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Samstag, 17. Juni 2017

Frau Merkel interessierte seit ihrem Aufstieg in der BRD CDU nur eines: Ihre eigene „Karriere“ und dabei ging sie sehr planvoll vor.

Ihre salbungsvollen Worte zum Tod von Helmut Kohl....geschenkt. 
Nicht mehr als Worthülsen, der „political correctness“ und der damit so häufig verbundenen Negierung von Fakten in dieser BRD geschuldet.

Schauen wir uns den systematischen Aufstieg des Nobody's aus der kommunistischen DDR in der CDU einmal an:

Die ZEIT schrieb dazu:

 Aufstand gegen Kohl: Ein Jahrzehnt Merkel-Putsch . Als der Aufstieg einer Außenseiterin begann: Vor zehn Jahren emanzipierte sich Angela Merkel via FAZ von Helmut Kohl - ein kalkulierter Affront. Ohne diesen Artikel wäre Angela Merkel vermutlich nicht Parteichefin der CDU geworden – und somit wohl auch nicht Kanzlerin. Ihr Gastbeitrag, publiziert am 22. Dezember 1999 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung , war ein klarer, mutiger Aufruf zur Trennung von Helmut Kohl .
Der Artikel und seine Vorgeschichte .  Helmut Kohl hat "der Partei Schaden zugefügt", schrieb Merkel damals. Es sei nicht hinnehmbar, dass er "in einem rechtswidrigen Vorgang" sein Wort "über Recht und Gesetz" stelle. Für die CDU bedeute das, dass man sich von Kohl lösen müsse. "Nur auf einem wahren Fundament kann Zukunft entstehen". Die Partei müsse nun "laufen lernen, sich zutrauen, in Zukunft auch ohne (...) Helmut Kohl (...) den Kampf mit dem politischen Gegner aufnehmen".
Die Worte „rechtswidriger Vorgang“ und er, Kohl, stelle sein Wort „über Recht und Gesetz“

klingen aus heutiger Sicht und unter Berücksichtigung der Eigenmächtigkeit von Frau Merkel angesichts der „Flüchtlingsfrage“ wie Hohn.

Müsste sich Frau Merkel verantworten und nähme sie ihre eigenen damaligen Worte „Nur auf einem wahren Fundament kann Zukunft entstehen“ ernst, müsste sich wenigstens Ihre Partei, die CDU, von Frau Merkel distanzieren.

Merkel war also die „Königsmöderin“ und die CDU Mitglieder, die sich vor Helmut Kohl stellten,
wurden alle nach ihrer „Machtergreifung“, wenn man das Wort der ZEIT vom „Putsch“ weiterführt,
mit Bravour und Grandezza entmachtet.

Dass Frau Merkel aufgrund der Verquickung von Wolfgang Schäuble in eine weitere Spendenaffaire
an die Spitze der CDU gelangte, ist bekannt.

Aber damit war sie noch nicht am Ziel ihrer Wünsche angekommen.

Was bei Kohl so phantastisch funktioniert hatte, wendete sie einige Jahre später erneut an.

Frau Merkel fiel dem damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder SPD in den Rücken, in dem sie einen namentlichen Beitrag in der Washington Post veröffentlichte.

Der SPIEGEL  schrieb damals:

Merkels Bückling vor Bush Angela Merkel hat für einen handfesten Eklat gesorgt: In einem Beitrag für die "Washington Post" stimmte die CDU-Chefin in den Kriegsgesang der US-Regierung ein, wetterte gegen die Bundesregierung - und brach damit nach Ansicht der SPD eine Tradition deutscher Politik. …..Mit dem Angriff auf die Bundesregierung aber ließ es Merkel nicht bewenden. Die Gefahr durch den Irak sei nicht fiktiv, sondern real, schrieb die Vorsitzende von CDU und Unionsfraktion. Europa müsse seiner Verantwortung gerecht werden, indem es mit den USA zusammenarbeite. Worin die Gefahr für die USA und insbesondere für Deutschland konkret bestehe, mochte sie allerdings nicht verraten. ….. 


Und die Frankfurter Allgemeine notierte am 20.02.2003

Krise am Golf . Merkel attackiert Schröder in amerikanischer Zeitung . Kurz vor ihrem USA-Besuch hat sich CDU-Chefin Angela Merkel klar von der Irak-Politik der Bundesregierung abgegrenzt. „Schröder spricht nicht für alle Deutschen“, schrieb Merkel in einem Beitrag für die „Washington Post“. ….Im Vorfeld ihres Besuchs in den Vereinigten Staaten hat CDU-Chefin Angela Merkel den Irak-Kurs von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) in einer amerikanischen Zeitung scharf angegriffen. In einem am Donnerstag veröffentlichten Beitrag für die „Washington Post“ kritisierte sie besonders Schröders strikte Absage an den Einsatz von Gewalt gegen den irakischen Machthaber Saddam Hussein. ….

Merkel hat für ihren Aufstieg und ihre Karriere zielbewusst  alle Knöpfe betätigt.
Im Mai 2005 war Merkel in Rottach Egern bei der „Elitengemeinschaft“ , im Juli 2005 kam das Misstrauensvotum gegen den amtierenden Bundeskanzler Schröder und im November 2005 wurde Merkel sehr knapp Kanzlerin der BRD.

Interessante Aspekte des unaufhaltsamen Aufstiegs von Frau Merkel und wie sie innerhalb von 14 Monaten von einer verantwortlichen Person für kommunistische Propaganda bei der DDR-Jugend zur christdemokratischen Ministerin für Jugend in der Bundesrepublik gewandelt hat, finden sie hier 

Eine Opportunistin besonderer Prägung.
Auf was muss Deutschland und die europäischen Staaten einschliesslich die USA gefasst sein, wenn Frau Merkel eine weitere Legislaturperiode an der Macht bleibt, wenn sie selbst erläutert, „dass man nach den Wahlen nicht davon ausgehen kann, dass das auch
passiert, was vor den Wahlen versprochen wurde“ oder etwa wenn sie sagt, "Die Deutschen haben keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit." oder auch am „Freitag, 13. November 2009 : "Die Nationalstaaten müssen Kompetenzen an multinationale Organisationen abgeben" und damit scheint sie u.a. explizit die EU zu meinen. 
Dass sich viele europäische Staaten einer Bevormundung durch Frau Merkel widersetzen, ist  klar erkennbar und auch sehr verständlich. 

 

 

Freitag, 3. Februar 2017

Und der SPD Genosse Steinmeier wird jetzt BRD Präsident...





Kann er singen, der Frank Walter Steinmeier?
Im Duett mit dem türkischen Rapper Muhabbet?

Das Lied zeigt sich mit Versen wie „Deutschland, warum verschließt du dich? Deutschland, leg deine Karten auf den Tisch! Wer will kann nach dem Lied suchen.

Und dabei sang der neue Bundespräsident Frank Walter Steinmeier so melodiös mit. 
 https://de.wikipedia.org/wiki/Deutschland_(Muhabbet-Lied)

Das sind die fraglichen Texte von Muhabbet 

Rufen wir uns in Erinnerung, dass Frank Walter Steinmeier den neuen amerikanischen Präsidenten als "Hassprediger" bezeichnet hat.
Frank Walter Steinmeier hat, wie man ohne Zweifel aus den Texten entnehmen kann, mit einem Hassprediger im Duett gesungen. Ist das jetzt Heuchelei? Und was dürfen wir von Frank Walter Steinmeier, wenn er erst Bundespräsident ist, von ihm erwarten?

Nach diesen Herren nun Herr Steinmeier.

Horst Köhler - eine Karriere
Christian Wullf und sein subventionierter Freund Ali Memari Fard.
Joachim Gauck, 73, ein Bundespräsident der BRD.

Die Crème de la Crème in der BRD.

Dienstag, 1. Juni 2010

Loyalität unter den "Eliten" und für Horst Köhler -Fehlanzeige!

Der „Rücktritt“ von Horst Köhler und das Presseecho der sogenannten Qualitätsmedien und deren Kofferträger zeigt dem aufmerksamen Zuhörer sehr schön, wie es um die „Loyalität“ der „Eliten“ untereinander bestellt ist. Der heutige Freund ist je nach Grosswetterlage schon morgen DER Feind. Selbst wenn der sich bereits ergeben hat -sprich zurückgetreten ist- ist es dieser sogenannten „Elite“ nicht zu schäbig, nachzutreten. So auch im Fall von Horst Köhler. Die sogenannten Qualitätsjournalisten betitulieren Horst Köhler als Feigling, Weichei, verantwortungslos, weil er gerade jetzt, wo doch „alles“ so schwierig sei, das Handtuch wirft und Angela Merkel, der er eigentlich seinen Präsidentenposten verdankt, wie immer wieder betont wird, im Stich lässt. Wer Horst Köhler in Wirklichkeit in das für seine Mentalität um einige Nummern zu grosse Präsidialamt gepusht hat, ist eine andere Frage.
Merkel war es mit Sicherheit nicht.

"Thüringer Allgemeine""Der Rücktritt Horst Köhlers vom höchsten Staatsamt ist überzogen und respektlos. Nur ein Jahr nach seiner Wiederwahl wirft der Bundespräsident hin. Als Grund liefert er seinem Volk das Getöse einer Handvoll Oppositionspolitiker (...) Die Kritiker hätten den notwendigen Respekt vor seinem Amt vermissen lassen. Köhlers überraschende Reaktion allerdings lässt es an Respekt vor denen mangeln, die ihn in dieses Amt gewählt hatten. Und vor denen, die ihn dort gerne sahen."

"die tageszeitung" "Der Rücktritt von Horst Köhler macht plastisch, in was für einem zerrütteten Zustand sich die Regierung befindet. (...) Wofür also steht dieser Rücktritt? Zunächst drückt sich in ihm Köhlers emotionale, nahezu unpolitische Haltung zum - zumindest nominell - höchsten Amt im Staate aus. (...) Anstatt sich zu positionieren, wirft Köhler hin. Dieser mangelnde Respekt vor dem Amt, um mit Köhler zu sprechen, ist einer der Gründe dafür, dass einen der Rücktritt fassungslos zurücklässt.»

"Leipziger Volkszeitung"
"Bei allem Verständnis für Horst Köhlers Verärgerung über die zum Teil maß- und haltlose Kritik an (...) Äußerungen zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr und über die mangelnde Schützenhilfe der Kanzlerin: So tritt man nicht zurück als Bundespräsident. (...) Damit schützt man nicht das höchste Staatsamt, sondern beschädigt es. Pflichtgefühl und Staatsräson hätten in Köhler über den aufgestauten präsidialen Frust siegen müssen. Sein Verantwortungsgefühl hätte ihm signalisieren müssen, dass er Deutschland mitten in der Wirtschafts- und Eurokrise nicht auch noch durch Amtsflucht eine Demokratiekrise bescheren darf."

"Märkische Oderzeitung"Horst Köhler war einer der schwächsten Bundespräsidenten. Manche populistische Äußerung verhalf ihm zu vordergründiger Beliebtheit, aber Spuren hat er nicht hinterlassen. Seine Präsidentschaft war das erste Projekt von Angela Merkel und Guido Westerwelle in Oppositionszeiten, wie ein Menetekel kracht es ihnen gerade jetzt vor die Füße. Dieser fristlose Rücktritt eines Bundespräsidenten wird zumindest dafür sorgen, dass Köhler als Premiere in den Geschichtsbüchern verankert sein wird. (...) So, wie er abging, hat der ehemalige Sparkassendirektor das höchste politische Amt selbst am stärksten beschädigt."

