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Montag, 15. Juli 2019

Die siechende Armee: US-Militär meldet Vormarsch von Geschlechtskrankheiten

In den US-Streitkräften häufen sich Fälle von Infektionen mit sexuell übertragbaren Krankheiten, darunter Chlamydien, Gonorrhö und Syphilis. Rund 350.000 Soldaten sind betroffen. Die Gesundheitsbeauftragten des US-Militärs sind alarmiert.
Laut einer aktuellen Pressemitteilung des US-Verteidigungsministeriums verzeichnen die Infektionsraten von Geschlechtskrankheiten unter den Soldatinnen und Soldaten der US-Streitkräfte einen besorgniserregenden Anstieg. Grundlage des Berichtes ist, neben anderen, eine Studie des US- Zentrums für Seuchenkontrolle und –prävention CDC.
So haben sich Chlamydien-Infektionen bei Männern und Frauen der Streitkräfte im Zeitraum zwischen den Jahren 2013 und 2018 mehr als verdoppelt. Ebenso verdoppelt haben sich Infektionen mit Gonorrhö bei Männern, während bei Frauen ein Anstieg von 33 Prozent registriert wurde. Fälle von Syphilis waren fast dreimal so hoch wie vor 10 Jahren.
https://deutsch.rt.com/nordamerika/90143-siechende-armee-us-militaer-meldet-vormarsch-von-geschlechtskrankheiten/
Aber nicht nur die US Armee ist betroffen. Auch in der BRD und der übrigen EU sind Syphilis und andere Geschlechtskrankheiten auf dem Vormarsch:

Syphilis? Das scheint eine längst vergessene Geschlechtskrankheit. Doch die sexuell übertragbare Infektion ist heute wieder auf dem Vormarsch. Ob im Urlaub oder in heimischen Gefilden: Um sich zu schützen, ist Safer Sex angesagt! Und wer fürchtet, sich angesteckt zu haben, sollte sich nicht scheuen, einen Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten aufzusuchen.
https://biermann-medizin.de/syphilis-ist-wieder-auf-dem-vormarsch/

Syphilis in Franken auf dem Vormarsch: Infektionsgefahr bei Geschlechtskrankheiten steigt. Die Zahl der Syphilis-Fälle in Deutschland nimmt zu - auch in Franken. Vor allem in Oberfranken ist die Zahl der Infektionen gestiegen, ebenso wie die HIV-Diagnosen. Wir haben nach den genauen Zahlen gefragt. 

 https://www.infranken.de/ratgeber/gesundheit/syphilis-in-franken-auf-dem-vormarsch-infektionsgefahr-bei-geschlechtskrankheiten-steigt;art154607,4242056

 usw. usf.

In Zeiten wo jeder mit jedem ist das halt so. Die Ärzte, die Pharmaindustrie wird es freuen.
Die braven Arbeitnehmer mit ihrer Krankenversicherungspflicht stört es nicht weiter, dass die Beiträge steigen.
Also sind alle zufrieden.

Zum Thema:

Ausländer über Deutschland: " Deutschland ist der größte Puff in Europa."

Die grenzenlose "Freiheit" - Syphilis im Vormarsch.

Sexuelle Vielfalt und die Gender Ideologie – Totalitarismus von der Geburt bis zum Tod........

Donnerstag, 25. Mai 2017

Philipp Bagus: Wir schaffen das – alleine! Warum kleine Staaten einfach besser sind.

Was hat Europa groß gemacht? Kleinstaaten !

Ein aufschlußreicher Vortrag.


Von Philipp Bagus zum Thema Globalismus. Am 18. Mai 2017 sprach der Ökonom Philipp Bagus vor 60 Zuhörern in der Bibliothek des Konservatismus über sein neues Buch „Wir schaffen das – alleine! Warum kleine Staaten einfach besser sind“.

Der Ludwig-Erhard-Preisträger wies darauf hin, daß kleine Staaten ihren Bürger stets mehr Nutzen, wirtschaftlichen Erfolg und Freiheit bringen als große Staatsgebilde, wie beispielsweise die Europäische Union.

Großstaaten hätten eine Tendenz zum Zentralismus und zu einer nicht möglichen Autarkie. Beides führe zu Eingriffen in die Rechte der Bürger und die wirtschaftliche Freiheit. Intervention des Staates in allen Lebensbereichen (Wirtschaft, Bildung, Famile etc.) steige mit zunehmender Größe an. Dagegen seien Kleinstaaten effizienter und stabiler, auch weil sie es seien müßten, so Bagus. Ein Kleinstaat müße ein Höchstmaß an bürgerlichen und wirtschaftlichen Freiheiten garantieren, um seine Bevölkerung zu halten und nicht durch Auswanderung auszubluten.
https://brd-schwindel.org/philipp-bagus-wir-schaffen-das-alleine-warum-kleine-staaten-einfach-besser-sind/ 

Mittwoch, 10. Mai 2017

Irgendwann kriechen sie wieder aus ihren Löchern, wie Peter Hartz, 76, SPD.

Peter Hartz
Gnade und Recht
Das Urteil gegen Peter Hartz ist gesprochen, er kommt wie verabredet mit einer Haftstrafe auf Bewährung und einer Geldstrafe davon. Das geht in Ordnung - dennoch wurde es ihm vor Gericht zu leicht gemacht.
Von Johannes Röhrig
Es gehört zum geübten Umgang mit Prominenten, dass sie von allen Seiten viel Schulterklopfen erfahren, solange es gut läuft. Wenn sie aber am Boden liegen, zumal noch aus eigenem Verschulden wie gegenwärtig Peter Hartz, dann kann das Urteil nicht hart genug ausfallen. An diesem Donnerstag, dem zweiten und letzten Prozesstag im Fall Hartz, war die Stunde der Scharfrichter gekommen: jener kleinen Schar von Demonstranten, die sich vor dem Landgericht in Braunschweig versammelt hatte und die ihn hinter Gitter wünschte oder lieber noch "ins Loch".
Nun muss Peter Alwin Hartz, seit heute verurteilt und vorbestraft wegen Untreue und verbotener Begünstigung eines Betriebsrats, nicht hinter Gitter, er bleibt frei. Nach lediglich zwei Verhandlungstagen ist der Prozess vorbei, auf einige Fragen gab es nur unbefriedigende Erklärungen wie etwa zu denen über eine mögliche Mitwisserschaft des VW-Patriarchen Ferdinand Piech in der Affäre. Das mag vielen nicht gefallen, zumal die Höhe des Strafmaßes bei Hartz zuvor Gegenstand eines Deals zwischen Verteidigung, Staatsanwaltschaft und Gericht war. Das klingt nach Gemauschel. Die Erinnerung an den Mannesmann-Prozess, bei dem die Beschuldigten gegen Geldauflage um ein Urteil herumkamen, ist noch frisch.
Die ganze klebrige Schmuddelstory um den SPD Mann finden Sie hier. 


Aber der Abschaum kann gar nicht klebrig genug sein. Irgendwann schäumt er wieder hoch und meldet sich zu Wort, immer auf das kurze Gedächtnis der Bürger vertrauend.
So auch jetzt.


Der Greis Peter Alwin Hartz , 76, SPD, frohlockt die deutsche Lügenpresse, meldet sich zurück. 

Peter Hartz stellt Pläne gegen Langzeitarbeitslosigkeit vor Selbsthilfe, Talentscouts und Trainer für Menschen, die einfach keinen Job finden: Der Erfinder von Hartz IV hat Ideen gegen Langzeitarbeitslosigkeit.
und
Neue Reformideen Peter Hartz kann's nicht lassen Peter Hartz, Symbolfigur der umstrittenen Agenda 2010, kämpft wieder für Arbeitsmarktreformen. Diesmal als Privatmann. Dabei hofft er auf Unterstützung durch Frankreichs neuen Präsidenten.
"Eine schöne Sache": IWF und Peter Hartz wollen Agenda 2010 retten Peter Hartz wurde zur Symbolfigur der so genannten Agenda 2010 des Alt-Bundeskanzlers Gerhard Schröder. War es um den ehemaligen VW-Personalvorstand zuletzt ruhig geworden, meldet er sich jetzt mit neuen Vorschlägen zurück - und Macron als möglichem Partner.

