer wesentlich entspannter aussieht, wenn er mit Friede Springer oder den Damen bei irgenwelchen Gipfeltreffen abgelichtet wird.

Nun, Angela Merkel ist eine DDR geprägte Frau und wie man im Westen sagte, waren die Damen dort, damals jedenfalls, wesentlich freizügiger und so u.a. mehr an Freikörperkultur interessiert, als die Frauen im Westen.

Ein ensprechendes Nacktfoto, keine Sorge, aus den frühen Jahren der Angela Merkel kursiert ebenfalls im Netz.

 

Dienstag, 3. Oktober 2017

Steinmeier nimmt alle Deutschen gegen die AfD in die Pflicht und negiert die echten Nazis in den Altparteien.

So titelt heute t-online die Rede von Frank-Walter Steinmeier.
http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/bundestagswahl/id_82372240/rede-zum-tag-der-deutschen-einheit-steinmeier-nimmt-deutsche-in-die-pflicht.html

Wer möchte, kann sich unter dem angeführten Link den Sermon noch einmal durchlesen bzw. anhören.

Das Wesentliche sind die Leserzuschriften unter dem Artikel.

Der Leser Hoppsalla schreibt:
 "Nie wieder ein Rückweg in den Nationalismus"
Es ist schon eine bodenlose Frechheit suggerieren zu wollen die AfD hätte etwas mit dem Nationalsozialismus zu tun.
Der SPD Herr Steinmeier kennt sich wohl in seiner eigenen Parteigeschichte nicht aus.


Karl Schiller (1911 1994) von 1937-1945/46 NSDAP, dann ab 1945 SPD,
1966 1972 Bundeswirtschaftsminister und 1971/72 Bundesfinanzminister.

Karl Ahrens (1924-2015) ab 1942 NSDAP, dann ab 1945 SPD,
1969- 1990 Mitglied des Deutschen Bundestages, 1983-1986 Präsident der Parlamentarischen Versammlung des Europarates

Hans-Joachim Baeuchle (1922-2007) ab 1940 NSDAP, dann ab 1946 SPD,
1969 Mitglied des Deutschen Bundestages

Horst Ehmke (1927-2017) ab 1944-1945 NSDAP, dann ab 1947 SPD,
SPD Parteivorstand, Bundesminister der Justiz, Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes. Bundesminister für Forschung und Technologie, Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen.

Aber mit den Fingern auf auf die AfD zeigen.

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Der Leser Sergeant Pepper schreibt dazu:
 Da kann man mal sehen wie weit unser Herr Steinmeier von der hiesigen Welt entfernt ist!
Auf die Idee das wir Bürger die AFD freiwillig wählten und nicht unter Zwang mit der Waffe an der Schläfe,darauf kommt dieser gar nicht.
Also wenn man etwas aus freien Willen macht ist das mit in die Pflicht nehmen so eine Sache!
Die Bürger sind mit der jetzigen Politik nicht einverstanden Herr Steinmeier!!
Aber das Sie in ihrer gepanzerten Limousine nichts mitbekommen ist schon klar.
Wir wollen schnell zur Tagesordnung übergehen und zwar das super schnell etwas geändert wird!
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Der Leser Weißblau meint dazu:

Ehrlich gesagt-ich mag Steinmeier nicht-aber ob da nicht wieder die Medien Vorschub leisten?Angeblich wurde das nur indirekt ausgesprochen und bla bla bla..es soll doch nur wieder ein Stachel gegen dei AfD gesetzt werden.Begreift doch endlich liebe Medien dass nur des Wählers Stimme zählt und man muß sich hinterher von niemanden-auch nicht von einem Steinmeier(Wer ist Steinmeier??)zurechtweisen oder gar belehren lassen.Unglaublich!!
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Der Leser Panama-Jack schreibt dazu:
  7,3 Millionen Deutsche haben die AfD doch gewählt, jetzt ruft der Präsident alle Deutschen auf dagegen vorzugehen. Was heißt das denn, gehören die jetzt nicht mehr dazu oder was denkt der Herr Bundespräsident sich dabei.
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Ein anderer Leser schreibt:
Herr Steinmeier, hatte wirklich Achtung vor Ihnen. Aber nach diesem Bericht, wenn er denn stimmen sollte, tun Sie mir wirklich nur noch leid. Warum denn so gewählt wurde egal ob rechts, mitte, links und ganz links, ist ein Ausdruck von mündigen Bürgern. Mit Ihren Sorgen, Problemen aber auch positiven Eindrücken. Und wenn Sie das nicht kapieren, warum diese Sorgen und Probleme haben, gehören Sie da n i c h t hin, wo Sie jetzt hingestellt wurden.
Dem letzten Satz dieses Lesers ist nichts mehr hinzuzufügen.

Wer auch immer diesen Mann als Präsidenten der BRD gewählt hat, ein wirklicher Präsident der Deutschen ist er nicht, was verständlich wird, schaut man sich den Werdegang dieses Mannes an.