"Lübecker Nachrichten"
"Vielleicht jedoch ist etwas anderes genau so wichtig gewesen für Köhlers Schritt: die seit geraumer Zeit zu beobachtende Entfremdung zwischen dem einst von Schwarz-Gelb ins Amt gewählten Präsidenten und der Regierung. Die Kluft zwischen Kanzleramt und Schloss Bellevue ist zuletzt immer größer geworden. Köhler war über den holprigen Start der bürgerlichen Koalition höchst verärgert und er hat in dieser Frage aus seinem Herzen keine Mördergrube gemacht. (...)"
http://nachrichten.t-online.de/pressestimmen-zu-koehler-ruecktritt-ist-ueberzogen-und-respektlos-/id_41848976/index

Die gleichgeschalteten Dreckbären der medialen Welt treten nach.

Montag, 31. Mai 2010

Der Trilaterist und Deutsche Bundespräsident Horst Köhler ist zurückgetreten......


das ist das Beste was er für dieses Land tun konnte.

Mit dem Inkrafttreten des Lissabonvertrages, den Horst Köhler ratifizierte und wonach nicht nur EU Recht VOR nationalem Recht gilt sondern weitreichende Änderungen eingetreten sind , hatte sich Köhler im Prinzip selbst überflüssig gemacht; denn wozu braucht ein Bundesstaat der EU einen eigenen nationalen deutschen Präsidenten. Der Präsident der EU ist José Manuel Durão Barroso, ein Portugiese. Die Bundesstaaten der EU leisten sich noch immer den teueren Luxus von Präsidenten, Kanzlerin und jeder Menge Politiker, die in vielfacher Hinsicht ausschliesslich weisungsgebunden handeln müssen und die weder Kompetenz noch Entscheidungsspielraum mehr besitzen und damit mehr oder weniger fremdbestimmte Marionetten sind.

Nicht nur mehr als 87 % der Gesetze von Deutschland werden in der EU entschieden.
Frau Merkel forderte am Freitag, dem 13. November 2009 : "Die Nationalstaaten müssten Kompetenzen an multilaterale Organisationen abgeben". Und damit meinte sie nicht nur die EU und die weltweit agierenden Globalisten der neuen Weltordnung. Die europäischen Staaten sind gegenwärtig dabei alle nationalen Kompetenzen an die sogenannten multilateralen Organisationen zu übertragen.


Horst Köhler ist mit 67 Jahren im Rentenalter. Mit seiner Pension nach 6 Jahren als Bundespräsident, seinen früheren politischen und internationalen Tätigkeiten wird er ausgezeichnet leben können.

In den Nachrichten wurde heute davon gesprochen, dass Köhler
seine Arbeit für den IWF nur „unterbrochen“ hat. Wir werden sehen, ob Köhler trotz seines Alters an eine Fortführung denkt. Sein vielfältiges Engagement in der Trilateralen Kommission, bei den Rotariern usw. wird ihn auch weiterhin ausreichend beschäftigen. Die Netzwerke, denen Köhler angehört, werden ihn sicher nutzbringend einzusetzen wissen.



Ergänzung vom 27. Juni 2010 mit Fundstück aus dem www Rücktritt des Bundespräsidenten wegen Verfassungsbeschwerde gegen IWF- Ermächtigungsgesetz?

Freitag, 25. Dezember 2009

Horst Köhler erklärt die Welt - Weihnachten 2009



Am Weihnachtstage müssen wir Bürger, wenn wir denn die gleichgeschalteten „öffentlich, rechtlichen“ Fernseh „Anstalten“ einschalten würden, das Lamento des Herrn Köhler anhören, der sich wirkungsvoll sentimental in die deutsche Volksseele einschleimend, zwischen Adventsgesteck und biederem Weihnachtsbaum platziert und u.a. Folgendes zum Besten geben wird:

"Zur Achtsamkeit gehöre aber auch der Einsatz für eine gerechte Weltordnung, sagte Köhler und rief die Verantwortlichen der Finanzkrise zur "Einkehr" auf: "Wir haben gerade erlebt, dass Maßlosigkeit bei Finanzakteuren und Mängel bei der staatlichen Aufsicht die Welt in eine tiefe Krise gestürzt haben." Vor diesem Hintergrund mahnte das Staatsoberhaupt mehr "Ehrbarkeit" in der Finanzwirtschaft an: "Wir brauchen das Verständnis dafür, dass Geld den Menschen dienen muss und sie nicht beherrschen darf."


Herr Köhler, es interessiert den deutschen Bürger, was Sie unter „Einsatz für eine gerechte Weltordnung“ verstehen. Meinen Sie damit das gleiche, was Frau Merkel meint, wenn sie am Freitag, 13. November 2009 sagt : "Die Nationalstaaten müssten Kompetenzen an multilaterale Organisationen abgeben".

Herr Köhler, wen meinen Sie, wenn Sie die „Verantwortlichen der Finanzkrise“ zur „Einkehr“ aufrufen? Meinen Sie auch die Verantwortlichen der deutschen Städte und Kommunen, die mit Wetten auf Zinserhöhungen Milliardenverluste an Steuergeldern einfuhren und an denen jede dritte Kommune beteiligt war? Mahnen Sie Ihre politischen Freunde?
Auch die Globalisten der trilateralen Kommission u.a., deren Mitglied Sie sind?




"In seiner Ansprache, die am ersten Weihnachtstag im Fernsehen ausgestrahlt wird, forderte der Bundespräsident ferner "eine Politik, die über den Tag hinaus denkt und handelt", sowie einen verantwortungsvolleren Umgang mit der Umwelt."

Herr Köhler, dass der Schutz der Umwelt eine wichtige Sache ist, wissen die Bürger und sind bereit, dafür Zugeständnisse zu akzeptieren. Dass Sie und Ihre politischen Freunde den Bürgern dieses Landes den Klimaschwindel der Globalisten als „Klimaschutz“ verkaufen wollen ist unredlich und es ist nicht tolerierbar, dass auch Sie dahinterstehen, wenn der Bürger für diesen Klimaschwindel zur Kasse gebeten wird.


"Ausdrücklich würdigte Köhler den Einsatz der deutschen Soldaten in Afghanistan. Zur gegenseitigen Achtsamkeit gehöre auch, sich klarzumachen, was der Dienst am Hindukusch bedeute. "Meine guten Wünsche sind bei ihnen und auch bei den Landsleuten, die sich fern der Heimat im Dienst der Polizei oder der Hilfsorganisationen für Sicherheit und friedlichen Aufbau einsetzen."

Herr Köhler, das hat den deutschen Bürgern bereits Herr Struck (SPD) vor Jahren damit erklärt, dass die „Freiheit“ Deutschlands am Hindukusch verteidigt wird. Damit, dass Sie uns erzählen, dass sich deutsche Soldaten in Afghanistan im „Dienst der Polizei“ oder „anderer Hilfsorganisationen“ für Sicherheit und friedlichen „Aufbau“ einsetzen, wird der Kriegseinsatz wirklich nicht glaubwürdiger.


Wer sich die in Worte gefasste Belanglosigkeit nicht antun will, sollte das Fernsehen abschalten.
Einschaltquote: Null, wäre die verdiente Aufmerksamkeit.


Update 26.12.2009:

Wie viele Mittel hat die Bundesregierung für den Wiederaufbau Afghanistans bereitgestellt?

Auf den drei großen Geberkonferenzen in Tokio (2002), Berlin (2004) und London (2006) hat Deutschland für den Zeitraum bis 2010 Hilfen für den zivilen Wiederaufbau zugesagt. Zuletzt kündigte die Bundesregierung während der Pariser Afghanistan-Konferenz (2008) Wiederaufbauhilfen in Höhe von 420 Millionen Euro an. Deutschland wird bis 2010 einschließlich humanitärer Hilfe, Not- und Übergangshilfe mehr als 1,1 Milliarden Euro für Afghanistan bereitgestellt haben.

Die Bundesregierung hat Afghanistan außerdem bislang bilaterale Schulden in Höhe von rund 65 Millionen Euro erlassen und den kompletten Erlass der Restschulden von rund 10 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Dazu muss Afghanistan im Zuge des HIPC-Prozesses der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds (IWF) weitere ökonomische Bedingungen erfüllen. Mit der Vorstellung ihrer Armutsbekämpfungsstrategie auf der Pariser Konferenz ist die afghanische Regierung weiterhin auf einem guten Weg. Nach den USA, Großbritannien und Japan ist Deutschland der viertgrößte bilaterale Geber Afghanistans.

http://www.bundesregierung.de/nn_774/Content/DE/Artikel/Afghanistan/FragenAntworten/2007-08-23-faq-afghanistan.html



AUSWÄRTIGES AMT
Bundesregierung unterstützt Zahlung afghanischer Polizeigehälter
Do, 17.12.2009

Deutschland beteiligt sich mit 13 Millionen Euro am internationalen Treuhandfonds für die Zahlung von Polizeigehältern in Afghanistan. In Kabul wurde heute die entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Bundesaußenminister Guido Westerwelle erklärte dazu in Berlin: "Der Aufbau der Polizei muss ein wichtiger Schwerpunkt unseres Engagements in Afghanistan sein."
http://www.bundesregierung.de/nn_246856/Content/DE/Pressemitteilungen/AA/2009/12/2009-12-17-bundesregierung-unterstuetzt-zahlung-afghanischer-polizeigehaelter.html

Montag, 13. April 2009

Die Weltbank und ihr Chef Robert Zoellick




Über Robert Zoellick, den Chef der Weltbank, liest man bei unter dem Link :
http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Zoellick
am 13.04.2009 die folgende Vita:

Leben
Robert Zoellick wurde als Sohn von William T. und Gladys Zoellick geboren. Die Familie hat deutsche Vorfahren, deren Wurzeln vermutlich nach Rostock zurückreichen. Zusammen mit seinem vier Jahre älteren Bruder, William (Zoellick, Jr.), wuchs er in Naperville auf. Nachdem er 1971 die Naperville Central High School abgeschlossen hatte, ging er zum Swarthmore College, eine Privat-Universität in der Nähe von Philadelphia, Pennsylvania, wo er im Jahre 1975 seine Ausbildung mit Auszeichnung abschloss. Er erhielt ein Stipendium für die renommierte Elitehochschule Harvard University, studierte an der Harvard Law School Jura und an der Harvard’s University John F. Kennedy School of Government Politikwissenschaften. Im Jahre 1981 schloss er seine Studien mit einem J.D. (Juris Doctor), wiederum mit Auszeichnung, magna cum laude und dem M.P.P. (Master of Public Policy) ab.


Politische Ämter
Von 1985 bis 1988 war Zoellick in verschiedenen Positionen im Finanzministerium tätig. Während der Regierungszeit Ronald Reagans war er unter anderem Berater von Finanzminister James Baker.
Zoellick gilt auch als Deutschland-Kenner. Nach dem Mauerfall hatte er sich als US-Chefunterhändler bei den Zwei-Plus-Vier-Verhandlungen für eine zügige Wiedervereinigung eingesetzt. Für sein hervorragendes Engagement um die deutsche Wiedervereinigung erhielt er 1992 das Bundesverdienstkreuz (Ordensstufe: Großes Verdienstkreuz mit Stern) vom damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker.Nachdem Baker im Kabinett George H. W. Bush Außenminister geworden war, wurde Zoellick Staatssekretär für wirtschaftliche und landwirtschaftliche Angelegenheiten (Under Secretary of State for Economic and Agricultural Affairs) und Berater des Ministers. Im August 1992 wurde er stellvertretender Stabschef (White House Deputy Chief of Staff) und persönlicher Berater des Präsidenten.