Peter Hartz möchte offenbar zum Wiederholungstäter werden. Es seien wieder "unkonventionelle Wege" nötig, drohte der Mit-Architekt der Agenda 2010, Peter Hartz, am Dienstag in Berlin an.

Ist das nicht schön. Der vorbestrafte Kriminelle im Bett mit Macron. Dazu gesellt sich der alte Schröder, von dem auch kein Hund mehr ein Schnitzel nimmt und dann beruft man sich auf den IWF, Internationaler Währungsfond, mit der Dame Christine Lagarde, die vom Gericht schuldig gesprochen wurde, – ohne Strafe- versteht sich. 


Alles ist möglich in dem Verein EU, dieser Zusammenballung einer „Elite“ vom Feinsten. 
Feiner Schmutz hat alles durchdrungen, irgendwie ist der Feinstaub nicht menschen-und-umweltverträglich – aber welcher Katalysator soll da helfen?



Zum Thema:

Und die Verantwortlichen schämen sich nicht, uns Deutsche zu belügen....


Ungebremste Zuwanderung nach Deutschland trotz effektiv mindestens 10 Millionen Arbeitslosen

2014 werden bis zu 180 000 südosteuropäische Einwanderer nach Deutschland erwartet. Natürlich zusätzlich zu den üblichen Masseneinwanderungen aus anderen Staaten ! Wer soll das eigentlich bezahlen ?

Wie lange ist der Sozialstaat Deutschland finanzierbar.

Wir werden ärmer, darauf haben wir uns einzustellen.

Gewöhn Dich an Armut BRD-Bürger

Martin Schulz nennt "Rechte" Ratten. Die SPD spaltet die Gesellschaft.

Schwarmintelligenz ist tödlich für den Mainstream. Hartz IV für die Mainstreamer ist auf dem Weg.

 

 

Dienstag, 28. Juni 2016

"Der Brexit teilt die Geopolitik neu auf. Von Thierry Meyssan."

27 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer

Der Brexit teilt die Geopolitik neu auf
von Thierry Meyssan


Während die internationale Presse auf der Suche nach Möglichkeiten zum Wiederbeleben Europas ist, aber immer noch ohne Russland und jetzt auch ohne das Vereinigte Königreich, denkt Thierry Meyssan, dass nichts mehr den Zusammenbruch des Systems verhindern kann. Jedoch, unterstreicht er, was auf dem Spiel steht, ist nicht die Europäische Union selbst, sondern die gesamten Institutionen, die die Dominanz der Vereinigten Staaten in der Welt und die Integrität der Vereinigten Staaten selbst erlauben. 
 
 
Dem Brexit zustimmend, wird Königin Elizabeth ihr Land in Richtung des Yuan neu orientieren können.
Niemand scheint die Folgen der britischen Entscheidung, die Europäische Union zu verlassen, zu verstehen. Kommentatoren, die die Politiken interpretieren und die längst das Wissen über internationale Themen verloren haben, konzentrierten sich auf die Elemente einer absurden Kampagne: einerseits die Gegner einer unkontrollierten Einwanderung und andererseits die „Knechte Ruprecht“, die dem Vereinigten Königreich die schlimmsten Qualen androhen.
Die Herausforderungen dieses Beschlusses haben jedoch keine Verbindung mit diesen Themen. Der Unterschied zwischen Realität und der politischen Rede zeigt die Krankheit, an der die westliche Eliten leiden: ihre Inkompetenz. Obwohl sich der Schleier vor unseren Augen zerreißt, verstehen unsere Eliten die Situation nicht besser, als die kommunistische Partei der Sowjetunion die Folgen des Falls der Berliner Mauer im November 1989 verstand: die Auflösung der UdSSR im Dezember 1991 und dann die des Rates für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW; COMECON) und sechs Monate später, die des Warschauer Paktes und dann noch die Versuche, Russland selbst aufzulösen, das fast noch Tschetschenien verlieren sollte.
In ganz naher Zukunft werden wir identisch die Auflösung der Europäischen Union und dann die der NATO miterleben, und wenn sie nicht gut aufpassen, den Abbau der Vereinigten Staaten.

Welche Interessen hinter dem Brexit?

Im Gegensatz zur Prahlerei von Nigel Farage ist die UKIP nicht die Urheberin des Referendums, das sie gerade gewonnen hat. Diese Entscheidung wurde David Cameron von den Mitgliedern der konservativen Partei auferlegt.
Für sie muss die Londoner Politik eine pragmatische Anpassung an die Entwicklungen der Welt sein. Diese "Krämer-Nation", wie sie Napoleon genannt hat, erkennt, dass die Vereinigten Staaten nicht mehr die größte Volkswirtschaft, noch die erste militärische Macht der Welt sind. Also haben sie keinen Grund mehr, ihr privilegierter Partner zu sein.
So wie Margaret Thatcher nicht gezögert hatte, die britische Industrie zu zerstören, um ihr Land in ein globales Finanzzentrum zu verwandeln, in ähnlicher Weise haben diese Konservativen nicht gezögert, den Weg für die Unabhängigkeit von Schottland und Nordirland zu ebnen, und daher auf das Öl aus der Nordsee zu verzichten, um aus der City das erste offshore Finanzzentrum des Yuan zu machen.
Die Brexit-Kampagne wurde von der gentry und dem Buckingham Palace weithin unterstützt, die die Boulevardpresse mobilisiert haben, um zur Unabhängigkeit zurückzukehren.
Entgegen dem, was die europäische Presse sagt, wird der Austritt der Briten aus der EU nicht langsam vor sich gehen, weil die EU schneller zusammenbrechen wird als die nötige Zeit für die bürokratischen Verhandlungen über ihren Abgang. Die RGW-Staaten brauchten ihren Austritt nicht verhandeln, weil der RGW aufgehört hat zu funktionieren, als die zentrifugale Bewegung losging. Die Mitgliedstaaten der EU, die sich an Strohhalme klammern und darauf bestehen, zu retten, was von der Union übrigbleibt, werden ihre Anpassung an die neue Lage versäumen, mit dem Risiko ähnliche schmerzhafte Krämpfe zu erleben, wie die der ersten Jahre des neuen Russlands: riesiger Rückgang des Lebensstandards und der Lebenserwartung.
Für die Hunderttausend Beamten, Volksvertreter und europäischen Mitarbeiter, die ihre Arbeitsplätze unweigerlich verlieren werden und für die nationalen Eliten, die auch von diesem System abhängig sind, sollte man eine dringende Reform der Institutionen unternehmen um sie zu retten. Alle glauben fälschlicherweise, dass der Brexit eine Bresche schlägt, in die sich die Euroskeptiker stürzen werden. Der Brexit ist jedoch nur eine Reaktion auf den Niedergang der Vereinigten Staaten.
Das Pentagon, das den NATO-Gipfel in Warschau vorbereitet, hat auch nicht verstanden, dass es nicht mehr in der Lage ist, seinen Verbündeten aufzudrängen, ihren Verteidigungshaushalt zu entwickeln und seine militärischen Abenteuer zu unterstützen. Die Dominanz von Washington über den Rest der Welt ist zu Ende.
Wir kommen in eine andere Ära.

Was wird sich ändern?

Der Einsturz des sowjetischen Blocks war zuerst der Tod einer Weltanschauung. Die Sowjets und ihre Verbündeten wollten eine solidarische Gesellschaft bauen, in der man so viel wie möglich Öffentlich-rechtliches schafft. Sie bekamen eine riesige Bürokratie und nekrotische Führer.
Die Berliner Mauer wurde nicht durch Anti-Kommunisten niedergerissen, sondern durch eine Koalition der kommunistischen Jugend und der lutherischen Kirchen. Sie wollten die kommunistischen Ideale ohne die sowjetische Vormundschaft, die politische Polizei und Bürokratie wieder aufbauen. Sie wurden durch ihre Eliten verraten, die, nachdem sie den Interessen der Sowjets gedient hatten, mit ebenso viel Eifer, den der Amerikaner dienten. Die engagiertesten Wähler für den Brexit wollen zuerst ihre nationale Souveränität wieder erlangen und dann die west-europäischen Staats-und Regierungschefs, die sich nach der massiven Ablehnung der Europäischen Verfassung (2004-07) der Einführung des Lissabon-Vertrags schuldig gemacht haben, bestrafen. Auch sie könnten enttäuscht sein von dem was folgen wird.
Der Brexit markiert das Ende der ideologischen Vorherrschaft der Vereinigten Staaten, die der Demokratie auf die billige Tour von den "vier Freiheiten". In seiner Rede zur Lage der Union im Jahr 1941 hat Präsident Roosevelt sie definiert als (1) die Freiheit der Rede und Meinung, (2) eines jeden Freiheit, Gott zu ehren, wie er es für richtig hält, (3) die Freiheit von der Notwendigkeit, und (4) die Freiheit der Furcht [vor einer ausländischen Aggression]. Wenn die Engländer zu ihren Traditionen zurückkehren, werden die Kontinentaleuropäer die Fragen der französischen und der russischen Revolutionen über die Legitimität der Macht wiederentdecken, ihre Institutionen umstoßen, mit dem Risiko, dass der deutsch-französische Konflikt wieder auftaucht.
Der Brexit bedeutet auch das Ende der militärisch-wirtschaftlichen US-Vorherrschaft; die NATO und die EU sind die zwei Seiten derselben Münze, auch wenn die Konstruktion der Außen- und Sicherheitspolitik länger dauerte als die des Freihandels. Vor kurzem schrieb ich einen Bericht über diese Politik gegenüber Syrien. Ich testete alle internen Dokumente der EU, öffentliche und nicht öffentliche, bis ich zu dem Schluss kam, die sie, ohne Kenntnis der Realität des Landes aus den Notizen des deutschen Bundesministeriums für auswärtige Angelegenheiten geschrieben waren, welches selbst die Anweisungen aus dem US-Außenministerium übernommen hatte. Ich hatte ein paar Jahre vorher einen solchen Auftrag für einen anderen Staat ausgeführt und war zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen (außer, dass in diesem Fall der Vermittler nicht die deutsche Regierung, sondern die französische war).

Erste Folgen innerhalb der EU

Derzeit weisen die französischen Gewerkschaften den Gesetzentwurf über die Arbeit zurück, der von der Valls-Regierung auf der Grundlage eines Berichts aus der Europäischen Union geschrieben wurde, der sich selbst auf die Anweisungen des US-Außenministeriums stützt. Wenn die Mobilisierung der CGT den Franzosen erlaubt hat, die Rolle der EU in diesem Fall zu entdecken, haben sie jedoch immer noch nicht die EU – USA Artikulation begriffen. Sie haben verstanden, dass durch die Umkehrung der Normen d.h. die Platzierung der Firmen-Vereinbarungen über die Branche-Vereinbarungen, die Regierung die Vorrangstellung der Gesetze über den Vertrag in Wirklichkeit in Frage stellt, aber sie ignorieren die Strategie von Joseph Korbel und seiner zwei Kinder, seiner natürlichen Tochter, die Demokratin Madeleine Albright und seiner Adoptivtochter, die republikanische Condoleezza Rice. Professor Korbel versicherte, dass, um die Welt zu beherrschen, es genüge, dass Washington die internationalen Beziehungen in angelsächsischem Recht neu verfasse. In der Tat, wenn ein Vertrag über dem Gesetz steht, begünstigt das angelsächsische Recht langfristig die Reichen und Mächtigen im Vergleich zu den Armen und Bedürftigen
Es ist wahrscheinlich, dass die Franzosen, die Niederländer, die Dänen und noch andere versuchen werden, sich von der EU zu lösen. Sie müssen dazu ihrer herrschenden Klasse die Stirne bieten. Wenn die Dauer dieser Schlacht nicht vorhersehbar ist, ist das Ergebnis jedoch ohne Zweifel. Wie auch immer, in der Zeit des Umbruchs, die sich hier ankündigt, werden die französischen Arbeiter schwer manipulierbar sein, im Gegensatz zu ihren englischen, heute desorganisierten Kollegen.

Erste Konsequenzen für das Vereinigte Königreich

Premierminister David Cameron benutzte die kommenden Sommerferien, um seinen Rücktritt auf Oktober hinauszuschieben. Sein Nachfolger, im Prinzip Boris Johnson, kann daher den Wechsel vorbereiten, um ihn sofort nach seiner Ankunft in der Downing Street anzuwenden. Das Vereinigte Königreich wird nicht auf seinen endgültigen Ausstieg aus der EU warten, um seine eigene Politik zu führen. Beginnend mit seiner Abwendung von den Sanktionen, die gegen Russland und Syrien getroffen wurden.
Im Gegensatz zu dem, was die europäische Presse schreibt, ist die City of London von dem Brexit nicht unmittelbar betroffen. Ihrem ungewöhnlichen Status als unabhängiger Staat unter der Autorität der Krone zufolge, war sie nie ein Teil der Europäischen Union. Natürlich wird sie nicht länger Firmensitze bestimmter Unternehmen beherbergen können, die sich in die Union zurückziehen werden, aber sie wird die Souveränität von London verwenden können, um den Markt für den Yuan zu entwickeln. Bereits im April erhielt sie die erforderlichen Berechtigungen durch die Unterzeichnung einer Vereinbarung mit der Zentral-Bank von China. Darüber hinaus sollte sie ihre Aktivitäten als Steueroase für Europäer entwickeln.
Wenn der Brexit auch, in Erwartung von neuen Regeln, die britische Wirtschaft vorübergehend stören wird, ist es wahrscheinlich, dass das Vereinigte Königreich - oder zumindest England – sich schnell zu seinen Gunsten reorganisieren wird. Es bleibt offen, ob die Designer dieses Erdbebens die Weisheit haben werden, ihr Volk daran profitieren zu lassen: der Brexit ist eine Rückkehr zu nationalen Souveränität, er garantiert aber nicht die Souveränität des Volkes.
Die internationale Landschaft kann sich gemäß den Reaktionen, die folgen werden, auf sehr unterschiedliche Weise entwickeln. Selbst wenn das für manche Völker schief gehen sollte, ist es immer besser, an der Realität festzuhalten, wie es die Briten tun, anstatt in einem Traum zu beharren, bis er zerbricht.
Übersetzung
Horst Frohlich
 
 
 
 

The Brexit reshuffles world geopolitics

Samstag, 25. Juni 2016

Viel Lärm um nichts, oder der Exit vom Brexit .



Da haben also 17 Millionen Briten für den Austritt aus dem Moloch EU votiert. Unisono werden die Befürworter von den Einheitsmedien in die radikale Ecke bugsiert.
Man muss sich einmal vorstellen, mit welcher Dreistigkeit mehr als ein halbes Wahlvolk stigmatisiert wird, als „Gestrige“, „Zurückgebliebene“, „Unterpriveligierte“, „Ungebildete“,
„Zukurzgekommene“, „Rechtsradikale“ und Schlimmeres.

Wer nicht im Abwasser der Technokraten mitschwimmt, hat seine Wahrnehmbarkeit als Mensch verspielt, ist ein Feind Europas, der Globalisierung, des Fortschritts, ist „völkisch“, sehnt „die betuliche Welt“ der Vergangenheit herbei. Schlicht, passt absolut nicht in die „moderne“ Zeit, gehört, wenn man Frans Timmerman's Rede ernst nimmt, und das muss man ja wohl, auszuradiert, zusammen mit dem Staat, in dem er lebt. Punkt!

Nun werden sich die EU-Technokraten aber äusserst schwer damit tun, 17 Millionen Briten „auszuradieren“, jedenfalls nicht so schnell von heute auf morgen.
Was bleibt also zu tun?

Der Exit vom Brexit.
Man wird zu einer zweiten Abstimmung schreiten (wie beim Lissabonvertrag in Irland). Bei dieser zweiten Abstimmung wird das Verhältnis der Abstimmung umgekehrt sein, die Remainer werden die Mehrheit stellen. Neue Verhandlungen mit den Brüsseler Technokraten beginnen, der neue Verhandlungsführer wird einige vermeintliche Vorteile für Großbritanien herausschlagen, um sich dem Volk gegenüber als Führer/Macher/Wohltäter zu gerieren.

Es bleibt alles beim Alten, das ganze Lamento um den Austritt kann als Farce zu den Akten gelegt werden. Dieser Prozeß wird um so schneller vonstatten gehen, falls Boris Johnson der Nachfolger von David Cameron wird.

Ausser Spesen -die der Wahlochse bezahlt- nichts gewesen.




Europäer lieben ihr Europa,  nicht das bürgerfeindliche Konstrukt "EU".


Ergänzung am 26.06.2016




Und hier noch ein anderer, nicht uninteressanter Aspekt des Brexit:



Darüber nachzudenken ist nicht verkehrt.

Donnerstag, 23. Juni 2016

Alle palawern vom Brexit.

Sogar eine Umfrage bei t-online beschäftigt sich damit und man kann, man staune, abstimmen mit der unmaßgeblichen Meinung eines BRD Insassen.

Also, ich finde die Fragestellung schon mal falsch.
Denn gleichgültig, wie die Briten sich entscheiden, selbstverständlich bleibt das Land in Europa.
Wie auch nicht. Das Land kann sich seinen geographischen  Standort nicht aussuchen.

Dass sich die Briten ggf. gegen die EU Technokraten und ihre Quasi-Diktatur in Brüssel aussprechen, halte ich eher für unwahrscheinlich. Haben die EU-Technokraten doch alle Register gezogen, um das zu vermeiden, weil dieser Schritt Nachahmer im gequälten Europa finden könnte und sie damit arbeitslos werden könnten, und was für diese Leute noch viel schlimmer wäre, sie würden machtlos.

Auf dreiviertel des Weges umkehren zu einem Europa der Nationalstaaten, in denen die jeweiligen europäischen Nationen ihr eigenes Schicksal entscheiden, das geht gar nicht. Diese Klientel, die sich selbst für elitär hält, will den Europäern ihre Utopien aufdrängen. Und wehe dem Staat, der die Gefolgschaft verweigert!

Aber, die EU Technokraten, wie beispielsweise die Herren Juncker, Schulz oder Timmermans u.s.w. sind nicht Europa.

Europa, das sind die Menschen der einzelnen europäischen Staaten, die die Brüsseler EU-Technokraten in keiner Weise legitimiert haben, die Nationalstaaten abzuschaffen und zentralistisch, ausgerechnet von Brüssel aus, zu düpieren.

Die Vernichtung der nationalen Identität entspricht nicht dem europäischen Gedanken, wie er u.a. von dem großen Europäer Charles de Gaulle geäussert wurde.


We love Europe. But not the EU!

Freitag, 12. Februar 2016

"EX-Generalinspekteur Kujat   Russen haben Friedensprozess für Syrien erst ermöglicht".

Wegen seiner Expertise in militärischen Fragen ist die Einschätzung des früheren Generalinspekteurs der Bundeswehr, Harald Kujat, stets gefragt. Doch nun hat er mit einer Aussage zur Rolle Russlands im Syrien-Konflikt für Erstaunen gesorgt. "Die Russen haben mit ihrem militärischen Eingreifen den Friedensprozess erst ermöglicht", sagte er der "Passauer Neuen Presse".
Bis September 2015 habe in Syrien Stillstand geherrscht, so Kujat. "Weder die Amerikaner noch die Europäer hatten eine Strategie für ein friedliches Syrien und waren auch nicht bereit, sich massiv zu engagieren. Die Russen haben es gemacht und damit ein Fenster für eine politische Lösung aufgestoßen."
Seine Einschätzung traf Kujat anlässlich der jüngsten Verhandlungen der USA, Russlands und wichtiger Regionalmächte für eine Friedenslösung für Syrien. Dabei wurde in der Nacht auf Freitag in München ein wichtiger Fortschritt erzielt. So soll die Gewalt in Syrien sofort deutlich eingedämmt werden. Innerhalb einer Woche soll eine "Feuerpause" erzielt werden.

Menschenrechtler: Russland für Elend mitverantwortlich

Kujats Einschätzung ist umso erstaunlicher, weil der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein, erst tags zuvor die Offensive der syrischen Regierungstruppen und die Bombardements Russlands in Aleppo für die katastrophale humanitäre Lage in der schwer umkämpften

Es gibt sie noch. Menschen die sich morgens im Spiegel betrachten wollen, ohne auszuspucken. Vor sich selbst.

Ganz im Gegensatz zu dieser Wesenheit, von der wir in der deutschen Lügenpresse vernehmen: „Norbert Röttgen, wirft Russland "menschenverachtenden Zynismus" vor. „

Genausogut könnte man sagen: „Merkel tötet“ durch ihre Beteiligung am Krieg, sowohl in Afghanistan, als auch in Syrien, kurz, überall dort, wo sich deutsche Soldateska an Kriegshandlungen beteiligt.
Hieß es nicht, dass von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen darf ?

Welche bösartige Heuchelei, wenn man weiß, dass die Merkel BRD das Drehkreuz für den Einsatz widerrechtlicher Kriegshandlungen in nahezu aller Welt ist.

 
ISIS-IS -Hintergründe Interview M.F.Vogt mit Webster Tarpley, Ph.D.

Donbass und Aleppo: Der Tag der Enten

An manchen Tagen fliegen sie nicht weit, die Presseenten. Heute scheint so ein Tag zu sein.

Das erste Federvieh, das sich eher als flugunfähige Dronte erwies, war die gestrige Meldung, russische Flugzeuge hätten Aleppo bombardiert und dabei zwei Krankenhäuser getroffen. Quelle dieser Meldung war der Pressesprecher des Pentagon. Nun ist es ziemlich leicht, Journalisten, die sich inzwischen jede Frage nach Belegen abgewöhnt haben und Sprüche wie “können wir nicht zeigen, ist alles geheim” klaglos schlucken, an der Nase herum zu führen. Nur in diesem Fall hat sich das russische Verteidigungsministerium die Mühe gemacht, selbst zu kontern – mit der Bemerkung, es seien amerikanische Flugzeuge gewesen, die Aleppo bombardiert hätten. Und mit dem freundlichen Angebot, man könne ja gerne die Informationen über das, was die Amerikaner und ihre Verbündeten so treiben, in einer zweiten Pressekonferenz mitliefern:







Weiterführende Informationen:
Die LÜGE ist der HASS auf die WAHRHEIT und die LÜGENMEDIEN sind die HASSENDEN der WAHRHEIT.*

Syrien: Jetzt fliehen die Terroristen, die in Aleppo wüteten.....

"Deutschland und die Uno gegen Syrien." Von Thierry Meyssan

 

Samstag, 21. Februar 2015

"Amerikanische Nachrichten-Waffe gegen europäische Politiker". Was wissen die von Frau Merkel ?

Amerikanische Nachrichten-Waffe gegen europäische Politiker

......wenn sie nicht tun, was wir verlangen.......

Samstag, 29. November 2014

Die globalen Player wollen Krieg - Gnade uns Europäern Gott wenn sie es schaffen !


Russlands Verwundbarkeit für die EU-US-Sanktionen und das militärische Vordringen

Die Wiederherstellung der russischen Macht durch Wladimir Putin ist durch den von den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union geführten wirtschaftlichen Krieg gegen die Föderation gefährdet. Diese westliche Aggression, sagt Professor James Petras, wird Russland zwingen die Oligarchen, auf die es sich bisher verlassen hat, zu eliminieren, oder zu sterben.


Der US/EU gesponserte Coup in der Ukraine und ihre Verwandlung von einem stabilen russischen Handelspartner in einen verwüsteten EU-Partner und NATO- Raketen-Abschussrampe sowie die folgenden ökonomischen Sanktionen gegen Russland, weil es die russische ethnische Majorität im Donbas und der Krim unterstützte, illustrieren die Verwundbarkeit der russischen Ökonomie und des Staates.
Die gegenwärtige Anstrengung, Russlands nationale Sicherheit und ökonomische Lebensfähigkeit angesichts dieser Herausforderungen zu erhöhen, erfordert eine kritische Analyse der Politik und Strukturen, die in der post-Sowjet- Ära auftraten.

Plünderung als Privatisierung
Im vergangenen Viertel Jahrhundert wurden mehrere Billionen Dollar an öffentlichem Eigentum in jedem Sektor der russischen Ökonomie illegal übertragen oder gewaltsam von Gangster-Oligarchen an sich gerissen, die vermittels bewaffneter Gangs agierten, insbesondere beim ‘Übergang zum Kapitalismus’.
Von 1990 bis 1999 starben über 6 Millionen russische Bürger vorzeitig als Ergebnis des katastrophalen Kollapses der Ökonomie; die Lebenserwartung für Männer sank von 67 Jahren in der Sowjetära auf 55 Jahre in der Jetsin-Periode. Russlands BNP sank um 60 Prozent – historisch einmalig für ein Land, das sich nicht im Krieg befindet.
Nach Jeltsins gewaltsamer Machtergreifung und seiner Bombardierung des russischen Parlamentes ging das Regime daran, die Privatisierung der Ökonomie zu ‘prioritieren’, den Verkauf der Energie, Naturresourcen, Banken, Transport- und Kommunikation-Sektoren zu einem Zehntel oder weniger ihres wirklichen Wertes an Kumpane und ausländische Instanzen. Bewaffnete Gauner, organisiert von den aufstrebenden Oligarchen “vollendeten” das Programm der Privatisierung durch Angriffe, Mord und Bedrohung von Rivalen.
Hunderttausende ältere Pensionäre wurden aus ihren Wohnungen und Häusern geworfen durch böswilligen Landraub von gewalttätige Grundstück-Spekulanten. US und europäische akademische Finanzberater “berieten” rivalisierende Oligarchen und Regierungsminister über die “effizientesten” Markttechniken zur Plünderung der Ökonomie, wobei sie lukrative Gebühren und Kommissionen abschöpften – von Leuten mit guten Verbindungen wurden Vermögen gemacht.
Unterdessen kollabierte der Lebensstandard, verarmten zwei Drittel der russischen Haushalte, die Selbstmorde stiegen um das Vierfache und Tote durch Alkoholismus, Drogenabhängigkeit, AIDS und Geschlechtskrankheiten waren an der Tagesordnung. Syphilis und Tuberkulose erreichten epidemische Proportionen – Krankheiten, die in der Sowjetära unter voller Kontrolle waren, traten mit der Schließung von Kliniken und Krankenhäuser wieder auf.
Natürlich feierten die westlichen respektablen Medien die Plünderung Russlands als Übergang zu “freien Wahlen und eine freie Markwirtschaft”. Sie schrieben glühende Artikel, die die politische Macht und Vorherrschaft der Gangster-Oligarchen als Widerspiegelung einer aufstrebenden “liberalen Demokratie” beschrieben.
Der russische Staat wurde so aus einer globalen Supermacht in ein elendes Marionetten-Regime verwandelt, durchdrungen von westlichen Geheimdiensten und unfähig, seine Verträge und Abkommen mit westlichen Mächten zu handhaben und durchzusetzen. Die USA und die EU ersetzten sehr schnell den russischen Einfluss in Osteuropa und schnappten sich blitzartig ehemalige staatseigene Industrien, die Massenmedien und Finanzinstitutionen.
Kommunistische und linke und sogar nationalistische Beamte wurden entfernt und durch gefügige und dienerische ‘freie-Marktwirtschaft’ pro-NATO-Politiker ersetzt. Die USA und die EU verletzten jedes einzelne Abkommen, das von Gorbatschow und dem Westen unterzeichnet worden war: osteuropäische Regime wurden NATO- Mitglieder; Westdeutschland annektierte den Osten und Militärbasen wurden bis an Russlands Grenzen ausgedehnt. Pro-NATO “Gedankenschmieden” wurden eingerichtet und lieferten Informationen und anti-russische Propaganda.
Hunderte NGOs, finanziert von den USA, operierten innerhalb Russlands als Propaganda- und Organisations-Instrumente für “unterwürfige” neo-liberale Politiker. Im ehemaligen sowjetischen Kaukasus und Fernen Osten wurden vom Westen separatische sektiererische Bewegungen und bewaffnete Aufstände entfacht, besonders in Tschetschenien; die USA sponserten Diktatoren im Kaukasus und korrupte neoliberale Marionetten in Georgien. Der russische Staat war kolonisiert und sein angeblicher Herrscher, Boris Jeltsin, oft in betrunkener Stumpfheit, wurde gepuscht und manipuliert, um exekutive Genehmigungen zu erteilen … und den Staat und die Gesellschaft noch mehr zu zerfleddern.
Die Jeltsin-Dekade wird vom russischen Volk als eine Katastrophe gesehen und erinnert und von den US-EU, den russischen Oligarchen und ihren Anhängern als ein ‘Goldenes Zeitalter’ … der Plünderung. Für die riesige Mehrheit der Russen war es ein Dunkles Zeitalter, als die russische Wissenschaft und Kultur verheert wurden; Wissenschaftler, Künstler und Ingenieure der Weltklasse darbten an Hungerlöhnen und wurden zur Verzweiflung getrieben, zur Flucht und Armut.
Für die USA, die EU und die Oligarchen war es die Ära für “schnelles Geld”: ökonomische, kulturelle und intellektuelle Plünderung, Milliarden Dollar Vermögen, politische Straflosigkeit, ungezügelte Kriminalität und Unterwerfung unter westliche Diktate. Abkommen mit dem russischen Staat wurden gebrochen, bevor noch die Tinte trocken war.
Es war die Ära der unipolaren US-zentrierten Welt, der ‘Neuen Weltordnung’, in der Washington nationalistische Gegner und russische Alliierte straflos beeinflussen und invadieren konnte.
Die Goldene Ära unangefochtener Weltherrschaft wurde der westliche ‘Standard’ für die Beurteilung Russlands nach Jetsin. Jede heimische und internationale politische Maßnahme, die von Putin in den Jahren 2000 – 2014 ergriffen wurde, ist von Washington danach beurteilt worden, ob sie mit der Jeltsin-Dekade hemmungsloser Plünderung und Manipulation übereinstimmte oder abwich.

Die Putin-Ära: Staat und ökonomischer Wiederaufbau
und EU/US-Feindseligkeit
Präsident Putins erste und wichtigste Aufgabe war, Russlands Absturz in das Nichts aufzuhalten. Mit der Zeit erholte sich der Staat und die Ökonomie begann Ordnung und Legalität zu ähneln. Sie erholte sich und wuchs; Arbeit, Löhne, Lebensstandard und die Sterblichkeitsrate wurden besser. Handel, Investitionen und finanzielle Transaktionen mit dem Westen wurden normalisiert – reine Plünderung wurde strafrechtlich verfolgt.
Russlands Erholung wurde vom Westen mit Misstrauen beobachtet: Viele richtige Geschäftsleute und Multis hießen die Wiederherstellung von Recht und Ordnung und das Ende des Gangstertums willkommen; hingegen verurteilten die Politmacher in Washington und Brüssel und auch die Geier-Kapitalisten der Wallstreet und City von London schnell das, was sie als Putins ‘zunehmenden Autoritarismus’ und ‘Etatismus’ bezeichneten, als russische Behörden begannen, Oligarchen wegen Hinterziehung von Steuern und umfassender Geldwäscherei, Korrumpierung von Staatsbeamten und sogar Mord zu untersuchen.
Putins Aufstieg zur Macht fiel mit dem weltweiten Rohstoff-Boom zusammen. Der spektakuläre Anstieg der Preise für russisches Öl und Gas und Metalle (2003 -2013) erlaubte der russischen Industrie, in großem Tempo zu wachsen, wobei der russische Staat die Regulierung der Ökonomie verstärkte und seine Armee wiederherstellte. Putins Erfolg bei der Beendigung der unverschämtesten Formen der Plünderung der russischen Ökonomie und der Rückgewinnung der russischen Souveränität machte ihn bei der Wählerschaft beliebt: er wurde mehrmals mit robuster Majorität wiedergewählt.
Als Russland sich von der satellitenhaften Politik, dem Personal und den Praktiken der Jetsin-Jahre distanzierte, starteten die USA und die EU eine vielseitige politische Strategie zur Unterminierung von Präsident Putin und Wiedereinsetzung von gefügigen Jetsin-ähnlichen neo-liberalen Clowns. Russische NGOs, von US-Stiftungen finanziert, die als CIA-Fronten dienten, organisierten Massenproteste gegen gewählte Beamte.
Westgestützte ultra-liberale politische Parteien wetteiferten erfolglos um nationale und örtliche Ämter. Das US-finanzierte Carnegie Center, eine berüchtigte Propaganda-Schleuder, spuckte giftige Traktate aus, die Putins dämonische ‘autoritäre’ Politik, seine ‘Verfolgung’ von andersdenkenden Oligarchen und seine ‘Rückkehr’ zu einer ‘Kommando-Ökonomie sowjetischen Stils’ beschrieben.
Während der Westen versuchte, das ‘Goldene Zeitalter der Plünderung’ wiederherzustellen via interner politischer Surrogate, verfolgte er eine aggressive Außenpolitik, um russische Alliierte und Handelspartner zu eliminieren, vor allem im Nahen Osten. Die USA invadierten den Irak, ermordeten Saddam Hussein und die Führung der Baath-Partei, etablierten ein sektiererisches Marionettenregime, wodurch einer von Moskaus säkulär-nationalistischen Schlüsselalliierten beseitigt wurde.
Die USA verhängten Sanktionen über den Iran, ein großer lukrativer Handelspartner Russlands. Die USA und die EU unterstützte umfangreiche bewaffnete Aufstände, um Präsident Bashar al -Assad in Syrien zu stürzen, ein weiterer russischer Alliierter, um Russland eines freundlich gesinnten Hafens im Mittelmeer zu berauben. Die USA und die EU bombardierten Libyen, einen großen Öl- und Handelspartner Russlands (und Chinas) mit der Hoffnung, ein pro-westliches Regime einzusetzen.
Um Russland im Kaukasus und dem Schwarzen Meer in die Enge zu treiben, invadierte das US-gestützte georgische Regime 2008 das russische Protektorat Südossetien, wobei Mengen von russischen Friedenstruppen und hunderte Zivilisten getötet wurden; das wurde aber durch einen wütenden russischen Gegenangriff zurückgeschlagen.
2014 lief die westliche Offensive, jede Möglichkeit eines unabhängigen russischen Staates zu isolieren, zu umzingeln und am Ende zu unterminieren, zu höchster Form auf. Die US bezahlte den zivil-militärischen Coup zum Sturz des gewählten Regimes von Präsident Viktor Janukowitsch, der sich der EU-Annektion und NATO- Eingliederung widersetzte. Die USA erzwang ein Marionetten-Regime, das zutiefst feindlich gegenüber Russland und den ethnischen russisch-ukrainischen Bürgern im Südosten und der Krim ist.
Russische Opposition gegen den Coup und Hilfe für die pro-demokratischen Föderalisten im Südosten und der Krim dienten als Vorwand für westliche Sanktionen in der Absicht Russlands Öl-, Banken- und Produktionssektor zu unterminieren und so seine Ökonomie zu lähmen.
Die imperialen Strategen in Washington und Brüssel brachen alle früheren Abkommen mit Putin und versuchten, Putins Oligarchen-Verbündete gegen ihn aufzubringen durch die Drohung gegen deren Besitz im Westen (besonders gewaschene Bankkonten und Eigentum). Russische Staats-Ölgesellschaften, die Joint Ventures mit Chevron, Exxon und Total hatten, wurden plötzlich vom westlichen Kapital-Markt ausgeschlossen.
Die kumulative Auswirkung dieser jahrzehntelangen West-Offensive, die in der gegenwärtigen Welle ernsthafter Sanktionen gipfelte, sollte eine Rezession in Russland provozieren, um die Währung zu unterminieren (der Rubel fiel 2014 mit 23%), die Lebenshaltungskosten hochzutreiben und die Konsumenten zu treffen. Russische Industrien, die von ausländischer Ausrüstung und Ersatzteilen abhängig waren und Ölunternehmen, die von importierter Technologie zur Ausbeutung arktischer Reserven abhingen, sollten Pein leiden wegen ‘Putins Unnachgiebigkeit’.
Trotz der kurzfristigen Erfolge des US-EU-Krieges gegen Russlands Ökonomie blieb Putin extrem populär bei der russischen Wählerschaft mit Beliebtheitsquoten von über 80 %. Dies hat Putins pro-westliche Opposition in den Mülleimer der Geschichte geworfen. Nichtsdestoweniger hat die West-Sanktionspolitik und die aggressive politische NATO-militärische Einkreisung Russlands Anfälligkeit aufgezeigt.
 
Russlands Anfälligkeiten: Die Grenzen von Putins Wiederherstellung der russischen Souveränität
Nach der Plünderung durch den Westen und die russischen Oligarchen und die brutale Zersetzung der Gesellschaft verfolgte Putin eine komplexe Strategie.
Erstens versuchte er zwischen ‘politischen’ und ‘Wirtschafts’-Oligarchen zu unterscheiden. Zu letzteren gehörten jene, die bereit waren, mit der Regierung beim Wiederaufbau der Ökonomie zu kooperieren und bereit waren, ihre Aktivität auf die großzügigen Richtlinien von Putin zu beschränken. Sie behielten ihre ökonomische Macht und Profite, aber keine politische Macht, d. h. sie durften ihre zweifelhaft erworbenen Geschäftsimperien behalten.
Hingegen wurden jene Oligarchen, die nach politischer Macht strebten und die Politiker aus der Jeltsin-Ära finanzierten, auf’s Korn genommen. Einigen wurde ihr Besitz genommen und andere wurden wegen Verbrechen vor Gericht gestellt – die von Geldwäscherei bis Steuerhinterziehung, Schwindel und illegalen Transfer von Geldern ins Ausland und bis zu Mord- Aufträgen gegen ihre Rivalen reichten.
Das zweite Augenmerk von Putins anfänglicher politischen Strategie galt der Vertiefung der Kooperation mit westlichen Staaten und Ökonomien, aber auf Basis gegenseitigen statt einseitigen Markt-Austausches wie unter Jeltsin. Putin suchte eine größere politisch-militärische Integration mit den USA und der EU zu erreichen, um Russlands Grenzen und Einflusssphären zu sichern.
Zu diesem Zweck öffnete er russische Militärbasen und Nachschublinien für die US-EU-Armeen für ihre Invasion und Besatzung Afghanistans und war nicht gegen die EU-US-Sanktionen gegen den Iran. Putin duldete die US-Invasion und Besetzung des Irak, trotz Russlands langer ökonomischer Verbindungen mit Baghdad. Er schloss sich den fünf Mächten an, die die Palästina-Israel ‘Friedens’-Gespräche ‘überwachten’ und duldete auch Washingtons einseitige Hilfe für Israel. Er gab sogar grünes Licht für die Bombardierung Libyens, weil er naiv annahm, es würde eine begrenzte Angelegenheit sein – eine ‘humanitäre’ Intervention.
Das Ergebnis von Putins politischem und diplomatischem Einverständnis mit der militärischen Expansion Washingtons und der NATO war der Aufschwung des russischen Handels, Investitionen und Finanzen. Russische Firmen nahmen Darlehen auf dem westlichen Kapitalmarkt auf; ausländische Investoren zog es zum russischen Aktienmarkt und Multis bildeten joint ventures. Große Öl- und Gasunternehmen blühten.
Die russische Ökonomie erholte sich und der Lebensstandard erreichte das Niveau der Sowjetära. Konsumausgaben stiegen und die Arbeitslosigkeit sank von zweistelliger auf eine einstellige Zahl. Gehälter und ausstehende Löhne wurden gezahlt, Forschungszentren, Universitäten, Schulen und Kultur-Institutionen begannen sich zu erholen.
Die dritte Komponente von Putins Strategie war die Staats-Erholung (die Re- Nationalisierung) des strategischen Öl- und Gassektors. Durch direkte Erwerbung oder Aufkauf, durch finanzielle Revisionen und Konfiskation von Besitz der Gangster-Oligarchen war die staatliche Übernahme von Öl und Gas erfolgreich.
Diese re-nationalisierten Sektoren bildeten joint ventures mit westlichen Ölgiganten und führten die russischen Exporte in eine Periode von starker Energie-Nachfrage. Durch den Anstieg der Ölpreise in der Putin-Dekade erlebte Russland ein konsum-getriebenen Import-Boom – von landwirtschaftlichen Produkten bis hin zu Luxus-Schmuck und -Autos … Putin konsolidierte seine Wähler-Unterstützung und vertiefte die ‘Integration’ mit dem westlichen Markt.

Putins Expansion und Wachstums-Strategie war ausschließlich westwärts gerichtet und nicht nach Osten Richtung Asien/China oder Südamerika
Mit diesem Fokus auf den Westen begann Putins taktischer Anfangs-Erfolg Russlands strategische Verwundbarkeiten offenzulegen. Die ersten Zeichen wurden durch die Westhilfe für die anti-Putin-Kampagne der korrupten Oligarchen und die Medien-Dämonisierung von Russlands Justizsystem, das die Gangster-Oligarchen wie Michael Khodorkovsky anklagte und verurteilte, offenbar.
Das zweite Zeichen war die westliche finanzielle und politische Hilfe für die Neo-Liberalen der Jeltsin-Ära, die gegen Putins Vereinigte Russische Partei und ihre Kandidaten antraten … Es wurde klar, dass Putins Bemühen, die russische Souveränität wiederherzustellen mit den West-Plänen kollidierte, Russland als Vassallenstaat zu behalten. Der Westen spielte die ungehemmte Plünderung und Vorherrschaft der Jeltsin-Ära gegen Putins Ära eines unabhängigen und dynamischen Russland aus, indem er ständig den Präsidenten mit der Sowjeunion und dem KGB in Verbindung brachte.
2010 ermunterte die USA ihre Marionette, Präsident Saakaschwili von Georgien dazu, Russlands Protektorat in Südossetien zu invadieren.
Das war das erste deutliche Anzeichen, dass Putins Gefälligkeit gegenüber dem Westen kontra-produktiv war. Russlands Staatsgrenzen, seine Alliierten und Einflusssphären wurden angegriffen. Die USA und die EU verurteilten Russlands defensive Antwort, selbst nachdem Moskau seine Truppen aus Georgien nach einer ordentlichen Tracht Prügel zurückgezogen hatte.
Georgien war eine militärische Generalprobe; eine von mehreren geplanten und finanzierten Coups – manche ‘Farbenrevolution’ oder ‘humanitäre Intervention’ getauft. Jugoslawien auf dem Balkan wurde durch die NATO-Bombardierung aufgeteilt und die Ukraine erlebte mehrere ‘Farben’-Aufstände bis zum gegenwärtigen blutigen ‘Bürgerkrieg’. Washington und Brüssel interpretierten Putins Serie von versöhnlichen Maßnahmen als Schwäche und fühlten sich frei, näher an Russlands Grenze zu rücken und Russland-freundliche Regime zu stürzen.
In der Mitte des zweiten Jahrzehnts des neuen Jahrhunderts trafen die USA und die EU die große strategische Entscheidung, Russlands Sicherheit und ökonomische Souveränität aufzuweichen: Kontrolle über die Ukraine gewinnen, Russland aus der Krim-Militärbasis am Schwarzen Meer zu werfen und die Ukraine in einen vorgeschobenen NATO-Vorposten zu verwandeln und die ökonomischen Verbindungen der Ostukraine mit Russland zu kappen – besonders den russischen Markt für strategische ukrainische Waffen.
Der Coup wurde vom Westen finanziert und extremrechte und neo-Nazi-Gangs lieferten die Sturmtruppen. Die Kiew-Junta organisierte einen Eroberungskrieg gegen die anti-coup, pro-demokratischen Kräfte in der südöstlichen Donbas-Region mit ihrer ethnischen und russisch-sprachigen Majorität und starken industriellen Bindungen an Russland.
Als Putin endlich die deutliche Gefahr für Russlands nationale Sicherheit erkannte, antwortete seine Regierung mit der Annektierung [ein falscher Begriff – es muss heißen ein freiwillig gewünschter und akzeptierter Anschluss. D.Ü.] nach einem Referendum und begann Rückzugs- und Nachschublinien für die bedrängten anti-Kiew-Kräfte in der Ostukraine zu liefern. Der Westen nutzte die Verwundbarkeit der russischen Ökonomie aus, die sich aus Putins Entwicklungsmodell ergaben und führte weitreichende ökonomische Sanktionen ein zum Schaden von Russlands Ökonomie.

Westliche Sanktionen, russische Schwäche: Überdenken von Putins strategischem Herangehen
Der westliche aggressive Militarismus und die Sanktionen offenbarten mehrere kritische Verwundbarkeiten von Putins ökonomischer und politischer Strategie.
Dazu gehören:
- 1. seine Abhängigkeit von west-orientierten ‘ökonomischen Oligarchen’, um seine Strategie russischen ökonomischen Wachstums zu befördern;
- 2. seine Akzeptanz der meisten Privatisierungen der Jeltsin-Ära;
- 3. seine Entscheidung, auf den Handel mit dem Westen zu setzen und den China-Markt zu ignorieren;
- 4. sein Setzen auf eine Öl- und Gas-Export-Strategie statt der Entwicklung einer breit gefächerten Industrie;
- 5. seine Abhängigkeit von seinen alliierten Raubritter-Oligarchen ohne Erfahrung in der Entwicklung von Industrien, ohne echte Finanzkenntnisse, dürftige technologische Expertise und ohne Marketing-Konzept, um den wichtigsten Produktionssektor wiederherzustellen und zu leiten.
Im Gegensatz zu den chinesischen, sind die russischen Oligarchen völlig abhängig von westlichen Märkten, Finanzen und Technologien und haben wenig getan, heimische Märkte zu entwickeln, Selbst-Finanzierung durchzuführen und ihre Profite erneut zu investieren oder die Produktivität mit russischer Technologie und Forschung zu verbessern.
Angesichts der West-Sanktionen sind Putins führende Oligarchen-Verbündete das schwächste Glied bei der Formulierung einer effektiven Antwwort. Sie üben Druck auf Putin aus, Washington nachzugeben und betteln bei westlichen Banken, ihren Besitz und ihre Konten von den Sanktionen auszunehmen. Sie wollen verzweifelt ihren Besitz in London und New York schützen. Mit einem Wort wünschen sie verzweifelt, dass Putin die Freiheitskämpfer im Südosten der Ukraine aufgibt und einen Deal mit der Kiewer Junta macht.
Dies wirft ein Licht auf den Widerspruch in der Strategie von Putin, mit den ‘ökonomischen’ Oligarchen zu arbeiten, die zustimmten, Putin in Russland nicht anzugreifen, aber ihren massiven Reichtum auf westliche Banken transferierten, in Luxus-Grundstücke in London, Paris und Manhattan investierten und Loyalitäten außerhalb von Russland schufen. Sie sind in der Tat eng verbunden mit Russlands aktuellen politischen Feinden. Putins taktischer Erfolg, die Oligarchen vor sein Wachstums-Projekt durch Stabilität zu schirren, hat sich in eine strategische Schwäche bei der Verteidigung des Landes vor lähmenden ökonomischen Vergeltungen verwandelt.
Putins Akzeptanz der Jeltsin-Privatisierungen lieferte eine kurzfristige Stabilität, aber führte zu einer massiven Flucht von Privatkapital ins Ausland statt im Land zu bleiben und in Projekte investiert zu werden, um größere Selbstversorgung zu gewinnen. Heute ist die Fähigkeit der russischen Regierung, ihre Ökonomie in eine Wachstums-Maschine zu mobilisieren und zu verwandeln und dem imperialen Druck zu widerstehen viel schwächer, als wenn die Ökonomie unter größerer staatlicher Kontrolle gewesen wäre.
Putin wird es schwer haben, die Privatbesitzer großer Industrien zu überzeugen, Opfer zu bringen – sie sind zu sehr daran gewöhnt, Vergünstigungen, Subventionen und Regierungs-Kontrakte zu erhalten. Außerdem, da ihre finanziellen Partner im Westen Druck machen auf Rückzahlung von Darlehen und neue Kredite verweigern, drohen die privaten Eliten, Bankrott zu erklären oder die Produktion zu senken und Arbeiter zu entlassen.
Die wachsende Flut westlichen militärischen Vordringens zu den russischen Grenzen, die Kette gebrochener Versprechen in Bezug auf die Einbeziehung Osteuropas in die NATO und die Bombardierung und Zerstörung Jugoslawiens in den 1990er Jahren hätten Putin zeigen müssen, dass keine noch so große Menge an einseitigen Konzessionen die Akzeptanz durch den Westen als bona fide ‘Partner’ zu erlangen, ausreichen würde. Brüssel und Washington blieben unerbittlich bei ihrer Strategie der Einkreisung Russlands und seiner Erhaltung als Klient.
Statt sich westwärts zu wenden und Hilfe für US/NATO-Kriege anzubieten, wäre Russland in einer weit besseren Position gewesen, den Sanktionen und gegenwärtigen militärischen Drohungen zu widerstehen, wenn es diversifiziert hätte und seine Wirtschaft und Märkte nach Asien, ausgerichtet hätte, insbesondere China mit seinem dynamischen ökonomischen Wachstum und wachsenden Inlandsmarkt, Investitionskapazität und zunehmender technischer Expertise.
Es ist klar, dass Chinas Außenpolitik nicht von Kriegen und Invasionen seiner Alliierten begleitet war. Zwar hat sich Russland jetzt für zunehmende ökonomische Verbindungen mit Asien entschieden, aber ein große Menge Zeit und Raum ist verlorengegangen in den vergangenen 15 Jahren. Es wird ein weiteres Jahrzehnt erfordern, um seine Wirtschaft neu zu orientieren, während seine großen Industrien immer noch von mittelmäßigen Oligarchen und Kleptokraten und Überbleibseln aus der Jetsin-Periode kontrolliert werden.
Durch die Schließung der westlichen Märkte musste sich Putin nach China, andere asiatische Länder und Lateinamerika ausrichten, um neue Märkte und ökonomische Partner zu finden. Aber seine Wachstums-Strategie hängt immer noch von Öl- und Gasexporten ab und die meisten der privaten ‘Geschäftsführer’ sind keine wirklichen Unternehmer, die in der Lage sind, neue wettbewerbsfähige Produkte zu entwickeln, russische Technologie und Knowhow einzusetzen und profitable Märkte zu finden.
Diese Generation von ‘Geschäftsführern’ hat nicht ihre Imperien oder Konglomerate von ‘Grund auf’ errichtet – sie haben ihren Besitz vom öffentlichen Sektor geraubt und vermehrten ihn durch staatliche Kontrakte und Protektion. Moskau fordert sie jetzt auf, neue alternative Märkte in Übersee zu finden, zu erneuern, in Wettbewerb zu treten und ihre Abhängigkeit von deutschen Maschinen zu ersetzen.
Die Mehrzahl derer, die die russische industrielle Kapitalistenklasse darstellen, sind eher Coupon-Schneider und Kumpane – am Westen orientiert. Ihre Herkunft sind die Gangster und Warlord-Kreise, die früher ihre Rivalen bei den öffentlichen Geschenken in den 1990-er Jahren unter Druck setzten. Nach der Konsolidierung ihrer Wirtschafts-Imperien versuchten sie, Respektabilität zu gewinnen, heuerten Werbeagenturen an, um ihre Image aufzuputzen, und Wirtschaftsberater, um sie bei Investitionen zu beraten, aber sie zeigten nie eine Fähigheit, ihre Firmen wettbewerbsfähig zu machen. Stattdessen blieben sie voll abhängig von Kapital, Technologie und Vermittlungsimporten aus dem Westen und Subventionen von der Putin-Verwaltung.
Die sogenannten russischen ‘Kapitalisten’-Rentiers stehen in scharfem Widerspruch zu den dynamischen chinesischen öffentlichen und privaten Unternehmern, die aus dem Ausland von den USA, Japan, Taiwan und Deutschland Technologie entlehnten, anpassten und verbesserten und höchst wettbewerbsfähige Produkte erzeugen. Als die US-EU-Sanktionen in Kraft traten, war die russische Industrie unvorbereitet, mit heimischer Produktion einzuspringen und Präsident Putin musste Handels- und Import-Abkommen mit China und anderen Ländern treffen.
Der größte strategische Mangel an Putins ökonomischer Strategie war seine Entscheidung, sich auf Öl- und Gas Exporte in den Westen als ‘Wachstums-Maschine’ zu konzentrieren. Daraus resultierte Russlands Abhängigkeit von hohen Importpreisen und westlichen Märkten. Dies im Hinterkopf nutzten die USA und die EU Russlands Verwundbarkeit gründlich aus beim Weltpreis für Energie und seiner Abhängigkeit von westlicher Ölförderungs-Technologie, Ausrüstung und joint ventures.
Putins Politik baute auf eine Vision einer ökonomischen Integration mit dem Westen zusammen mit größerer Kooperation und politischer Verbindung zu den NATO- Mächten. Diese Annahmen haben sich durch den Gang der Ereignisse als falsch erwiesen:
Die US und EU Kooperation war taktisch und nur möglich durch asymmetrische, eigentlich einseitige Konzessionen von Russland – insbesondere seine Bereitschaft, die traditionelle Alliierten auf dem Balkan, dem Nahen Osten, Nordafrika und besonders im Kaukasus zu opfern. Sobald Russland begann, seine eigenen Interessen zu wahren, wurde der Westen feindselig und aggressiv.
Seit Russland gegen das Coup-Regime in Kiew war, wurde das Ziel des Westen der Sturz von Putins Russland. Die anhaltende Offensive des Westens gegen Russland ist nicht eine vorübergehende Phase: sie ist der Beginn einer langwierigen, intensiven ökonomischen und politischen Konfrontation.
Auch wenn Russland verwundbar ist, ist es doch nicht ohne Resourcen und Fähigkeit zum Widerstand, zur Verteidigung seiner nationalen Sicherheit und dem Fortschritt seiner Ökonomie.

Schlussfolgerung: Was ist zu tun?
Zuallererst muss Russland seine Ökonomie diversifizieren, es muss seine Rohmaterialien industrialisieren und stark in die Ersetzung westlicher Importe mit heimischen Produkten investieren. Zwar ist der Schwenk zum Handel mit China ein positiver Schritt, aber es darf das alte Muster wiederholt werden, Öl und Gas für Fertigprodukte zu tauschen.
Zweitens muss Russland seine Banken, Auslandshandel und strategischen Industrien re-nationalisieren sowie die zweifelhaften politischen und ökonomischen Loyalitäten und das Rentier-Verhalten der gegenwärtigen disfunktionalen privaten ‘Kapitalisten’-Klasse beenden. Die Putin-Verwaltung muss von Oligarchen zu Technokraten übergehen, von Rentiers zu Unternehmern, von Spekulanten, die in Russland verdienen und im Westen investieren, zur Arbeiter-Beteiligung – mit einem Wort, es muss den nationalen, öffentlichen und produktiven Charakter seiner Ökonomie vertiefen.
Es reicht nicht zu behaupten, dass Oligarchen, die in Russland bleiben und Putin Loyalität erweisen, legitime ökonomische Akteure sind. Sie haben im allgemeinen aus Russland desinvestiert, ihren Reichtum ins Ausland geschafft und haben unter Druck westlicher Sanktionen die legitime Staatsautorität in Frage gestellt.
Russland braucht eine neue ökonomische und politische Revolution, bei der die Regierung den Westen als imperiale Bedrohung erkennt und bei der man sich auf die organisierte russische Arbeiterklasse stützt und nicht auf zweifelhafte Oligarchen. Die Putin-Verwaltung hat Russland vom Abgrund zurückgerissen und hat unter den Russen Würde und Selbst-Respekt zuhause und im Ausland wiederhergestellt, indem es sich gegen westliche Aggression in der Ukraine wehrte.
Von hier aus muss Präsident Putin weiter vorwärtsschreiten und den gesamten Jeltsin-Diebsstaat und -wirtschaft beseitigen, muss reindustrialisieren, diversifizieren und seine eigen High Technology für eine diversifizierte Ökonomie entwickeln.
Und vor allem muss Russland neue demokratische, populäre Formen der Demokratie schaffen, um den Übergang zu einem sicheren, anti-imperialistischen und souveränen Staat zu sichern. Präsident Putin hat Rückhalt bei der großen Mehrheit des russischen Volkes; er hat wissenschaftliche und professionelle Kader; er hat Alliierte in China und unter den BRICS-Ländern; und er hat den Willen und die Macht, das “Rechte zu tun”.
Die Frage ist, ob Putin bei dieser historischen Mission Erfolg haben wird oder ob er aus Furcht oder Unschlüssigkeit vor den Drohungen eines gefährlichen und zerfallenden Westens kapituliert.
Übersetzung : http://einarschlereth.blogspot.de
James Petras
James Petras Professor Emeritus in Soziologie an der Universität Binghamton de New York. Letztes veröffentlichte Werk : The Arab Revolt and the Imperialist Counter Attack, (Clarity Press, 2011).
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