Zu dem Thema AfD schreibt Peter Heisenko in seinem Blog "Anderwelt" einen Faktenscheck:

Gabriel: „Erstmals seit 1949 wieder echte Nazis im Bundestag“ - ein Faktencheck

Es ist die immer gleiche Methode: Was man selbst verbricht, wirft man dem Gegner vor. Ob es nun Putins „aggressives Russland“ ist, das seine Grenzen so weit nach Westen verschoben hat, bis es an die NATO stieß, oder eben jetzt Gabriel, der erstmals echte Nazis im Bundestag erkennen will. Ist es nur selektive Geschichtsvergessenheit oder doch bewusst vorsätzliche Propaganda?
Zunächst werde ich den inflationär missbrauchten Begriff „Nazi“ beleuchten. Wer Mitglied der NSDAP war, oder ein Mitläufer, der war zweifellos Nazi. Wofür stand aber die NSDAP? Die „National Sozialistische Deutsche Arbeiter Partei“? Sie war national orientiert, sozialistisch, deutsch und den Arbeitern zugetan. Damit unterschied sie sich von der „Sozialistischen Internationale“ im Wesentlichen nur durch die nationale Ausrichtung. Was die Vernichtung, Ermordung, von unliebsamen Zeitgenossen anging, hat sie keinen Weltmeistertitel verdient. Da laufen ihr Kommunisten/Sozialisten wie Stalin, Mao oder Pol Pot leicht den Rang ab. Auch die Briten und die USA sollten nicht vergessen werden, die zwar im eigenen Land keine Massenmorde begangen haben, jedoch weltweit die Spitze halten, was die Ermordung von Menschen in Ländern anbelangt, die sie wegen ihrer ideologischen Ausrichtung hassen.
 Bitte lesen Sie hier den gesamten Artikel:
http://www.anderweltonline.com/klartext/klartext-2017/gabriel-erstmals-seit-1949-wieder-echte-nazis-im-bundestag-ein-faktencheck/

Gleichzeitig führt Peter Heisenko eine Liste mit wirklichen Nationalsozialisten in den Reihen der Altparteien an:

Achenbach, Ernst  (1909-1991); NSDAP 1937-1945; nach 1945: FDP; ab 1950 Mitglied des Landtags NRW; 1957-1976 Mitglied des Deutschen Bundestags (MdB); 1964-1977 Mitglied des Europaparlaments.
Adelmann von Adelmannsfelden, Raban Graf von (1912-1992); NSDAP ab 1939, auch SA; nach 1945 CDU; 1957-1961 Mitglied des Deutschen Bundestages.
Ahrens, Adolf (1879-1957); NSDAP ab 1934; nach 1945: 1949-1953 Mitglied des Deutschen Bundestages.
Ahrens, Hermann (1902-1975); NSDAP 1931-1945; nach 1945: GB/BHE bzw. GDP ab 1955; 1951–1963 Mitglied des niedersächsischen Landtags, 1965-1969 Mitglied des Bundestages, ab 1962 Bundesvorsitzender der GDP.
Ahrens, Karl (* 1924); NSDAP ab 1942; nach 1945 SPD; 1969-1990 Mitglied des Bundestages, 1983-1986 Präsident der Parlamentsversammlung des Europarates.
Albrecht, Erwin (1900-1985) 1936–1945, auch SA 1936-1945, auch SA; nach 1945: CDU; ab 1955 Mitglied des saarländischen Landtags, ab 1957 Vorsitzender der CDU-Fraktion daselbst.
Alef, Heinrich (1897-1966); NSDAP 1930-1945, 1933-1945 NS-Bürgermeister von Bad Godesberg; nach 1945: FDP; kandidierte ab 1953 für den GB/BHE zum Deutschen Bundestag, später in der FDP im Landkreis Altena aktiv und Kreistagsmitglied in Meinerzhagen.
Angermeyer, Joachim (1923-1997); NSDAP ab 1941; nach 1945: FDP; 1976-1980 Mitglied des Deutschen Bundestages.
Arndt, Rudi (1927-2004); NSDAP 1944-1945; nach 1945: SPD; 1956-1972 Landtagsabgeordneter und Ministerämter in Hessen, 1972-1977 Oberbürgermeister Frankfurt am Main, 1979-1989 MdEP, davon 1984-1989 als Fraktionsvorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Europas.
Asbach, Hans-Adolf  (1904-1976); NSDAP 1933-1945; nach 1945: GB/BHE bzw. GDP ab 1950; Minister für Soziales, Arbeit und Flüchtlingsfragen bzw. Stellvertretender Ministerpräsident in Schleswig-Holstein.
Aschoff, Albrecht (1899-1972); NSDAP ab 1933; nach 1945: FDP; 1961-1965 Mitglied des Deutschen Bundestages .
Auer, Theodor (1899-1972); NSDAP ab 1934; bis 1964 Botschafter der Bundesrepublik.

B

Bachmann, Georg (1885-1971); NSDAP ab 1940; nach 1945: CSU; 1946 Mitglied der Verfassungsgebenden Landesversammlung Bayerns, bis 1962 Mitglied des Bayerischen Landtages.
Bading, Harri (1901-1981); NSDAP 1937-1939 (Austritt); nach 1945: SPD (ab 1945); Mitglied des Deutschen Bundestages.
Baeuchle, Hans-Joachim (1922-2007); NSDAP ab 1933; nach 1945: SPD (ab 1946); 1969-1972 Mitglied des Deutschen Bundestages
Baier, Fritz (1923-2012); NSDAP ab 1941; nach 1945: CDU; 1956-1977 Mitglied des Deutschen Bundestages.
Bargen, Werner von (1898-1975); NSDAP 1933-1945; Botschafter der Bundesrepublik Deutschland.
Bartels, Wolfgang (1903-1975); NSDAP 1933-1945; nach 1945: CDU (ab 1945); 1957-1961 Mitglied des Deutschen Bundestages.
Bartram, Walter (1893-1971); NSDAP 1937-1945; nach 1945: CDU (ab 1946); 1950-1951 Ministerpräsident in Schleswig-Holstein, 1952-1957 Mitglied des Bundestags.
Bauer, Josef (1915–1989); NSDAP am 1937; nach 1945: CDU (ab 1951); 1953-1969 Mitglied des Deutschen Bundestages.
Bayerl, Alfons (1923-2009); NSDAP ab 1941; nach 1945: SPD (ab 1955); 1967-1980 Mitglied des Deutschen Bundestages.
Becher, Walter (1912-2005); NSDAP 1931-1945; nach 1945: Deutsche Gemeinschaft (DG) ab 1947, ab 1954 GB/BHE, ab 1967 CSU.
Berg, Hermann (1905-1982); NSDAP ab 1937; nach 1945: FDP, FVP, DP; 1955-1957 Mitglied des Deutschen Bundestages.
Binder, Paul (1902-1981); NSDAP ab 1940 als NSBDT; nach 1945: CDU (ab 1946); 1947-1952 Landtag von Württemberg-Hohenzollern, 1953-1960 Mitglied des Landtags Baden-Württemberg.
Birrenbach, Kurt (1907-1987); NSDAP 1933-1945; nach 1945: CDU (ab 1953), Mitglied des Deutschen Bundestags.
Bismarck, Otto von (1897-1975); NSDAP 1933-1945; nach 1945: CDU ab 1946); Mitglied des Deutschen Bundestags.
Blankenhorn, Herbert (1904-1991); NSDAP 1933-1945; nach 1945: CDU (ab 1953); Mitglied des Deutschen Bundestags.
Bläsing, Anneliese (1923-1996); NSDAP 1941-1945; nach 1945: NPD; Sekretärin im Deutschen Bundestag 1953-1957, Mitglied des hessischen Landtags für die NPD (1966-1970).
Bockenkamp, Walter (1907-1994; NSDAP 1930-1945; nach 1945: DP, CDU; 1959-1967 Mitglied des niedersächsischen Landtags, 1955-1960 Mitglied des Rundfunkrats des NDR.
Böhme, Georg (* 1926); NSDAP ab 1944; nach 1945: CDU (ab 1951); 1961-1965 Mitglied des Deutschen Bundestages.
Böhme, Günter (1925-2006); NSDAP ab 1943; 1969-1972 Mitglied des Deutschen Bundestags.
Bosselmann, Gustav (1915-1991); NSDAP ab 1937; nach 1945: CDU; 1963-1982 Mitgl. des niedersächsischen. Landtags, 1965-1970 niedersächsischer Justizminister, 1976-1977 Innenminister.
Brandes, Bruno (1910-1985); NSDAP ab 1933; nach 1945: CDU; 1969 Mitglied des Deutschen Bundestags, 1981-1985 Landrat des Landkreises Holzminden.
Brecht, Julius (1900-1962); NSDAP ab 1937; nach 1945: SPD (ab 1957); 1949-1953 Mitglied der Hamburger Bürgerschaft,1957-1962 Mitglied des Deutschen Bundestags
Bremm, Klaus (1923-2008); NSDAP ab 1941; nach 1945: CDU (ab 1950); 1967-1969 Mitglied des Rheinland-Pfälzischen Landtages, 1969-1976 Mitglied des Bundestags.
Brese, Wilhelm (1896-1994); NSDAP ab 1937; nach 1945 CDU (ab 1945); 1949-1969 Mitglied des Deutschen Bundestags.
Brückner, Reinhard (* 1923); NSDAP 1941-1945; nach 1945: Die Grünen; Mitglied des hessischen Landtags 1982–1984.
Bucher, Ewald (1914-1991); NSDAP bis 1945; nach 1945: FDP/DVP 1950–1972, ab 1984 CDU; 1962–1965 Bundesminister der Justiz, 1965–1966 Bundesminister für Wohnungswesen und Städtebau.
Buchka, Karl von (1885-1960); NSDAO 1933-1945; nach 1945: DVP, ab 1948 CDU; 1953-1958 Mitglied des Deutschen Bundestags.
Buggle, Wilhelm (1915-1989); NSDAP 1937-1945; nach 1945: CDU; 1964-1984 Mitglied des Baden-Württembergischen Landtags.
Büttner, Fritz (1908-1983); NSDAP ab 1937; nach 1945: SPD ab 1945; 1957-1969 Mitglied des Deutschen Bundestags.

C

Campe, Carl von (1894-1977); NSDAP ab 1940; nach 1945: DP; Botschafter der Bundesrepublik Deutschland.
Conring, Hermann (1894-1989); NSDAP 1937-1945; nach 1945: CDU; 1953-1969 Mitglied des Deutschen Bundestags.
Carsten, Karl (1914-1992); NSDAP 1940-1945, SA an 1933; nach 1945: CDU (ab 1953); Bundespräsident.
Caspar, Helmut (1921-1980); NSDAP 1939-1945; nach 1945: SPD; 1963-1978 Mitglied des hessischen Landtags.
Conrad, Wilhelm (1911-1980); NSDAP 1937-1045; nach 1945: SDP; Mitglied des hessischen 1958-1970 Landtags.
Croll, Willi (geb. 1924); NSDAP 1942-1945; nach 1945: SPD; 1970-1976 Mitglied des hessischen Landtags.