In der Wirtschaft1993 verließ er den Staatsdienst und war bis 1997 Vizepräsident der Hypothekenbank „Fannie Mae“ (Federal National Mortgage Association). Anschließend war er Professor für National Security an der United States Naval Academy (1997 bis 1998), forschte am Belfer Center for Science and International Affairs der Universität Harvard und war Berater für internationale Agenden der Investmentbank Goldman Sachs.
Haltung zum Irak vor dem Krieg
1998 war Zoellick, neben Richard Armitage, John R. Bolton, Francis Fukuyama, Robert Kagan, Zalmay Khalilzad, Richard Perle, Donald Rumsfeld und Paul Wolfowitz, einer der Unterzeichner eines Briefes des neokonservativen Think Tanks Project for the New American Century an den damaligen Präsidenten Bill Clinton, in dem vor der Bedrohung durch irakische Massenvernichtungswaffen gewarnt und vehement die Entmachtung Saddam Husseins („[…] removing Saddam Hussein and his regime from power“) gefordert wurde[1]. Fünf Jahre später, nachdem George W. Bush Präsident geworden war und nach den Terroranschlägen am 11. September 2001, begründete die US-Regierung, der nun die Mitunterzeichner Rumsfeld als Verteidigungsminister, Wolfowitz als dessen Stellvertreter, Armitage als Vize-Außenminister und Perle als Vorsitzender des Defense Policy Board Advisory Committee angehörten, den von den Vereinten Nationen nicht gebilligten Angriff auf den Irak mit denselben Argumenten. Der Irak verfügte allerdings bereits vor der Invasion über keine Massenvernichtungswaffen mehr, was sowohl die UN-Waffeninspektoren wie auch die Iraq Survey Group feststellten.

In der Außenpolitik
Während des Wahlkampfes zur Präsidentschaftswahl im Jahr 2000 war Zoellick als Mitglied einer Gruppe („The Vulcans“) um Condoleezza Rice Berater George W. Bushs für Außenpolitik. Nach der Wahl gehörte er von 2001 bis 2005 als Handelsvertreter der Vereinigten Staaten dem Kabinett Präsident Bushs an und war für die internationale Handelspolitik der USA verantwortlich. In dieser Position war er an den Verhandlungen zum Beitritt der Volksrepublik China und der Republik China (Taiwan) zur Welthandelsorganisation (WTO) und der WTO-Ministerkonferenz in Doha beteiligt. Weiters setzte er sich für die Schaffung des zentralamerikanischen Freihandelsabkommens (Central American Free Trade Agreement, DR-CAFTA) ein.
Am 7. Januar 2005 nominierte ihn der Präsident zum Vizeaußenminister und am 22. Februar trat er das Amt im Außenministerium unter Condoleezza Rice an. Ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit war eine Neuausrichtung der US-Politik in Bezug auf China. Am 19. Juni 2006 gab er seinen Rücktritt bekannt und kündigte an, als Direktor und Vorsitzender der internationalen Abteilung zu Goldman Sachs zurückzukehren[2]. Grund dafür war Medienberichten zufolge, dass er von George W. Bush nicht zum Nachfolger des Finanzministers John W. Snow ernannt wurde, dessen Amtszeit am 7. Juli 2006 endete[3].


Weitere ÄmterZoellick ist bzw. war auch Aufsichtsratsmitglied verschiedener Unternehmen, darunter Alliance Capital, Said Holdings und der Precursor Group, Berater von Enron und Viventures (ein Risikokapital-Fonds) und Direktor der Strategie-Gruppe des Aspen-Instituts. Unter Verteidigungsminister William Cohen gehörte er dem Defense Policy Board Advisory Committee an.
Zoellick ist darüber hinaus Mitglied der Think-Tanks Council on Foreign Relations und Trilaterale Kommission. Zudem war er viermal Teilnehmer der Bilderberg-Konferenz.

Weltbank
US-Präsident George W. Bush schlug Zoellick am 29. Mai 2007 als Nachfolger für den zurückgetretenen Paul Wolfowitz für das Amt des Präsidenten der Weltbank vor. Am 25. Juni bestätigte der Exekutivrat der Weltbank die Wahl Zoellicks einstimmig und am 1. Juli übernahm er die Amtsgeschäfte.
Einzelnachweise
? Project for the New American Century: Letter on Iraq, 26. Januar 1998
? The Times: Zoellick quits State Department for Goldman, 19. Juni 2006
? Die Welt: Stellvertretender US-Außenminister Robert Zoellick tritt zurück, 20. Juni 2006


Und hier ein Interview vom 11.04.2009 mit dem Chef der Weltbank, Robert Zoellick:



Weltbank-Chef: Krise mit grausamen Auswirkungen11.04.2009, Richard Kiessler Essen.
"Die Leute sind auf die Banken richtig böse",
sagt Weltbank-Präsident Robert Zoellick - deshalb würden sie eine Regulierung der Finanzmärkte auch als Abstrafung sehen. Ein Interview über die kurz- und langfristigen Folgen des Finanz-Desasters.


Ist die Wirtschaftskrise eine Krise des Kapitalismus, eine Krise der Globalisierung oder gar eine Krise der Marktwirtschaft?


Zoellick: Der Anstoß war eine Finanz-Krise, eine Wirtschaftskrise lag in der Luft. Jetzt wird sie zu einer Beschäftigungskrise. Es ist zu befürchten, dass es eine menschliche und soziale Krise mit grausamen Auswirkungen wird. Die Auswirkungen hängen davon ab, was die einflussreichen Länder unternehmen, um den Abwärtstrend zu hemmen.


Eine neue Wirtschafts- und Finanz-Architektur muss also her. Befürchten Sie zu viele Regulierungen?


Die Krise hat bereits deutlich gemacht, dass einige bisher unregulierte Situationen im Finanzsektor einer Regulierung unterworfen werden müssen. Einige der Institutionen, deren Kapitalanteil fest vorgegeben war, sind jetzt in Schwierigkeiten. Teilweise muss man sich um schärfere Regeln bemühen. Aber die Regulierung hat auch eine politische Dimension: Die Leute sind auf die Banken richtig böse, und manche sehen die Regulierung als eine Art Abstrafung für die Vergangenheit an. Wir müssen die Banken mit privaten Initiativen stützen, Protektionismus vermeiden und die Stimuli, die in einem globalen System notwendig sind, als angemessen ansehen.


Es gibt zwischen Europa und Amerika eine Kontroverse darüber, ob mehr Geld oder mehr Einschränkungen nötig sind.


In Europa und den USA gibt es eine Gesetzgebung, die die Notwendigkeit eines Systems von Regularien anerkennt. In jedem Land wird über Art und Umfang der Förderung, wie es um den Nutzen von Steuersenkungen und neuen Zahlungen steht, debattiert. Keiner kennt die richtigen Antworten.


In diesem Jahr wird es einen empfindlichen Rückgang im Welthandel und in der Industrieproduktion geben. Was muss gegen die Tendenz zum Protektionismus unternommen werden?


Wir erwarten den schlimmsten Rückgang im Handel seit acht Jahren. So wie die Arbeitslosigkeit zunimmt, wächst die Gefahr, dass betroffene Länder ihre Märkte abschotten. In den 30er-Jahren nahm der Protektionismus Überhand und zwang alles in eine Abwärtsspirale. Es wäre ein gutes Zeichen, wenn diese Länder der neuen Runde der Welthandelsorganisation (WTO) zustimmen würden. Zusätzlich sollten alle Länder ein Stillhalteabkommen gegen protektionistische Maßnahmen bestätigen. Protektionismus wird von kleinen Gruppen vorangetrieben, die einen starken Glauben an Reichtum und viel genauere und breitere Interessen haben als Leute, die vom freien Handel profitieren. Wenn es gelingt, das Gegengewicht dieser Leute, die vom freien Handel profitieren, gegen Eigeninteressen zu mobilisieren, haben wir eine gute Chance, so etwas in den Hintergrund zu drängen.


Einige Politiker im „alten” Europa argwöhnen, dass die USA sich selbst vom freien Handel abschotten.

Ich glaube nicht, dass die USA besorgt um andere Länder sein müssen. Vielmehr sollte sich das Geldsystem der WTO auf die Entwicklungsländer konzentrieren und sie fördern. Die entwickelten Länder haben eine besondere Verpflichtung. Die USA haben ein Protokollsystem in ihrer Verfassung, das dem Kongress Macht über den Handel gibt. Weil die Mitglieder des Kon-gresses einzelne Distrikte und Interessen vertreten, gibt es eine Tendenz, die sich laut zu Wort meldenden Gruppen mehr zu beachten. Es ist wichtig, dass sich die Exekutive dagegen stellt und offensiv Stellung bezieht. Man muss die Tür für Freihandelsabkommen und Markterweiterung aufstoßen. Der Gipfel der 20 wichtigsten Industrieländer (G 20) hat Fingerspitzengefühl für alles gezeigt, was wir an individuellen Schritten brauchen.



Sind die Weltbank und der Internationale Währungsfonds (IMF) überhaupt fähig, die Herausforderungen zu bewältigen?


Beim G-20-Gipfel wurde deutlich, dass der IMF mehr Ressourcen braucht, um Versprechen zu halten. Und so haben die Japaner zusätzlich 100 Milliarden Dollar angeboten, die EU hat ebenfalls 100 Milliarden zugestimmt. Die Weltbank hat versprochen, weitere 100 Milliarden Dollar zu beschaffen.


Und was sagen Ihre Kunden?

Für die ärmsten Länder bieten wir langfristige Garantien. Dafür haben wir 42 Milliarden Dollar für die nächsten drei Jahre, und wir versuchen, mehrere Fonds aufzulegen, damit wir aus dem privaten Investitionsbereich weitere 30 bis 35 Milliarden erhalten. Im Moment haben wir einen Kapitalzuwachs, weil ich versuche, unsere Ressourcen aufzustocken. Aber auch andere Institutionen außerhalb der Weltbank bemühen sich um eine Kapitalerhöhung. Die G-20-Finanzminister unterstützen das. Wir brauchen mehr Geld, um mehr tun zu können.
Mir ist klar, viele Entwicklungsländer müssen handeln und brauchen zusätzliche Hilfe. So gibt der Deutsche Bundestag 100 Millionen Euro in den Topf und verspricht zusammen mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau 500 bis 600 Millionen Dollar zum Infrastrukturaufbau. Das ist ein schönes Beispiel, wie solche Gründungen in der Dritten Welt Arbeitsplätze schaffen und die Basis einer zukünftigen Produktivität in der Welt bilden, die eine Verbesserung der Infrastruktur verspricht.







Unter "Weltbank" liesst man am 13.04.2009 unter dem Link:
http://de.wikipedia.org/wiki/Weltbank


WeltbankHauptverwaltung der Weltbank in Washington. Die in Washington, D.C. (USA) angesiedelte Weltbankgruppe hatte ursprünglich den Zweck, den Wiederaufbau der vom Zweiten Weltkrieg verwüsteten Staaten zu finanzieren.


Sie umfasst die folgenden fünf Organisationen, die jeweils eine eigene Rechtspersönlichkeit besitzen, sich aber im Eigentum der Mitgliedstaaten befinden:

Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (International Bank for Reconstruction and Development – IBRD; auch: World Bank)

Internationale Entwicklungsorganisation (International Development Association – IDA)


Internationale Finanz-Corporation (International Finance Corporation – IFC)

Multilaterale Investitions-Garantie-Agentur (Multilateral Investment Guarantee Agency – MIGA)

Internationales Zentrum für die Beilegung von Investitionsstreitigkeiten (International Centre for Settlement of Investment Disputes – ICSID)

Die Organisationen der Weltbankgruppe sind durch verwaltungsmäßige Verflechtungen und durch einen gemeinsamen Präsidenten (im Fall der ICSID als Vorsitzender des Verwaltungsrates) verbunden.

Der Begriff „Weltbank“ (im Ggs. zu „Weltbankgruppe“) umfasst nur die beiden ersten der fünf oben angeführten Organisationen.


Gemeinsame Kernaufgabe
Wirtschaftsförderung durch Beratung, Finanzierung und Vermittlung zu Dritten bzw. Mischfinanzierungen.

Die gemeinsame Kernaufgabe dieser Institutionen ist, die wirtschaftliche Entwicklung von weniger entwickelten Mitgliedsländern durch finanzielle Hilfen, durch Beratung und technische Hilfe zu fördern, und so zur Umsetzung der internationalen Entwicklungsziele beizutragen (vor allem den Anteil der Armen an der Weltbevölkerung bis zum Jahr 2015 um die Hälfte reduzieren zu helfen). Sie dienen auch als Katalysator für die Unterstützung durch Dritte.

Die Weltbankgruppe hat im Geschäftsjahr 2008 38,2 Milliarden USD an Darlehen, Zuschüssen, Beteiligungen, Investitionen und Garantien an ihre Mitgliedsländer sowie Privatinvestoren vergeben.[1]
Langfristige Kredite zu günstigen Konditionen für konkrete Projekte oder Programme, die bestimmte Kriterien erfüllen .

Dies geschieht vornehmlich durch die Vergabe von langfristigen Darlehen zu marktnahen Konditionen (IBRD) beziehungsweise zinslosen, langfristigen Krediten (IDA) für Investitionsprojekte, umfassende Reformprogramme und technische Hilfe, zunehmend auch durch die Förderung der privatwirtschaftlichen Entwicklung durch die Beteiligung an Firmen (IFC) und durch die Übernahme von Garantien (MIGA).

1974 haben die Gouverneursräte der Weltbank und des IWF auf Wunsch der Entwicklungsländer einen gemeinsamen Ministerausschuss über den Transfer von finanziellen Ressourcen in Entwicklungsländer eingesetzt – das Development Committee (DC). Das DC hat 24 Mitglieder, die die gesamte Mitgliedschaft der Weltbankgruppe und des IWF vertreten, und tagt zweimal im Jahr. Seine Aufgabe ist es, die Gouverneursräte der Bank und des IWF über wichtige Entwicklungsfragen und über die für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in den Entwicklungsländern erforderlichen Ressourcen zu beraten.

Im Laufe der Zeit hat das DC auch Fragen des Handels und des globalen Umweltschutzes in seine Beratungen einbezogen.Die Weltbank veröffentlicht jährlich den Weltentwicklungsbericht (World Development Report), der jeweils einem übergreifenden und für die aktuelle Entwicklungsdiskussion bedeutsamen Thema gewidmet ist. Er fasst in seinen detaillierten Analysen nicht nur den Diskussionsstand zusammen, sondern gibt vor allem auch entscheidende Anstöße und bringt die internationale Debatte über Entwicklung um wichtige Schritte voran. Weitere zentrale Weltbank-Berichte sind der „Global Economic Prospects“, „Global Development Finance“ und „Doing Business“.Das Private Sector Development (PSD) ist eine Strategie der Weltbank, die Privatisierung in Entwicklungsländern voranzutreiben, sie ist für alle Teile der Weltbank gültig, und alle anderen Strategien müssen auf PSD abgestimmt sein. Auch die Vergabe von Krediten ist an grundlegende Reformen im Sinne der PSD geknüpft, die private Herstellung von Infrastruktur soll gefördert werden: es wird argumentiert, dass die öffentliche Hand öffentliche Unternehmen bevorzuge und einen Wettbewerb verhindere (vgl. Strukturanpassungsprogramme).

Struktur und rechtlicher Status

Ebenso wie der Internationale Währungsfonds (IWF) ist auch die Weltbank eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Mitglieder bei der IBRD können nur Staaten werden, die bereits dem IWF angehören und alle damit verbundenen Verpflichtungen übernommen haben. Die Mitgliedschaft bei der IBRD ist wiederum Voraussetzung für den Beitritt zu Internationale Entwicklungsorganisation (IDA), Internationale Finanz-Corporation (IFC), Multilaterale Investitions-Garantie-Agentur (MIGA) und Internationales Zentrum für die Beilegung von Investitionsstreitigkeiten (ICSID).
Oberstes Organ der IBRD (wie auch bei IFC, IDA und MIGA) ist der Gouverneursrat, für den jedes Mitgliedsland einen Gouverneur (in der Regel den Wirtschafts- oder Finanzminister) und einen Stellvertreter ernennt. Das Exekutivdirektorium besteht bei der IBRD, der IDA und der IFC seit Herbst 1992 aus 24 Personen[2]; davon werden fünf von den Mitgliedern mit den höchsten Kapitalanteilen (darunter Deutschland) ernannt, die übrigen 19 werden alle zwei Jahre durch die Gouverneure anderer Mitgliedsländer gewählt. Mit Ausnahme der Volksrepublik China, Russlands und Saudi-Arabiens, die durch einen eigenen Exekutivdirektor repräsentiert werden, vertreten die übrigen gewählten Direktoren jeweils mehrere Mitgliedsländer (Stimmrechtsgruppen). Die Exekutivdirektoren nehmen - im Auftrage Ihrer Gouverneure - das Tagesgeschäft wahr.
Die laufenden Geschäfte führt der Präsident entsprechend den Beschlüssen des Direktoriums. Er wird von den Exekutivdirektoren für jeweils fünf Jahre gewählt und darf weder Gouverneur noch Exekutivdirektor sein. Er hat den Vorsitz im Direktorium (ohne Stimmrecht, außer bei Stimmengleichheit) und ist Leiter des Mitarbeiterstabs. Präsident der IBRD und ihrer Schwestergesellschaften IDA und MIGA war zuletzt von 2005-2007 der Amerikaner Paul Wolfowitz, seit Juni 2007 Robert Zoellick. Bei der IFC und bei der MIGA bestehen organisatorische Besonderheiten insofern, als sie einen eigenen, von der IBRD und IDA getrennten Mitarbeiterstab und einen eigenen geschäftsführenden Vizepräsidenten haben.
Bei Abstimmungen im Gouverneursrat und Direktorium richtet sich das Stimmengewicht des einzelnen Landes im Wesentlichen nach der Höhe seines Kapitalanteils. Wie beim IWF verfügen alle Mitglieder — über eine bestimmte Anzahl von Basisstimmen hinaus — über Stimmrechte entsprechend ihrer finanziellen Beteiligung.
Bisherige Präsidenten der Weltbankgruppe.


Gemäß gängiger Praxis stellen die USA stets den Präsidenten der Weltbank und Europa den Vorsitzenden des Internationalen Währungsfonds. Hier eine Aufstellung der Präsidenten mit Angabe der Amtszeit:
Präsident Von Bis
Eugene Meyer Juni 1946 Dezember 1946
John Jay McCloy März 1947 Juni 1949
Eugene Robert Black Juli 1949 Dezember 1962
George D. Woods Januar 1963 März 1968
Robert S. McNamara April 1968 Juni 1981
Alden W. Clausen Juli 1981 Juni 1986
Barber B. Conable Juli 1986 August 1991
Lewis T. Preston September 1991 Mai 1995
James David Wolfensohn Juni 1995 Mai 2005
Paul Wolfowitz Juni 2005 Juni 2007
Robert Zoellick Juni 2007


Die "Weltbank" steht vielfach in der Kritik. Die Förderpraxis der Weltbank wird oftmals von Umweltschutzorganisationen und globalisierungskritischen Gruppen angegriffen. Zu oft würden Großprojekte wie Staudämme oder Pipelines gefördert, die verheerende Umweltschäden und Nachteile für die ansässige Bevölkerung zur Folge hätten und eher Konzernen aus den Industrieländern sowie den Eliten in den Entwicklungsländern dienten, als wirklich nachhaltige Entwicklung zu fördern.
Vor allem in Südamerika und Afrika würden viele staatliche Betriebe auf ihren Druck hin privatisiert und Handelshemmnisse abgebaut, was, laut Kritikern, oftmals zu einer Ausbeutung von Beschäftigten und Rohstoffen, zu Umweltzerstörung durch internationale Konzerne und zum Ruin von einheimischen Bauern und Betrieben durch subventionierte Importe führe, oftmals ohne dass das Land oder seine Bewohner (mit Ausnahme der Machtelite) davon profitieren würden.
Venezuela trat 2007 sowohl aus dem Internationalen Währungsfonds als auch aus der Weltbank aus. Hugo Chávez erklärte dazu, der Internationale Währungsfonds und die Weltbank seien „ein Instrument des amerikanischen Imperialismus, um den Völkern eine wilde und ausbeutende Sozial- und Wirtschaftspolitik aufzuzwingen“

http://de.wikipedia.org/wiki/Weltbank

Die zweite der beiden mächtigsten Bretton Woods Finanzinstitutionen zur Neuordnung der internationalen Währungsordnung während der Konferenz in Bretton Woods, New Hampshire/USA im Juli 1944, ist der IWF.

Zur Erklärung der vielfältigen Abkürzungen hier nochmals Wikipedia mit folgender Beschreibung des IWF :
http://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_W%C3%A4hrungsfonds 13.04.2009


Internationaler Währungsfonds
Dieser Artikel erläutert den Internationalen Währungsfonds; weitere Bedeutungen von IWF unter IWF (Begriffsklärung) und von IMF unter IMF (Begriffsklärung).
Hauptsitz des IWF in Washington D. C.Der Internationale Währungsfonds (Kürzel IWF bzw. IMF von englisch International Monetary Fund) ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Er ist eine Schwesterorganisation der Weltbank-Gruppe und hat seinen Sitz in Washington D. C., USA.
Der IWF wurde am 22. Juli 1944 durch eine internationale Übereinkunft gegründet und nahm im Mai 1946 erste Arbeiten auf. Seine eigentliche operative Tätigkeit begann ab dem 1. März 1947. Sie erfolgte aufgrund der Beschlüsse der Konferenz in Bretton Woods, einer Kleinstadt im US-Bundesstaat New Hampshire. Diese für den Wiederaufbau des Weltwirtschaftssystems entscheidenden Verhandlungen dauerten vom 1. Juli 1944 bis zum 22. Juli 1944.
Der IWF wird daher zusammen mit der Weltbank-Gruppe als Bretton-Woods-Institution bezeichnet.Zu seinen Aufgaben gehören: Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik, Ausweitung des Welthandels, Stabilisierung von Wechselkursen, Kreditvergabe, Überwachung der Geldpolitik, Technische Hilfe.
Der IWF hat zurzeit 185 Mitgliedsländer, deren Stimmrecht sich an ihrem Kapitalanteil orientiert. Die Mitgliedsstaaten mit den größten Stimmanteilen sind: USA 16,77 %, Japan 6,02 %, Deutschland 5,88 %, Frankreich 4,86 %, Vereinigtes Königreich 4,86 %, China 3,66 %. Da die Beschlüsse im IWF mit einer Mehrheit von 85 % getroffen werden müssen, verfügen jeweils die USA und die gemeinsamen EU-Staaten de facto über eine Sperrminorität.[1]

Organisation
Organe
Gouverneursrat
Internationaler Währungs- und Finanzausschuss (IMFC)
Exekutivdirektorium
Entwicklungsausschuss
Finanzstabilitätsforum
Der IWF hat etwa 2716 Mitarbeiter aus 185 Staaten.
Geschäftsführende Direktoren

Der IWF wird von einem „geschäftsführenden Direktor“ (Managing Director) geleitet. Gemäß einer informellen Vereinbarung zwischen den USA und einigen westeuropäischen Ländern ist der Direktor des IWF immer ein Europäer, während die einflussreiche Position des ersten stellvertretenden Direktors (First Deputy Managing Director) von einem US-Amerikaner besetzt wird.
Geschäftsführende Direktoren

Amtszeit Name
1946–1951 Camille Gutt
1951–1956 Ivar Rooth
1956–1963 Per Jacobsson
1963–1973 Pierre-Paul Schweitzer
1973–1978 H. Johannes Witteveen
1978–1987 Jacques de Larosière
1987–2000 Michel Camdessus
2000–2004 Horst Köhler2004–2007 Rodrigo de Rato
ab 2007 Dominique Strauss-Kahn
Im Jahre 2000 war mit Horst Köhler zum ersten Mal ein Deutscher an die Spitze des IWF gelangt. Es gab bereits Spekulationen um eine zweite Amtszeit, als Horst Köhler im März 2004 zurücktrat, um anschließend auf Vorschlag von Angela Merkel zum deutschen Bundespräsidenten gewählt zu werden.Nachfolger an der Spitze des IWF wurde der ehemalige spanische Wirtschaftsminister Rodrigo de Rato. Er konnte sich damit gegen eine Reihe weiterer Kandidaten (darunter der Spanier José Manuel González-Páramo, der Belgier Peter Praet und der Ire Michael Tutty) durchsetzen.
Am 28. Juni 2007 kündigte Rodrigo de Rato überraschend an, dass er sein Amt nach der Jahrestagung im Oktober 2007 aus privaten Gründen vorzeitig niederlegen werde. [2] Zu seinem Nachfolger wurde der ehemalige französische Finanzminister Dominique Strauss-Kahn gewählt.[3]
Stellvertretende Geschäftsführende Direktoren

Stellvertretende Geschäftsführende Direktoren sind zurzeit:
First Deputy Managing Director – John Lipsky
Deputy Managing Director – Murilo Portugal
Deputy Managing Director – Takatoshi Kato
(Stand: 22. Januar 2007)


Aufgaben und Ziele

Wenn ein Mitglied in Zahlungsschwierigkeiten gerät, kann es beim IWF Hilfe beanspruchen. Die Rechnungslegungseinheit des IWF ist das Sonderziehungsrecht (SZR).
Der IWF vergibt unter bestimmten Auflagen befristete Kredite an Staaten, die unter wirtschaftlichen Problemen leiden, z. B. Argentinien, die Türkei oder Brasilien. Bedingungen für die Gewährung von Krediten sind zum Beispiel: Kürzung der Staatsausgaben, niedrige Inflation, Steigerung des Exports, sowie die Liberalisierung des Bankenwesens. Die den Staaten auferlegten Bedingungen in Form von Strukturanpassungsprogrammen (SAP) können zum Beispiel Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen wie Sparkassen, Elektrizitäts- und Wasserversorgung, Telekommunikation usw. sowie Entlassung von bestimmten Gruppen von Mitarbeitern vorsehen.
Darüber hinaus unterstützt der IWF Entwicklungsländer in Afrika, Asien und Südamerika bei der Erarbeitung von Wachstums- und Wohlstandkonzepten und fördert diese durch direkte Geldhilfen der gebenden Mitgliedsländer. Ebenso wie die Kreditvergabe ist auch die Entwicklungszusammenarbeit oft an Bedingungen der Good Governance (Korruptionsabbau, Demokratie, …) und der Liberalisierung gekoppelt.
Ziele [Bearbeiten]
Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik
Ausweitung des Welthandels
Stabilisierung von internationalen Finanzmärkten
Vergabe kurzfristiger Kredite, zum Ausgleich von Zahlungsdefiziten
Überwachung der Geldpolitik
Den laufenden internationalen Zahlungsverkehr von staatlichen Beschränkungen des freien Devisenverkehrs freizuhalten
Technische Hilfe
Wie versucht der IWF diese Ziele zu erreichen? [Bearbeiten]
Jedes Mitgliedsland bekommt eine so genannte Quote zugewiesen. Nach dieser Quote richten sich:
die Einzahlungsverpflichtungen (in Gold, Devisen und Landeswährung)
die Ziehungsrechte (Inanspruchnahme eines Kredites)
das Stimmrecht eines Landes im IWF
Umfang der Kreditvergabe
Wenn ein Land in Zahlungsschwierigkeiten kommt, kann es finanzielle Hilfe vom IWF beanspruchen (Inanspruchnahme eines Kredites). Es kann auf Antrag beim IWF die Währung eines anderen Landes gegen Gold oder Landeswährung kaufen. Dieses bezeichnet man als Ziehung. Die Inanspruchnahme eines Kredites ist an bestimmte Bedingungen gekoppelt, die das jeweilige Land zu erfüllen hat. Diese werden als Strukturanpassungsprogramme (SAP) bezeichnet.
Die SAPs könnten z. B. so aussehen:
Kürzung von Staatsausgaben
Ziel einer niedrigen Inflation und einer Steigerung des Exports
Liberalisierung des Bankenwesens
Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen (Sparkassen, Elektrizitätswerken, Wasserwerken, Telekommunikation)
Es gibt seit 1969 sogenannte Sonderziehungsrechte (SZR). Ein Mitgliedsland hat das Recht, sich unter Einschaltung des IWF Devisen zu kaufen. Für die Devisen muss das Mitgliedsland im Gegenzug mit SZR zahlen. Bei den SZR handelt es sich um eine Art Weltgeld im Zahlungsverkehr der Zentralbanken.
SZR werden in bestimmter Höhe zugeteilt.
Für die SZR müssen Zinsen an den Fond bezahlt werden.
Durch die SZR wird die internationale Liquidität beträchtlich erweitert.
Bei jeder Erhöhung der SZR wird geprüft, ob weltweit ein inflationsneutraler Bedarf besteht.
Beispiel: Wenn z. B. die Türkei (Schwellenland) sich an den IWF wendet, weil sie zum Ausgleich der passiven Leistungsbilanz Devisen benötigt, dann bestimmt der IWF ein Land – beispielsweise die USA – mit hohen Devisenreserven. Die USA verkauft daraufhin der Türkei Devisen gegen SZR.


Konditionalität

Ursprünglich war der IWF so ausgelegt, dass die Mitgliedsstaaten bei Vorhandensein entsprechender Voraussetzungen (z. B. Zahlungsbilanzprobleme) automatisch das Recht hatten, IWF-Kredite zu erhalten. Nach dem Koreakrieg kollabierten die Preise für Rohstoffe jedoch, was zu entsprechenden Zahlungsbilanzkrisen in einzelnen Mitgliedsstaaten führte. Zu dieser Zeit wurde die Konditionalität eingeführt, d. h. die entsprechenden Staaten hatten nicht mehr das Recht auf IWF-Kredite, vielmehr wurden sie abhängig gemacht von der Erfüllung bestimmter Bedingungen, damals z. B. die Elimination von Devisenkontrollen und die Liberalisierung von Handelsbeschränkungen. Auch die Unterteilung des Kreditbezugs in einzelne Phasen wurde erstmals eingeführt, mit Krediten an Chile im Jahre 1956, an Haiti im Jahre 1958. Jede einzelne Phase wurde von der Erfüllung von Bedingungen abhängig gemacht, die während der vorherigen Phase erfüllt werden mussten. Solche Bedingungen wurden in der jeweiligen Absichtserklärung („letter of intent“), die praktisch Vertragsnatur hatten, vorher festgelegt.
Konditionalität ist eine Initiative der USA gewesen, die zunächst von anderen Staaten abgelehnt wurde. Diese Staaten standen auf der Position, dass das Recht auf IWF-Kredite automatisch den betroffenen Regierungen zustehe, ganz in dem Geiste der „Articles of Agreement“, dem Gründungsdokument des IWFs.
Der Exekutivdirektor der USA legte sein Veto ein, wenn IWF-Kredit-Anträge nicht dieser Idee der Konditionalität entsprachen. Dies führte dazu, dass sich IWF-Kredit-Antragsteller nicht mehr an den IWF, sondern zuerst an die USA wandten.[4] Damit war die Konditionalität in die IWF-Praxis eingeführt.
Kreditnehmer [Bearbeiten]
Bis zum Jahr 1977 waren Entwicklungsländer wie Industrieländer relativ gleichermaßen Kreditnehmer des IWF, beispielsweise Großbritannien war einer der größten Kreditnehmer. Bis dahin wurde die Konditionalität gegenüber Großbritannien nicht angewandt (Großbritannien war einer der Gründungsstaaten des IWF). Das änderte sich jedoch nach der mehrfachen Abwertung des Sterlings, zum ersten Mal sollte der IWF dem Staat Großbritannien wesentliche Bedingungen wie Verringerung von Sozialleistungen und Abschaffung von Importkontrollen auferlegen, als er 1977 einen Antrag wegen eines Stand-By-Kredites stellte. Das führte dazu, dass ab diesem Zeitpunkt der IWF als die „letzte Instanz, an die man sich wegen Krediten wenden sollte“ angesehen wurde, da diese Einmischung in nationale (Wirtschafts-)Politik durch andere Regierungen (insbesondere der USA, die in Form von Finanzminister William Simon meinte, dass Länder wie Großbritannien einen „internationalen Verhaltenskodex“ mit ihrer Wirtschaftspolitik brechen würden) als sehr unpopulär angesehen wird. Seit diesem Zeitpunkt hatte kein Industrieland mehr einen Antrag auf IWF-Kredite gestellt.
Nach Ansicht des Geografie-Professors Richard Peet wandelte sich der IWF erst damit von einer Form der Zusammenarbeit in Hinblick auf Wechselkurse und internationale Zahlungen, die hauptsächlich zwischen den Industrieländern stattfand, zu einer Form der Kontrolle der Wirtschaftspolitik der „Dritten Welt“ durch die „Erste Welt“. Dieser Ansicht wird allerdings von vielen Fachleuten zum Teil massiv widersprochen, denn der IWF sei Spiegelbild seiner Mitglieder und ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse.


Kritik

Dieser Artikel oder Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (Literatur, Webseiten oder Einzelnachweisen) versehen. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst gelöscht. Hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.Der IWF wird unter anderem für ein verfehltes Krisenmanagement kritisiert. So unterstützte der Fonds in den 1990er Jahren die Dollar-Kopplung des Argentinischen Peso, konnte aber nicht verhindern, dass das Land nach mehreren Jahren mit hohen Wachstumsraten in eine Wirtschaftskrise (die sogenannte Argentinien-Krise) geriet. Ebenfalls kritisch betrachtet wird die Rolle des IWF während der Ostasienkrise 1997. Kritiker behaupten, die Programme des IWF hätten nicht zur Lösung der Krise beigetragen, sondern hätten diese noch verschärft. Wegen einiger ähnlicher Situationen geben die Bretton-Woods-Institutionen öfter Anlass zu Auseinandersetzungen mit manchen Kreisen der Wirtschaft und Politik, besonders wenn es um Entwicklungsländer geht.
Unter anderem sind die „Bretton-Woods“-Institutionen auch zur Zielscheibe der Globalisierungskritiker geworden, da sie in ihren Augen eine neoliberale Politik betrieben. Des Weiteren wird, vor allem von Nichtstaatlichen Organisationen, der an die Kreditbewilligung gekoppelte Zwang zur Privatisierung von Elementen der öffentlichen Daseinsvorsorge kritisiert, da die betroffenen Regierungen dadurch die Kontrolle verlieren. Den Kritikern zufolge existiert in den Schuldnerländern in aller Regel kein oder zu wenig inländisches Kapital, um zum Beispiel die Wasserversorgung oder das Bildungswesen in eigener Regie privatisieren zu können, sodass diese Bereiche dann unter die Kontrolle internationaler Anleger fallen; oft aus den USA oder aus der Europäischen Union, die gegenüber ihren Kapitaleignern verantwortlich und daher nur wenig geneigt seien, auf die Probleme ihrer Gastländer Rücksicht zu nehmen. Darüber hinaus werde die Rendite aus der Investition in Zukunft aus den betroffenen Ländern abfließen, was eine Schwächung derer Binnenmärkte zur Folge hätte. Der Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz kritisiert in seinem Buch Die Schatten der Globalisierung den IWF für seine angeblich blinde Verfolgung der Wirtschaftspolitik-Vorstellungen des Washington Consensus.
Der IWF wird auch von konservativer Seite kritisiert, insbesondere in den Vereinigten Staaten. So argumentieren manche Ökonomen, das Bereitstellen von IWF-Nothilfe in Finanzkrisen verführe Schwellenländer, zu hohe Schulden aufzunehmen, während Investoren zu viel Geld in Schwellenländern investierten. Auch betrachten manche Politiker insbesondere der Republikanischen Partei die multilaterale Ausrichtung von IWF, Weltbank und Vereinten Nationen als mögliche Behinderung der US-Außenpolitik. Während der Asien-Krise etwa forderte der IWF eine Quotenerhöhung von den Mitgliedsländern, da er fürchtete, die nötigen Mittel zur Bekämpfung der Krise könnten sein Grundkapital übersteigen. Der US-Kongress stimmte dieser Erhöhung nur zu gegen Einsetzung einer republikanisch dominierten Kommission, welche Möglichkeiten einer Einschränkung der Rolle des IWF und der Weltbank untersuchen sollte. Das Ergebnis war der sogenannte Meltzer-Report (benannt nach dem konservativen amerikanischen Ökonomen Allan Meltzer).
Anders geartete Kritik kommt aus Schwellenländern, insbesondere in Asien. Sie kritisieren die amerikanisch-europäische Dominanz von IWF und Weltbank, welche sich in der Stimmgewichtung in diesen Institutionen niederschlage. Die Kritiker behaupten, die Stimmverteilung sei antiquiert und reflektiere die Struktur der Weltwirtschaft der 1950er Jahre. So hat Frankreich z. B. mehr Stimmen im IWF-Exekutivboard als China, die Schweiz oder Belgien haben mehr Stimmen als Brasilien. Dies – so die Kritiker – untergrabe die Legitimität und Relevanz der Bretton-Woods Institutionen. Eine grundlegende Reform der Quotenstruktur scheiterte bislang stets am Widerstand der Europäer. Zum Teil als Konsequenz ist wiederholt die Schaffung eines alternativen „Asiatischen Währungsfonds“ diskutiert worden.
Obwohl die meisten Staaten Entwicklungsländer sind, haben diese im IWF relativ wenig zu sagen. Die Stimmrechte im IWF werden im Wesentlichen durch die Einlagequoten der einzelnen Länder bestimmt, in deren Berechnung das Bruttoinlandsprodukt zu Marktpreisen, die Reserven an Gold, Devisen, IWF-Sonderziehungsrechten und -Reservepositionen, empfangene und geleistete Zahlungen für Waren, Dienstleistungen, Einkommen und private Übertragungen sowie die Variabilität der empfangenen Zahlungen eingehen.
Publikationen [Bearbeiten]
Seit März 2002 publiziert der IWF den vierteljährlich erscheinenden Global Financial Stability Report, der die vorherigen Publikationen International Capital Markets (jährlich seit 1980) und Emerging Market Financing (vierteljährlich seit 2000) ablöste.
Im Vorwort der ersten Ausgabe des Global Financial Stability Report im März 2002 schrieb der damalige Geschäftsführende Direktor Horst Köhler: „Die Erfahrungen mit der schnellen Ausdehnung der Finanzmärkte während des vergangenen Jahrzehnts haben die Bedeutung einer laufenden Bewertung der privaten Kapitalflüsse unterstrichen, die zugleich Motor des weltweiten wirtschaftlichen Wachstums und manchmal das Zentrum von krisenhaften Entwicklungen sind.“
Literatur [Bearbeiten]
Thomas Gerassimos Riedel: Rechtsbeziehungen zwischen dem Internationalen Währungsfonds und der Welthandelsorganisation: die Organisationen und ihre gegenseitigen Rechtsbeziehungen im Bereich des Handels und der Subventionen, Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2008, ISBN 978-3-8329-3703-4
Axel Dreher: Die Kreditvergabe von IWF und Weltbank. Ursachen und Wirkungen aus politisch-ökonomischer Sicht. wvb Berlin, 2003, ISBN 3-936846-54-5
Axel Dreher: Verursacht der IWF Moral Hazard? Ein kritischer Literaturüberblick, Jahrbuch für Wirtschaftswissenschaften 54, 3: 268–287 (2003)
Joseph E. Stiglitz: Die Schatten der Globalisierung Goldmann, München 2002, ISBN 3-442-15284-4
Richard Peet: Unholy Trinity. The IMF, World Bank and WTO, ISBN 1-84277-072-1, ISBN 1-84277-073-X
Michel Chossudovsky: Global Brutal. Der entfesselte Welthandel, die Armut, der Krieg, Zweitausendeins, Frankfurt a. M. 2002, 476 S. ISBN 3-86150-441-3 ? Vorwort: [1]
Filmographie [Bearbeiten]
Bamako. Spielfilm mit dokumentarischen Gerichtsszenen, Mali, USA, Frankreich 2006, 115 Min., Regie: Abderrahmane Sissako, u. a. mit Danny Glover, Besprechung der NYT, Informationen der Internet Movie Database zu Bamako (englisch) oder (deutsch)
Weblinks [Bearbeiten]
Wikinews: Portal:Internationaler Währungsfond – Nachrichten
Website des IWF (mehrsprachig)
Deutschsprachige Informationen (Stand 2000)
60 Jahre Bretton-Wood-System, Die Unterstützung von Diktaturen durch Weltbank und IWF
Der Internationale Währungsfonds und die Entwicklung der internationalen Finanzbeziehungen von 1945–2000
IWF und Weltbank – Anspruch und Wirklichkeit
Grafik: IMF – Informationen und Stimmenverteilung 2006, aus: Zahlen und Fakten: Globalisierung, Bundeszentrale für politische Bildung/bpb
Quellen [Bearbeiten]
? IWF: IMF Members' Quotas and Voting Power, and IMF Board of Governors
? Rücktrittsankündigung de Ratos vom 28. Juni 2007
? Neue Zürcher Zeitung: Strauss-Kahn wird neuer Chef des Währungsfonds vom 29. September 2007.
? ISBN 1-84277-073-X, Seite 66
38.898888888889-77.0441666666677Koordinaten: 38° 53' 56? N, 77° 2' 39? W
Von „http://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_W%C3%A4hrungsfonds“

Am 2. April versammelte der G20-Gipfel in London die Finanzminister und Zentralbankchefs aus 20 Ländern, einschließlich der sieben großen Industrienationen. Die EU wurde durch die Tschechische Republik vertreten.Der Internationale Währungsfonds und die Weltbank nahmen auch teil. Bei dieser Gelegenheit bekräftigte Premierminister Gordon Brown die Entstehung einer "neuen Weltordnung" - Video (siehe auch Video 2 von oben am rechten Rand dieses Blogs)
Downing Street Number 10 (Auszug)4. Heute haben wir versprochen, das Notwendige zu tun• zur Wiederherstellung des Vertrauens, Wachstums und der Beschäftigung;• zur Reparatur des Finanzsystems und der Wiederherstellung der Kreditvergabe;• zur Stärkung der Haushaltsordnung für den Wiederaufbau des Vertrauens;• zur Finanzierung und Reform unserer internationalen Finanzinstitutionen zur Überwindung dieser Krise und zur Verhinderung Künftiger;• zur Förderung der globalen, grünen und nachhaltigen Erholung.
Hier geht es weiter: http://euro-med.dk/?p=7796
Interessant ist, dass der IWF seit einem Jahr beabsichtigt 400 Tonnen Gold zu verkaufen.
http://www.news-times.de/Silberinfo-Analyse/20152340/Gold+m%F6gliche+IWF+Verk%E4ufe+dr%FCcken+Preis

Sonntag, 4. Januar 2009

Horst Köhler - eine Karriere





Update 29.10.2013

Bundespräsident empfängt VGL-Großmeister:
Klares Bekenntnis zur Freimaurerei

01/2009[pam]„Die Freimaurerei hat einen festen Platz in unserer freiheitlichen Gesellschaft.“ Mit diesem klaren Bekenntnis zur Freimaurerei fasste Bundespräsident Horst Köhler sein persönliches Gespräch mit den deutschen Großmeistern zusammen.


http://www.bruderkette-wuppertal.de/4.html





"Written by Ingrid Schellhammer


Sein bisheriger Lebenslauf
Horst Köhler wurde 1943 im heute polnischen Skierbieszów, damals Heidenstein, im Generalgouvernement für die besetzten polnischen Gebiet geboren, als Sohn bessarabien-deutscher Bauern. Seine Eltern lebten ursprünglich in Nord-Bessarabien, heute Moldawien, damals Rumänien. Nachdem die rumänische Provinz im Sommer 1940 als Folge des Hitler-Stalin-Paktes an die Sowjetunion fiel, wurde die Familie im Herbst 1940 zusammen mit anderen „Volksdeutschen“ „heim ins Reich geholt“, wo die Familie zunächst in einem Lager lebte, bis ihr im August 1942 ein von seinen polnischen Besitzern zwangsgeräumter Hof im damaligen Heidenstein zugewiesen wurde.
Beim Anrücken der Roten Armee im Januar 1945 flüchtete die Familie in Richtung Westen. In Markleeberg bei Leipzig versuchten seine Eltern erneut, eine bäuerliche Existenz aufzubauen. Als 1953 die Kollektivierung der Landwirtschaft droht, entschließen sich die Köhlers die DDR in Richtung Bundesrepublik zu verlassen. Über verschiedene Flüchlingslager landet Familie Köhler schließlich 1957 im schwäbischen Ludwigsburg. Dort macht Horst Köhler 1963 Abitur.
1963-1965 dient Köhler als Zeitsoldat in bei einem Panzergrenadierbataillon in Ellwangen, wo er es bis zum Leutnant brachte. Von 1965 bis 1969 studiert Köhler in Tübingen Volkswirtschaftslehre und Politikwissenschaften. 1977 schließt er, ebenfalls in Tübingen, seine Dissertation mit dem Thema „Freisetzung von Arbeit durch technischen Fortschritt“ ab.
Von 1976 bis 1980 war Köhler im Bundesministerium für Wirtschaft in der Grundsatzabteilung tätig. 1981 wurde er Mitglied der CDU und wechselte im gleichen Jahr in die Staatskanzlei der Landesregierung von Schleswig-Holstein unter Ministerpräsident Gerhard Stoltenberg. Auf dessen Vorschlag hin wird Köhler 1982 Leiter des Ministerbüros und Leiter der Unterabteilung I A im Bundesministerium der Finanzen. 1987 wird er Leiter der Abteilung I im Bundesfinanzministerium für Grundsatzfragen der Finanzpolitik, finanzielle Fragen einzelner Bereiche und industrielles Bundesvermögen und 1989 Leiter der Abteilung VII des Bundesfinanzministerium für Geld und Kredit.
Von 1990 bis 1993 war Köhler Staatssekretär im Bundesfinanzministerium. In dieser Funktion war er verantwortlich für finanzielle und monetäre Beziehungen und damit der maßgebliche deutsche Unterhändler bei den Verhandlungen zum Vertrag von Maastricht, sowie den Verträgen für die „Deutsche Wiedervereinigung“. Außerdem handelte Köhler in dieser Funktion mit Russland Milliardenzahlungen für den Abzug der Sowjetarmee aus Deutschland aus und er regelte die deutsche Finanzhilfe für den Golfkrieg 1991, d. h. die Zahlung von ca. 12 Mrd. DM an die USA.
Als Chefunterhändler von Bundeskanzler Kohl sowie als dessen persönlicher Vertreter bereitete er die G7-Wirtschaftsgipfel in Houston (1990), London (1991), München (1992) und Tokio (1993) vor.
Nach Lorenz Maroldt, Chefredakteur des Berliner Tagespiegels, war Köhler in seiner Eigenschaft als Staatssekretär hauptverantwortlich für die Gestaltung der Währungsunion, die nach Aussage des Bundesrechnungshofes die ostdeutschen Betriebe und Banken zugunsten der westdeutschen Unternehmen und Finanzinstitute übervorteilte und den bundesdeutschen Haushalt mit einem zusätzlichen Schuldenaufkommen von 200 Milliarden Euro belastete.
In seine Amtszeit fiel auch die Entscheidung, die sozialpolitischen Kosten der Wiedervereinigung aus den beitragsfinanzierten Sozialkassen zu finanzieren. Zwischen den Jahren 1991 und 1997 erwirtschaftete die gesetzliche Rentenversicherung - trotz Wiedervereinigung - noch immer einen Überschuss von rund 71 Mrd. DM, in der Arbeitslosenversicherung betrug der Überschuss in diesem Zeitraum sogar 116 Mrd. DM. Seit 1992 wurden die sozialen Sicherungssysteme insgesamt mit 300 Mrd. Euro belastet, die sie für die Finanzierung der Einheit aufbringen mussten.
Im Jahr 2000 wurde Köhler auf Vorschlag von Bundeskanzler Gerhard Schröder (!) zum Geschäftsführenden Direktor des IWF bestellt.
Darüber hinaus ist Horst Köhler seit 2000 Mitglied der „Trilateralen Kommission“. Diese Kommission wurde 1973 von David Rockefeller gegründet mit dem Ziel, „die Zusammenarbeit der Länder Europas, Nordamerika und Japan zu verbessern“. Inzwischen hat diese Kommission ca. 300 einflussreiche Mitglieder aus Politik und Wirtschaft aus besagten Ländern. Ziel dieser Kommission ist es, eine Allianz zwischen den größten kapitalistischen Staaten voranzutreiben, mit dem Ziel, eine stabile Form der Weltordnung zu erhalten, die ihren Interessen entspricht. Dies schließt ein Bekenntnis zu einer liberalen internationalen Wirtschaftsordnung mit ein. Mitglieder dieser Kommission sind neben Köhler u.a. Josef Ackermann, Otto Graf Lambsdorff, Georg W. Bush, John McCain, Bill Clinton, Helmut Schmidt und Gerhard Schröder.
Im Herbst 2003 wurde Köhler – aufgrund seiner langjährigen Erfahrungen in Wirtschafts- und Währungsfragen - von der Universität, an der er seinerzeit studiert und später seine Dissertation geschrieben hat, zum Honorarprofessor ernannt
Am 4. März 2004 nominierten CDU, CSU und FDP Köhler als gemeinsamen Kandidaten für die Wahl des Bundespräsidenten am 23. Mai 2004.
Horst Köhler als Geschäftsführender Direktor des IWF
Auf dem Hintergrund der ersten internationalen Schuldenkrise konnten Weltbank und IWF in den 80er Jahren ihren politischen Einfluss auf die Struktur-, Wirtschafts- und Finanzpolitik von Entwicklungsländern kontinuierlich ausweiten. Im Gegenzug zur Gewährung von Krediten mussten die Schuldnerländer umfassende wirtschaftspolitische Maßnahmenpakete umsetzten, sogenannte Strukturanpassungsprogramme (SAPs), mit denen die Voraussetzungen für ein stabiles und hohes Wachstum geschaffen werden sollten.
Mit diesen SAPs vollzogen IWF und Weltbank einen klaren Paradigmenwechsel hin zum Neoliberalismus. Staatsinterventionen in Wirtschaftsabläufe, die der gezielten Schaffung von Beschäftigung und Wachstum dienen sollten, wurden von nun an als Ursache für ökonomische Fehlentwicklung deklariert und das Abbauen des vermeintlich „ineffizienten“ öffentlichen Sektors wurde als eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Ankurbelung privater wirtschaftlicher Aktivitäten aufgefasst.
IWF und Weltbank verordneten dementsprechend ihren Kreditnehmern ein Standard-Reformpaket, das auf die Zurückdrängung staatlicher Interventionen in Wirtschaftsabläufe, die Öffnung der Märkte für ausländische Konkurrenz (Handels- und Kapitalmarkt-liberalisierung) sowie die Herstellung makroökonomischer Stabilität zielte. Besonderes Gewicht wurde auf die Bekämpfung der Inflation, eine rasche und weitgehende Privatisierung öffentlicher Unternehmen in den Bereichen Wasserversorgung, Verkehr, Banken, Post,Telekommunikation sowie Bildungs- und Gesundheitswesen, eine drastische Kürzung der Staatsausgaben, sowie die Preis- und Handelsliberalisierung gelegt. Soziale Aspekte oder Verteilungsfragen spielten dabei so gut wie keine Rolle, da davon ausgegangen wurde, dass ein Anstieg des Wachstums in einem „Trickle-down-Prozess“ letztlich auch den Armen zugute kommen würde.
Das angekündigte Wachstum blieb jedoch aus. Stattdessen verschlechterten sich die Lebensbedingungen in den meisten Schuldnerländern massiv. Infolge der SAPs stiegen zwar die Exporte, doch der Zuwachs war in der Regel auf wenige ressourcenintensive Bereiche mit niedrig qualifizierten Arbeitskräften konzentriert und wurde darüber hinaus häufig von einem massiven Importwachstum übertroffen, wodurch der lokale Markt und die interne Produktion zerstört wurde. Folgen waren ein wachsendes Handelsbilanzdefizit, eine zunehmende Außenverschuldung in vielen SAP-Ländern und eine rapide steigende Arbeitslosigkeit.
Als Antwort auf die zunehmende Kritik an der Politik des IWF - auch aus den eigenen Reihen - setzte sich in den 90er Jahren die Auffassung durch, dass ergänzende politische Maßnahmen nötig seien, um Wachstum dauerhaft aufrecht zu erhalten sowie die sozialen Auswirkungen der SAPs abzumildern. Leistungsfähige Institutionen und gute Regierungsführung, inklusive Korruptionsbekämpfung, galten nun zunehmend als entscheidende Erfolgsgaranten für die Durchführung wirtschaftsliberaler Reformen. In der erweiterten Politikagenda der 90er Jahre wurde die Rolle des Staates neu bewertet, vor allem im Hinblick auf den Aufbau und die Garantie effektiver Märkte. Die staatliche Absicherung privater Eigentumsrechte galt nun als zentraler Faktor für die Lösung des Problems unzureichender Investitionen.
Außerdem erhielt gegen Ende der 90er Jahre die „Armutsbekämpfung“ eine neue Bedeutung in der erweiterten Politikagenda. Die Einführung von Poverty Reduction Strategy papers (PRSPs) spiegelten das neue Gewicht sozialer Aspekte in der internationalen politischen Agenda wider. Um diesen vermeintlichen Politikwechsel zu signalisieren, erhielten 1999 auch die Kredite von IWF und Weltbank wohlklingende neue Namen: der IWF taufte seine SAP für ärmere Entwicklungsländer in Poverty Reduction Growth Facility (PRGF) um und die Weltbank nannte ihre neuen Kredite Poverty Reduction Support Credits (PRSCs).
Neu bei den neuen SAPs ist, dass sie nach dem „ownership-Prinzip“ von den Ländern selbst und unter Beteiligung von Parlamenten, Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften, Kirchen und zivilgesellschaftlichen Gruppen erarbeitet werden sollen. Das sieht auf den ersten Blick nach mehr Demokratie aus, in der Realität findet diese Demokratie aber bestenfalls auf höchster Ebene statt d.h. es werden bestenfalls Regierungsvertreter, Vertreter von Arbeitgeberverbänden, kirchliche Amtsträger und der lokalen Regierung genehme Gewerkschafter in den Diskussionsprozess einbezogen. Auch behalten Weltbank und IWF das letzte Wort d.h. sie können Bedingungen streichen, verändern oder andere hinzufügen. Im Ergebnis unterscheiden sich die so zustande gekommen SAPs letztlich kaum von denen älteren Datums, außer darin, dass sie nun nicht mehr von Weltbank und IWF diktiert, sondern vermeintlich demokratisch zustande gekommen sind.
Im Februar 2000, auf dem Höhepunkt der sogenannten Ostasienkrise, auf dem Weltbank und IWF erneut im Kreuzfeuer weltweiter Kritik standen, wird Horst Köhler Geschäftsführender Direktor des IWF. Köhler steht für die vermeintlich neue Strategie des IWF: die Armutsbekämpfung „unter Beteiligung von Parlamenten, Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften, Kirchen und zivilgesellschaftlichen Gruppen“.
Wie diese Armutsbekämpfung während seiner Amtszeit real ausgesehen hat, sollen ein paar Beispiele aufzeigen: Vor dem Crash in Argentinien 2001 hat Köhler den IWF-Kurs, der einen entscheidenden Anteil an der Entwicklung hatte, mitgetragen und auch nach dem Crash hat Köhler knallhart die alte Linie durchgezogen. Von Armutsbekämpfung hörte man in diesem Zusammenhang nichts von dem neuen Geschäftsführenden Direktor.
Auch die viel gelobte HIPC-Initiative (HIPC = heavily indebted poor countries, hoch verschuldete arme Länder), das Ergebnis der Erlassjahrkampagne, für deren Umsetzung wiederum Weltbank und IWF zuständig waren, war nur für wenige Länder ein bestenfalls kleiner Segen. Basierend auf den Recherchen der britischen Entwicklungsorganisation Oxfam kritisiert WEED die Ergebnisse der HIPC-Initiative. Lediglich eine kleinere Gruppe von Ländern werde von „größeren Entlastungen im Budget profitieren z.B. Bolivien, Kamerun, Mosambik, Uganda und Ruanda“. Trotz größerer Entlastungen werden aber auch Kamerun sowie Honduras, Malawi, Mauretanien und Guinea nach wie vor zwischen 15 und 35 Prozent der Haushaltseinnahmen für den Schuldendienst ausgeben müssen. Für Sambia, Tansania und Senegal ist das Ergebnis sogar negativ, bilanziert WEED: Nach der Entschuldung unter den HIPC-Bedingungen werden diese drei Länder sogar mit einem Anstieg ihres Schuldendienstes rechnen müssen. Nach Angaben der Erlassjahrkampagne wird Sambia nach seiner Entschuldung jährlich 85 Millionen US-Dollar mehr zu zahlen haben als vorher. 1995 hatte der IWF dem Land umfangreiche Kredite zur Verfügung gestellt, die den Schuldendienst auf Altschulden aus den achtziger Jahren sicherstellen sollten. Da diese Rückzahlungen durch die geplanten Entlastungen kaum reduziert werden, wird der Schuldendienst 2001 235 Millionen US-Dollar betragen, fast doppelt so viel, wie die Regierung Sambias - wo dreizehn Prozent aller Kinder inzwischen Aids-Waisen sind - für das öffentliche Gesundheitswesen ausgibt. (junge Welt vom 20.01.2001)
Am 26.4. 2001 billigen Weltbank und IWF ein neues Finanzpaket über 10 Mrd. US-$ zur Stützung der türkischen Wirtschaft (IWF 8,5 Mrd., Weltbank 1,5 Mrd.). Die Gelder sollen allerdings nur freigegeben, wenn die Türkei die ausstehenden gesetzlichen Schritte „zur Reform des Wirtschaftssektors“ unternehme. Eine dieser Reformen war die Senkung der Reallöhne, eine andere eine starke Aufwertung der Neuen Türkischen Lira (YTL), was im Ergebnis zu einer doppelten Reallohnsenkung führte.
Im August 2002 knüpft der IWF in alter Manier eine Zusage über einen 30-Milliarden-Dollar-Kredit an Brasilien an die Bedingung, die Staatsausgaben drastisch zu reduzieren – einer Maßnahme, die mit Sicherheit das Gegenteil von Armutsbekämpfung bewirkte.
Im August 2003 protestierten in Honduras über zehntausend Menschen gegen Wirtschaftsreformen, mit denen die Regierung den IWF zur Freigabe eines Teilkredits bewegen wollte. Rund 12.000 Demonstranten blockierten die Zufahrten in die Hauptstadt Tegucigalpa. Auf ihren Spruchbändern stand "Nein zum IWF". Das honduranische Parlament hatte in der Woche davor per Gesetz privaten Unternehmen den Zugang zum staatlichen Wasserversorgungsmarkt ermöglicht. Außerdem plante die Regierung ein Gesetz zur „Regulierung der Gehälter“ der rund 100.000 Staatsbediensteten. (taz vom 28. 08. 2003)
Zum Abschluss seines zweitägigen Argentinienbesuches im Juni 2003 stellt Köhler ein Drei-Jahres-Abkommen für Argentinien in Aussicht. In diesem soll Argentinien sich dazu verpflichten, die Strukturreformen zu vertiefen. Dazu gehören die Steuerpolitik, die Rechtssicherheit und die Öffnung des lokalen Kapitalmarktes. (taz vom 26. 06. 2003) In einer Presseerklärung des IWF vom 1. März 2004 lobt Köhler die Regierung Brasiliens, weil es ihr endlich gelungen sei, "langjährige Strukturprobleme" zu lösen, indem sie "das Renten- und Steuersystem reformierte".
Horst Köhler als Bundespräsident
Bereits als Geschäftsführender Direktor des IWF hat Horst Koehler immer wieder gegenüber Europa und speziell gegenüber Deutschland wirtschaftspolitische Forderungen erhoben, die der üblichen Strukturanpassungspolitik des IWF entsprechen. Dazu gehören unter anderem die Flexibilisierung der Arbeitsmärkte, eine grundlegende Rentenreform, sprich die Privatisierung der Altersvorsorge, und weitere "Strukturreformen". In einem Gespräch mit dem Spiegel fordert er 2001 noch als IWF-Chef eine Beschleunigung der Strukturreformen in Europa und den Abbau "übermäßiger Regulierungen" (Spiegel vom 5.11.2001).
Schröders "Agenda 2010" bezeichnete Köhler als "historisch", erklärte aber, ebenfalls noch in seiner Funktion als IWF-Direktor: "Aus meiner Sicht gehen die Vorschläge nicht weit genug." Er forderte "nachhaltige Reformen des Arbeits-, Sozial- und Steuersystems" und äußerte die Einschätzung, dass sich "zentralistische Lohnabschlüsse immer mehr als Arbeitsplatzvernichter" erweisen. "Es fehlt in Deutschland der Wille zur schöpferischen Zerstörung alter Strukturen", erklärte er im Herbst 2003 in einem Gespräch mit der FAZ. Die FAZ zitierte ihn außerdem mit der "Selbstkritik", dass er während seiner Zeit in der Regierung Kohl an groben Fehlern beteiligt gewesen sei, weil die christlich-liberale Koalition nach der Wiedervereinigung und den damit verbundenen Soziallasten die Sozialsysteme viel zu großzügig ausgebaut habe.
Während seiner Kandidatur 2004 kündigte Köhler an, im Mittelpunkt seiner Amtszeit werde das „Werben für weitere Reformen“ stehen. Er habe „die Bundespräsidentschaft nie angestrebt“, sagte er am 4. März 2004, doch könne er mit seiner Erfahrung etwas einbringen, "was Deutschland jetzt vor allen Dingen braucht, nämlich eine Diskussion und einen Prozess der Veränderungen nicht nur in der Wirtschaft". Außerdem müsse die Politik das Tempo erhöhen und schnellere Entscheidungen treffen.
Am 7. März 2004, bei seinem ersten politischen Auftritt nach der Nominierung, bezeichnete er die Inhalte und Pläne der so genannten Agenda2010 als „bei Weitem nicht ausreichend“, aber man habe in Deutschland „das Potenzial mit den Herausforderungen fertig zu werden“. Und: In Zukunft müsse den Menschen noch besser als bisher erklärt werden, warum die Reformen notwendig seien.
Michael Rogowski, Präsident des Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) nahm die Unionsentscheidung für den IWF-Direktor mit Wohlwollen auf: Er sei „eine Persönlichkeit, die uns nach außen als weltoffenes Land repräsentiert und nach innen mit den zum Teil unangenehmen, aber nötigen Reformen versöhnt“. Köhler zeigte auch sogleich, dass er den Erwartungen der Wirtschaftsbosse gerecht werden wird, und forderte: „Die deutschen Renten- und Gesundheitsversicherungen müssen dringend von unbezahlbaren Ansprüchen befreit werden.“ (Junge Welt vom 13.3.08)
In seiner Rede „Die Ordnung der Freiheit“ vom 15. März 2005 fordert Köhler, dass die Politik angesichts der Massenarbeitslosigkeit die Schaffung von Arbeitsplätzen als wichtiger einstufen solle als anderen politischen Ziele: „Angesichts der Lage auf dem Arbeitsmarkt brauchen wir in Deutschland jetzt eine politische Vorfahrtsregel für Arbeit. Was der Schaffung und Sicherung wettbewerbsfähiger Arbeitsplätze dient, muss getan werden. Was dem e0ntgegensteht, muss unterlassen werden. Was anderen Zielen dient, und seien sie noch so wünschenswert, ist nachrangig.“
"Es sind dicke Reformbretter, die wir bohren müssen", behauptet Köhler in seiner Rede weiter und lobt die Agenda 2010 als "mutigen Anfang". Um zu zeigen, in welche Richtung die Reformen gehen sollen, skizziert Koehler eine "Ordnung der Freiheit", die "Verantwortung für sich und andere fördert und belohnt". Der Einzelne soll Verantwortung übernehmen und seine Leistung müsse sich lohnen. In der gleichen Rede lobt Köhler die Lohnzurückhaltung der Gewerkschaften ...
Wenig später, am 27. März 2004, lässt Köhler über die „Welt am Sonntag“ verkünden, es sei zwar nicht Sache des Bundespräsidenten, sich mit einer einzelnen politischen Entscheidung wie 35-, 38- oder 40-Stunden-Woche zu befassen, jedoch könne es „für die Bevölkerung insgesamt kein Tabu sein, darüber nachzudenken, was geschehen muss, um dem Land zu helfen“. Er sei fest davon überzeugt, dass die meisten Deutschen wüssten, "wie notwendig es ist, manchmal mehr zu arbeiten, wenn die Umstände es verlangen".
Nach dem Eröffnungsgottesdienst auf dem Kirchentag in Hannover 2005 verkündigt Köhler, der Kirchentag könne „allen“ Mut machen, sich den Veränderungen in der Gesellschaft zu stellen. „Genau das brauchen wir.“
Am 22. Mai 2006 ist Köhler Gastredner auf dem DGB-Bundeskongreß in Berlin. In seiner Rede spricht er sich für „eine Senkung der Lohnnebenkosten als Voraussetzung für die Schaffung wettbewerbsfähiger Arbeitsplätze“ (im Klartext Lohnsenkung) aus. Stattdessen sollen die Sozialbeiträge „stärker steuerfinanziert“ werden (im Klartext: von den abhängig Beschäftigten allein aufgebracht werden).
Auf dem Evangelischen Kirchentag in Köln 2007 verkündigt Köhler in seiner Eröffnungsrede vor 10.000 begeisterten Zuhörern: den hier lebenden rund 500 Millionen Menschen (also uns allen) gehe es besser als den übrigen vier Fünfteln der Weltbevölkerung. Und warum? Weil Europa Freiheit mit wirtschaftlichem Fortschritt und sozialem Ausgleich verbinde. Allerdings sei es bislang leider nicht gelungen, dieses Modell z.B. in Lateinamerika zu verankern, bedauert der Bundespräsident ...
In einem Gespräch mit der "FAZ" am 29. Dezember 2007 mahnt Köhler, am Konjunkturhimmel zögen Wolken auf, und forderte "mehr Reform-Ehrgeiz". Dazu sei politischer Mut nötig. "Wir haben ein Problem mit dem Aushaltenkönnen bis Reformen wirken." Deutschland habe sich noch nicht genügend auf die Chancen und Risiken der Globalisierung und die Alterung der Bevölkerung eingestellt. "Einem Schritt oder zweien voran folgt leider oft auch wieder ein Schritt zurück", sagte er mit Bezug auf die verlängerte Zahlung des Arbeitslosengeldes I an Ältere.
Ebenfalls „kritisch“ äußert sich Köhler in besagtem Interview zum Post-Mindestlohn. Er wisse nicht, ob diese Regelung "eine rundum gelungene Antwort" sei. Mindestlöhne gebe es zwar auch anderswo, "aber es gibt Risiken, denn ein Mindestlohn, der von den Arbeitgebern im Wettbewerb nicht gezahlt werden kann, vernichtet Arbeitsplätze."
Am 22. Mai 2008 gibt Köhler bekannt, dass er im nächsten Jahr erneut für das Amt des Bundespräsidenten kandidieren werde. Das Land habe in den vergangenen Jahren eine gute Entwicklung genommen, diesen Weg wolle er weiter begleiten ...
Literatur:
Vorsicht: Weltbank, Autor: Uwe Hoering, Herausgeber: Forum Umwelt und Entwicklung, VSA-Verlag Hamburg, 2007, ISBN: 978-3-89965-241-3
Zum Beispiel: IWF & Weltbank, Autor: Uwe Hoering, Lamuv Verlag, Göttingen 1999, ISBN: 3-88977-547-0 Vom "Washingtoner Konsens" zum "Genfer Konsens": Strukturanpassung in neuem Gewand? Von Daniela Setton. Erschienen im Rahmen des VENRO Projektes "Perspektive 2015 - Armutsbekämpfung braucht Beteiligung". Dezember 2006, 38 Seiten. Herausgeber: Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen e.V. (VENRO), Armutsstrategiepapiere (PRSP), Neuanfang in der Strukturanpassungspolitik von IWF und Weltbank? Mai 2002, 20 Seiten, Autorin: Miriam Walther, Herausgeber weed (World Economy, Ecology and Developement e.V.)"

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Bundespräsident Horst Köhler hat das Gesetz zur Telekommunikationsüberwachung und Vorratsdatenspeicherung unterzeichnet. Nach intensiver Prüfung hatte er, wie in einem Zeit-Artikel zu lesen ist keine verfassungsrechtlichen Bedenken feststellen können. Das umstrittene Gesetz kann nun zum 1. Januar 2008 in Kraft treten.







Trilaterale Kommission:
Trilaterale Kommission
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Die Trilaterale Kommission (TK) wurde 1973 auf Betreiben von David Rockefeller gegründet. Sie ist eine Gesellschaft mit über 300 Mitgliedern aus Europa, