Wer auch immer die Täter waren, sie sind zu dämlich deutsch zu schreiben. Dafür plazierten sie medienwirksam Hakenkreuze zu ihren Schmierereien.
VORRA – Großalarm für nahezu alle Feuerwehren des
Altlandkreises Hersbruck beim Brand in den bezugsfertigen
Asylbewerberunterkünften an der Vorraer Haupt- bzw. Hirschbacher
Straße.
Gegen 22.45 Uhr am gestrigen Donnerstag wurde zunächst ein
Dachstuhlbrand im ehemaligen „Gasthof zur goldenen Krone“
gemeldet. Beim Eintreffen der ersten Wehren standen nicht nur
mehrere Stockwerke des Gebäudes an der Hirschbacher Straße in
hellen Flammen, fast zeitgleich brannte es auch im dazugehörigen
Wirtschaftsgebäude sowie im Wohnhaus an der Hauptstraße.
Alle drei Gebäude waren in monatelanger Arbeit vom Eigentümer,
der Kaufmann GmbH und Co. aus Nürnberg, grundlegend saniert und für
ein Asylbewerberwohnheim hergerichtet worden. Wie von Seiten des
Eigentümers bzw. des Architekten zu erfahren war, sollten in der
kommenden Woche die ersten Asylsuchenden in den neuen Räumen
untergebracht werden.
Die ebenfalls verständigten
Bauverantwortlichen, neben Rudolf Kaufmann auch Architekt Horst
Peller und Hausplaner Bilent Atilkan, zeigten sich angesichts der
Zerstörungen durch Feuer und Wasser erschüttert. Der Brand sei für
sie menschlich und geschäftlich eine Katastrophe, sei man doch kurz
vor dem Bezug der Gebäude gestanden.
Wie es scheint, waren mehrere Firmen
mit der Sanierung der ehemaligen Gaststätte „zur goldenen Krone“
beschäftigt.
So schreibt die Süddeutsche Zeitung:
Der Gasthof steht seit mehr als 15
Jahren leer, seit etwa einem Jahr wurde er zur Unterkunft für
Flüchtlinge umgebaut. Ebenso wie ein leer stehendes Wohnhaus gleich
nebenan und eine Scheune.
Und weiter:
Es hätte eine Einrichtung der
Bezirksregierung von Mittelfranken werden sollen, 32 Zimmer für 70,
vielleicht 80 Asylbewerber. Man war schon weit gediehen, eigentlich
hätte die Einrichtung schon eröffnet werden sollen. Die Fassaden
waren schon fertig, auch die Zimmer, neue Böden, neue sanitäre
Einrichtungen. Kürzlich war die Abnahme für den Brandschutz und
einen Tag der offenen Tür hatte die Regierung auch schon
ausgerichtet. Der wurde toll angenommen, erzählen sie in
dem 1000-Einwohner-Ort.
Auch Mustafe Bajrami ist erschüttert
von der Tat. Mit seiner Baufirma hat er die Gebäude renoviert.
Immer wieder war er während der Bauarbeiten in dem kleinen Ort
Vorra. Fremdenfeindlichkeit habe er hier nie erlebt, berichtet er. Im
Gegenteil, überall sei er freundlich behandelt worden.
Auch Landrat Armin Kroder von den
Freien Wählern ist fassungslos. Den Landkreis habe der
Brandanschlag "wie ein Schlag aus dem Nichts" getroffen.
Natürlich, in der oberfränkischen Idylle, in Gräfenberg, sind
vor einigen Jahren einmal im Monat rechtsextreme Glatzköpfe
aufmarschiert. Aber im Nürnberger Land sind die braunen
Kameradschaften kaum vertreten. Im Städtchen Hersbruck, etwa 15
Kilometer entfernt von Vorra, haben sie im Sommer mal versucht, die
Leute gegen Ausländer aufzuhetzen. Es marschierten dann aber nur
etwa 30 Personen, "die ganze Veranstaltung lief völlig in die
Leere", sagt Gerhard Hertlein, der beim Landkreis für die
öffentliche Sicherheit zuständig ist
Noch bevor der Staatsschutz
Ergebnisse seiner Ermittlungen vorlegen kann, hat man sich auf einen
Täterkreis festgelegt, obwohl jeder, der einem anderen schaden will,
am Tatort Hakenkreuze hinterlassen kann, um die Tat einer bestimmten
Klientel zuzuordnen.
Wurden nicht an mehreren
Brandstätten, hier sei an den Brand in Ludwigshafen erinnert,
Es ist vielmehr eine Schande, dass
gewisse Geschäftemacher mit in ihrem Besitz befindlichen Bruchbuden
heute in der Lage sind, diesen mit möglicherweise billigen und
staatsgesponserten KfW Krediten, eine Verkaufs/Vermietungslackierung zu verpassen, um dann eine Wuchermiete für die Abrissbuden
herauszuschlagen.
Man darf sich fragen, wozu die Eigentümerin, die Kaufmann GmbH + Co. KG aus Nürnberg den Architekten, Herrn Peller, beschäftigt, und dann die Hausplanung durch Bilent Atilkan erfolgt.
Dem Staatsschutz und nicht nur dem sollte man anraten, entsprechend zu ermitteln und die Ergebnisse so wirksam zu publizieren, wie die Brandstiftung.