D

Dahlgrün, Rolf (1908-1969); NSDAP bis 1945; nach 1945: FDP ab 1949; 1962-1966 Bundesminister der Finanzen.
Dannemann, Robert (1902-1965); NSDAP ab 1933; nach 1945: FDP; 1949-1955 Mitglied des Deutschen Bundestags.
Deist, Heinrich (1902-1964; NSDAP ab 1938; nach 1945: SPD; 1953-1964 Mitglied des Deutschen Bundestags.
Diebäcker, Hermann (1910-1982); NSDAP ab 1937; nach 1945: CDU; 1957-1969 Mitglied des Deutschen Bundestags.
Diel, Günter (1916-1999); NSDAP ab 1939; Staatssekretär im Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, Botschafter in Neu-Delhi und Tokio.
Doepner, Friedrich (1893- ?); NSDAP 1941-1945; nach 1945: GB/BHE; 1954-1958 Mitglied des Schleswig-Holsteiner Landtags.
Dorls, Fritz (1910-1995); NSDAP 1929-1945; nach 1945: CDU (ab 1946) 1949 GuD/DKP-DRP, ab 1949 SRP; Vorsitzender der SRP.
Dreher, Eduard (1907-1996); NSDAP 1937-1945; Ministerialdirigent im Bundesjustizministerium.
Dreyer, Hugo (1910-1982); NSDAP ab 1935; nach 1945: GB/BHE, CDU; 1955-1967 Mitglied des niedersächsischen Landtags.
Dreyer, Nicolaus (1921-2003); NSDAP ab 1939; nach 1945 FDP, CDU; 1963-1970 Mitglied des niedersächsischen Landtags.
Duckwitz, Georg (1904-1973); NSDAP 1932-1945; Botschafter, Staatssekretär.
Duckwitz, Richard 1886-1972; NSDAP 1933-1945; nach 1945: DP, GDP; Mitglied der Bremischen Bürgerschaft.
Dürr, Hermann (1925-2003); NSDAP ab 1943; nach 1945: FDP, DVP, SPD; 1957-1965 uns 1969-1980 Mitglied des Deutschen Bundestags.

E

Eckhardt, Walter (1906-1994); NSDAP ab 1933; nach 1945: CSU (ab 1956); 1957-1961 uns 1964-1969 Mitglied des Deutschen Bundestags.
Edert, Eduart (1880-1867); NSDAP ab 1933; nach 1945: CSU (ab 1956); 1949-1953 Mitglied des Deutschen Bundestags.
Effertz; Josef (1907-1984); NSDAP ab 1933; nach 1945: FDP; 1961-1968 Mitglied des Deutschen Bundestags.
Ehmke, Horst (1927 – ?); NSDAP 1944-1945; nach 1945: SPD (ab 1947); 1973-1991 SPD-Vorstand, Bundesminister der Justiz, dann für besondere Aufgaben,  Chef des Kanzleramts, Bundesminister für Forschung und Technologie, Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen.
Eisenmann, Otto (1913-2002); NSDAP ab 1933; nach 1945: DP, FDP (1958-1979), CDU (ab 1970); 1957-1967 Mitglied des Bundestags, 1967-1969 Minister für Arbeit, Soziales und Vertriebene in Schleswig-Holstein.
Elsner, Martin (1900-1971); NSDAP 1939-1945; nach 1945 GB/BHE, 1953-1957 Mitglied des Deutschen Bundestags.
Enders, Christian (1899-1984); NSDAP 1937-1945; nach 1945: SPD; 1962-1970 Mitglied des hessischen Landtags.
Engelbrecht-Greve, Ernst (1916-1990); NSDAP ab 1935; nach 1945: CDU; 1953-1962 Mitglied des Bundestags, 1962-1975 Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Schleswig-Holstein, 1971-1975 Stellvertreter des Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein.
Engell, Hans-Egon (1897-1974); NSDAP 1931-1945, SS 1933-1945; nach 1945: GB/BHE (ab 1950); 1953-1957 Mitglied des Deutschen Bundestags.
Enseling, Elisabeth (1907-1998); NSDAP ab 19540; nach 1945: CDU; 1966-1969 Mitglied des Deutschen Bundestags.
Entemann, Alfred (geb. 1927); NSDAP 1944-1945; nach 1945: CDU; 1964-1984 Mitglied des Landtags Baden-Württemberg.
Eppler, Erhard (geb. 1926); NSDAP 1944-1945; nach 1945: GVP (ab 1952), seit 1956 SPD; 1968-1974 Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit.
Erdmann, Gerhard (1896-1974); NSDAP 1933-1945; 1949-1954 Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der dt. Arbeitgeberverbände, Vorsitzender der Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und -arbeitslosenversicherung
Ernesti, Leo (1925-1996), NSDAP ab 1943; nach 1945: CDU (ab1951); 1967-1980 Mitglied des Deutschen Bundestags.
Ertl, Josef (1925-2000); NSDAP ab 1943; nach 1945: FDP; 1961-1987 Mitglied des Deutschen Bundestags, 1969-1983 Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.
Etzdorf, Hasso von (1900-1989); NSDAP 1933-1945; Botschafter in Großbritannien.

F

Farke, Ernst (1895-1975); NSDAP ab 1937; nach 1945: DP; 1949–53 Mitglied des. Bundestags.
Fassbender; Heinrich (1899-1971); NSDAP 1931-1933; nach 1945:  NDP ab 1945, ab 1946 FDP, ab 1955 DP, ab 1962 DNVP, ab 1964 NPD; 1949-1957 Mitglied des Deutschen Bundestags.
Feuring, Adolf (1902-1998); NSDAP ab 1937; nach 1945: SPD (ab 1946); 1967-1969 Mitglied des Deutschen Bundestages.
Fiedler, Eduard (1890-1963); NSDAP bis 1945; nach 1945: GB/BHE, ab 1962 FDP; 1953 Mitglied des Deutschen Bundestags.
Filbinger, Hans (1913-2007); NSDAP 1937-1945; nach 1945 CDU (ab 1951); Ministerpräsident von Baden-Württemberg.
Fischer, August (1901-1986); NSDAP ab 1937-1945; nach 1945: parteifrei; Bürgermeister von Kempten/Allgäu.
Frank, Karl (1900-1974); NSDAP ab 1937; nach 1945: FDP; 1951-1960 Finanzminister in Baden-Württemberg, 1952-1964 Mitglied des dortigen Landtags.
Franken, Paul (1903-1984); NSDAP 1933-1940; nach 1945: CDU; erster Direktor der Bundeszentrale für politische Bildung.
Friedrich, Bruno (1927-1987); NSDAP1944-1945; nach 1945: SPD (ab 1954); 1972-1980 Mitglied des Deutschen Bundestags.
Friedrich, Otto Andraes (1902-1974); NSDAP 1941-1945; 1969-1973 Präsident der Bundesvereinigung der dt.  Arbeitgeberverbände.
Fuhrhop, Hans-Jürgen (geb. 1915); NSDAP ab 1937; nach 1945 CDU; 1970-1982 Mitglied des niedersächsischen Landtags.

G

Gemein, Heinz (1906-1958); NSDAP1930-1945; nach 1945:GB/BHE; 1953-1957 Mitglied des Deutschen Bundestags.
Genscher, Hans-Dietrich (geb. 1927); NSDAP 1945; nach 1945: LDPD (DDR)1946-1952, ab 1952 FDP; 1965-1998 Mitglied des Deutschen Bundestags, 1974-1992 Bundesaußenminister.
Giesecke, Gustav (1887-1958); NSDAP 1925-1945; nach 1945: SRP 1949-1952; 1951-1952 Mitglied des Niedersächsischen Landtags.
Gille, Alfred (1901-1971); NSDAP 1937-1945, SA ab 1933; nach 1945: GB/BHE ab 1950, ab 1961 GDP; Mitglied des Landtages Schleswig-Holstein, Mitglied des Deutschen Bundestags für die GDP.
Glüsing, Hermann (1908-1981); NSDAP: 1928-1933, auch SA; nach 1945: CDU (ab 1945); 1949-1972 Mitglied des Deutschen Bundestags.
Goppel, Alfons (1905-1991); NSDAP1937 oder 1939-1945, ab 1933 auch SA; nach 1945: CSU;  Bayerischer Innenminister (1958-1962), Ministerpräsident von Bayern (1962-1978).
Grewe, Wilhelm (1911-2000); NSDAP 1933-1945; nach 1945: Völkerrechtler im Beraterstab Adenauers, 1955 Leiter der politischen Abteilung des Auswärtigen Amts.
Güde, Max (1902-1984); NSDAP 1940-1945; nach 1945: GP, NPD; Mitglied des Deutschen Bundestags.
Gutmann, Wilhelm (1900-1976); NSDAP 1931-1945; nach 1945: GP, NPD; 1968-1972 Mitglied des Landtags Baden-Württemberg.

H

Halt, Karl Ritter von (1891-1945); NSDAP 1933-1945; Präsident des Westdeutschen Olympischen Komitees.
Hellwig, Karl (1924-1993); NSDAP 1944-1945; nach 1945 SPD; 1970-1983 Mitglied des hessischen  Landtags.
Hellwig, Günter (1914-1996); NSDAP 1938-1945; nach 1945 SPD; 1939 SS; 1940 SD; 1943-1944 Gestapo Marseille; 1957 Mitglied des Landtags NRW, 1958 Bundesvorstand der SPD.
Henckel von Donnersmarck, Georg Graf (1902-1973); NSDAP 1937-1945; nach 1945 CSU; 1953-1957, 1959-1961 Mitglied des Deutschen Bundestags.
Höcherl, Hermann (192-1989); NSDAP 1931-1932 uns 1935-1945; nach 1945: CSU (ab 1949); 1961-1965 Bundesminister des Innern, 1965-1969 Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.
Hopf, Volkmar (1906-1997); NSDAP 1933-1945; nach 1945: CSU; ab 1959 Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung, ab 1964 Präsident des Bundesrechnungshofs.
Hunke, Heinrich (1902-2000); NSDAP 1923-1945; nach 1945: BHE; ab 1955 Mitglied des niedersächsischen Landtags, Staatsbeamter in Niedersachsen, zuletzt Ministerialdirigent (bis 1967).
Hütter, Margarete (1900-2003); NSDAP 1943-1945; nach 1945: DVP/FDP; 1949-1953 und 1955-1957 Mitglied des Deutschen Bundestags.

J

Joel, Georg (1898-1981); NSDAP 1926-1945; nach 1945: DRP; 1955-1959 Mitglied des Niedersächsischen Landtags.
Jordan, Pascual (1902-1980); NSDAP 1933-1945, ab 1933 auch SA; nach 1945 CDU; 1957-1961 Mitglied des Deutschen Bundestags.

K

Kempfler, Friedrich (1904-1985); NSDAP 1932-1945, nach 1945: CDU (ab 1949); 1957-1976 Mitglied des Deutschen Bundestags.
Kiep, Walther Leisler (geb. 1926); NSDAP 1944-1945; nach 1945: CDU;  1965-1976 Mitglied des Deutschen Bundestags, 1971-1992 Bundesschatzmeister der CDU.
Kiesinger, Kurt Georg, (1904-1988); NSDAP 1933-1945; nach 1945 CDU; 1958-1966 Ministerpräsident von Baden Württemberg, 1966-1969 Bundeskanzler.
Klaus, Udo (1910-1998); NSDAP 1933-1945, auch SA; nach 1945: CDU; 1951 bis 1954 stellvertretender, dann Geschäftsführer des Landkreistags NRW; 1954-1975 Direktor des Landschaftsverbandes Rheinland.
Klausner, Wolfgang (1906-1958); NSDAP 1940-1945; nach 1945: CSU; 1953-1972 Mitglied des Deutschen Bundestags.
Kley, Gisbert (1904-2001); NSDAP 1940-1945; nach 1945: CSU; 1969-1972 Mitglied des Deutschen Bundestags.
Köhler, Otto (1897-1960); NSDAP 1933-1945; nach 1945: FDP (ab 1955); 1957-1960 Mitglied des Deutschen Bundestags.
Kohlhase, Hermann (1906-2002); NSDAP 1937-1945; nach 1945: FDP; 1956-1958 Wirtschaftsminister in NRW, 1966-1970 Minister für Landesplanung in NRW.
Körner, Georg (1907-2002); NSDAP 1929-1945; nach 1945: GB/BHE, FDP, FVP, DP, GDP und NPD; 1953-1957 Mitglied des Deutschen Bundestags.
Kracht, Ernst (1890-1983); NSDAP 1933-1945; 1950-1958 Leiter der Staatskanzlei der schleswig-holsteinischen Landesregierung.
Kraft, Waldemar (1898-1977); NSDAP 1943-1945; nach 1945: 1950–1955 GB/BHE, ab 1956 CDU; 1950-1953 Finanzminister in Schleswig-Holstein, 1951-1953 geschäftsführender Justizminister in Schleswig-Holstein, 1953-1956 Bundesminister für besondere Aufgaben.
Krapf, Franz (1911-2004); NSDAP ab 1936, ab 1933 auch SS; bis 1976 Ständiger Vertreter der Bundesrepublik beim NATO-Rat in Brüssel.
Kuntscher, Ernst (1899-1971); NSDAP 1938-1945; nach 1945: CDU; 1949-1969 Mitglied des Deutschen Bundestags.
Kunz, Lothar (1892-1972); NSDAP 1938-1945; nach 1945: GB/BHE; 1953-1957 Mitglied des Deutschen Bundestags.

L

Lange, Heinz (1914-1985); SS-Division „Das Reich“ bis 1945; nach 1945: FDP / CDU; 1954-1975 Mitglied des Landtags NRW,  1969-1970 Vorsitzender der FDP-Fraktion, später CDU.
Langeheine, Richard (1900-1995); NSDAP spätestens ab 1933; nach 1945: DP, GDP, CDU; 1955-1974 Mitglied des niedersächsischen Landtags, 1955-1959 niedersächsischer Justiz- bzw. Kultusminister, 1959-1961 Vizepräsident des Landtags, 1965-1970 niedersächsischer Kultusminister und stellvertretender Ministerpräsident.
Lemke, Helmut (1907-1990); NSDAP bis 1945; nach 1945: CDU (ab 1950); Ministerpräsident in Schleswig-Holstein.
Leverkuehn, Paul (1893-1960); NSDAP 1937-1945; nach 1945: CDU; 1958-1960 Mitglied des Deutschen Bundestags.
Lindrath, Hermann (1896-1960); NSDAP 1937-1945; nach 1945: CDU; 1953-1960 Mitglied des Deutschen Bundestags, 1957-1960 Bundesminister für den wirtschaftlichen Besitz des Bundes.

M

Maunz, Theodor (1901-1993); NSDAP 1933-1945; nach 1945: CSU; 1957-1964 Bayerischer Kultusminister.
Melchers, Wilhelm (1900-1971); nach 1945: Botschafter der Bundesrepublik Deutschland (bis 1965).
Meyer, Philipp (1896-1962); NSDAP 1932-1945; nach 1945 CSU; 1953-1962 Mitglied des Deutschen Bundestags.
Mikat, Paul (1924-2011); NSDAP 1943-1945; nach 1945: CDU; 1962-1966 Kultusminister NRW
Mix, Erich (1898-1971); NSDAP1932-1934 und 1939-1945, SS-Standartenführer; nach 1945: FDP; Mitglied und Vizepräsident des hessischen Landtags.

N

Neinhaus, Carl (1888-1965); NSDAP 1933-1945; nach 1945: CDU; 1952 Präsident der Verfassungsgebenden Landesversammlung und bis 1960 Mitglied des Landtags Baden-Württemberg, 1952-1958 Oberbürgermeister in Heidelberg.
Neumann, Erich Peter (1912-1973); NSDAP bis 1941; nach 1945: CDU; 1961-1965 Mitglied des Deutschen Bundestags.
Nüßlein, Franz (1909-2003); NSDAP; nach 1945: Generalkonsul in Barcelona.

O, P

Oberländer, Theodor (1905-1998); NSDAP 1933-1945; nach 1945: FDP, ab 1950 GB/BHE, ab 1955 CDU; 1953-1960 Bundesminister für Angelegenheiten der Vertriebenen, 1953-1961 Mitglied des Deutschen Bundestags.
Petersen, Helmut (1903-1982); NSDAP bis 1945; nach 1945: GB/BHE bzw. GDP (ab 1950); 1953-1957 Mitglied des Deutschen Bundestags.
Pohle, Wolfgang (1903-1971); NSDAP1933-1945; nach 1945: CDU, später CSU; 1953-1957 und 1965-1971 Mitglied des Bundestags.

R

Redeker, Martin (1900-1970); NSDAP 1933-1945; nach 1945: CDU; Mitglied des Landtags Schleswig-Holstein.
Reichmann, Martin (1907-2000); NSDAP ab 1. August 1932; nach 1945: FDP; Mitglied des Deutschen Bundestags (4. und 5. Legislaturperiode).
Reinefarth, Heinz (1903-1979); NSDAP ab 1932, auch SS; nach 1945: GB/BHE; Mitglied des Landtags Schleswig-Holstein.
Rieger, Alfred (1907-1990); NSDAP ab 1. Oktober 1931; nach 1945: FDP; 1956 Hauptgeschäftsführer des FDP-NRW, 2. Oktober 1961-1970 Nachrücker als Mitglied des Landtags NRW.
Röder, Franz-Josef (1909-1979); NSDAP 1933-1945; nach 1945: CDU; Ministerpräsident des Saarlandes (1959-1979), 1957 Mitglied des Bundestags.
Rößler, Fritz (Dr. Franz Richter) (1912-1987); NSDAP 1930-1945; nach 1945: DKP-DRP, 1950 DRP und SRP; Mitglied des Deutschen Bundestags.

S, Sch, St

Saam, Hermann (1910-2005); NSDAP 1933-1945; nach 1945: FDP/DVP; 1952-1955 und 1960-1964 Mitglied des Baden-Württembergischen Landtags, 1965-1969 Mitglied des Deutschen Bundestags, 1966-1968 Mitglied des Bundesvorstandes der FDP.
Samwer, Adolf Franz (1895-1958); NSDAP 1936-1945; nach 1945: GB/BHE, CDU; 1953-1957 Mitglied des Deutschen Bundestags.
Schachtschabel, Hans-Georg (1914-1993); NSDAP 1937–1945, ab 1933 SS; 1969-1983 Mitglied des Bundestags, ab 1974 Mitglied des Europäischen Parlaments.
Schallwig, Friedrich-Wilhelm (1902-1977); NSDAP 1932-1945; nach 1945: BHE; Mitglied des Landtags Baden-Württemberg.
Scheel, Walter (* 1919); NSDAP 1941-1945; nach 1945: FDP (ab 1946); 1974-1979 Bundespräsident.
Schiess, Karl (1914-1999); NSDAP bis 1945; nach 1945: CDU; 1964-1980 Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg, 1972-1978 Innenminister von Baden-Württemberg.
Schepmann, Wilhelm (1894-1970); NSDAP 1923-1945; nach 1945: BHE; Kreistags- und Stadtabgeordneter Gifhorn, stellvertr. Bürgermeister.
Scheringer,  Richard (1904-1986); NSDAP 1923-1931, ab 1931 KPD; nach 1945 KPD/DKP; 1972-1982 Gemeinderat in Kösching.
Schild, Heinrich (1895-1978); NSDAP 1932-1845; nach 1945: DP/CDU; 1953-1961 Mitglied des Deutschen Bundestags.
Schiller, Karl (1911–1994); NSDAP 1937-1941/45; nach 1945: SPD; 1966-1972 Bundeswirtschaftsminister, 1971/72 auch Bundesfinanzminister.
Schleyer, Hans-Martin (1915-1977); NSDAP 1937-1945, SS ab 1933 (zuletzt Untersturmführer der Waffen-SS); nach 1945: CDU (ab 1979); 1973-1977 Präsident der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände.
Schlitter, Oskar (1904-1970); NSDAP ab 1934; Botschafter der Bundesrepublik Deutschland.
Schmitt-Widmack, Karl-Franz (1914-1987); NSDAP 1938-1945; nach 1945: CDU: 1953-1955 Mitglied des Deutschen Bundestags.
Schneider, Heinrich (1907-1974); NSDAP 1930-1937; nach 1945: DPS bzw. FDP (ab 1950); Stellvertretender Ministerpräsident des Saarlandes.
Schneider, Ludwig (1893-1977); NSDAP 1933-1945; nach 1945: DVP, später FDP; Mitglied des hessischen Landtags.
Schönhuber, Franz (1923-2005); NSDAP 1941-1945; nach 1945: Die Republikaner (1983-1995), danach NPD; 2005 Bundestagskandidat der NPD; Europaabgeordneter.
Schranz, Helmuth (1897-1968); NSDAP 1925-1945; nach 1945: DP/GDP; 1953-1961 Mitglied des Bundestags.
Schröder, Gerhard (1910-1989); NSDAP 1933-1941 (Austritt); nach 1945: CDU (ab 1950); 1953-1961 Bundesminister des Innern, 1961-1966 Bundesminister des Auswärtigen, 1966-1969 Bundesminister der Verteidigung.
Schütz, Hans (1901-1982); NSDAP 1938-1945; nach 1945: CSU; 1949-1963 Mitglied des Deutschen Bundestags.
Schwann, Hermann (1899-1977); NSDAP 1933-1945; nach 1945: FDP, ab 1961 VDNV, ab 1965 AUD; Mitglied des Deutschen Bundestags.
Seiboth, Frank (1912-1994); NSDAP 1939-1945; nach 1945: GB/BHE ab 1952, ab 1961 GDP, ab 1967 SPD; Mitglied des Deutschen Bundestags.
Seidl, Alfred (1911-1993); NSDAP 1937-1940; nach 1945: CSU; 1958-1986 Mitglied des bayrischen Landtags, 1972-1974 Fraktionsvorsitzender,  1974-1978 Staatssekretär im Justizministerium Bayern, 1977-1978 Innenminister.
Siemer, J. Hermann (1902-1996); NSDAP 1933-1945; nach 1945: CDU; 1947-1951 Mitglied des Niedersächsischen Landtags, 1953-1972 Mitglied des Deutschen Bundestags.
Stegner, Artur (1907-1986); NSDAP 1931-1945; nach 1945: FDP ab 1945, ab 1957 GB/BHE); 1949-1957 Mitglied des Bundestags, 1951 Landtagsabgeordneter in Niedersachsen, Landesvorsitzender der FDP in Niedersachsen.
Strathmann, Hermann (1882-1966); NSDAP ab 1940; nach 1945: CSU; 1946-1950 Mitglied des Bayerischen Landtags.
Stücklen, Richard (1916-2002); NSDAP 1939-1945; nach 1945: CSU; 1979-1983  Bundestagspräsident, 1957-1969 Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen, 1949-1990 Mitglied des Bundestags.
Stürtz, Gustav (* 1915); NSDAP 1934-1945; nach 1945: NPD; Mitglied des hessischen Landtags.

T

Taubert, Eberhard (1907-1976); NSDAP 1931-1945; nach 1945: ab 1950 Volksbund für Frieden und Freiheit.
Troßmann, Hans (1906-1993); NSDAP 1935-1945; nach 1945: CSU; ab 1949 erster Direktor beim Deutschen Bundestag.

V, W, Z

Vogel, Werner (1907-1992); NSDAP 1938-1945; nach 1945: Die Grünen; 1983 gewählter Bundestagsabgeordneter (vor Konstituierung des Bundestags Mandat niedergelegt).
Weirauch, Lothar (1908-1983); NSDAP 1934-1945; nach 1945: FDP; 1950-1954 FDP-Bundesgeschäftsführer; danach Ministerialbeamter und Agent des Stasi der DDR in Bonn.
Weyer, Willi (1917-1987); NSDAP 1937-1945; nach 1945: FDP; ab 1950 Mitglied des Landtags NRW; 1953 bis 1954 MdB; 1954-1958 und 1962-1975 NRW-Minister, zeitweise stvellvertr. Ministerpräsident; 1957-1987 Präsident des Landessportbundes NRW; 1974-1986 Präsident des Deutschen Sportbundes.
Willeke, Friedrich-Wilhelm (1893-1965); NSDAP 1933-1945; nach 1945: CDU; 1953-1965 Mitglied des Deutschen Bundestags.
Wittenburg, Otto (1891-1976); NSDAP 1937-1945; nach 1945: DP; 1949-1957 Mitglied des Deutschen Bundestags.
Woitschell, Gerh. (1910-1969); NSDAP 1928-1945; nach 1945: NPD; Mitglied des hessischen Landtags.
Wurz, Camill (1905-1986); NSDAP 1937-1945; nach 1945: CDU; Mitglied des Landtags Baden-Württemberg.
Ziegler, Wilhelm (1891-1962); NSDAP 1933-1945; nach 1945: GB/BHE; 1950-1954 Mitglied des hessischen Landtags.
Zimmermann, Friedrich (1925-2012); NSDAP 1943-1945; nach 1945: CSU; 1957-1990 Mitglied des Bundestags, 1982-1989 Bundesinnenminister,1989-1991 Bundesverkehrsminister.
Zoglmann, Siegfried (1913-2007); NSDAP ab 1934; nach 1945: FDP, ab 1974 CSU; 1963-1968 stellvertretender Fraktionsvorsitzender der NRW-FDP, ab 1972 Mitglied des Deutschen Bundestages (CSU).

Und sie, die Altparteien und auch Herr Steinmeier schämen sich nicht, die Partei, die erst seit kurzem besteht als "Nazis" zu bezeichnen.
Sie haben also ihre eigene Parteiengeschichte immer noch nicht aufgearbeitet, diese Heuchler.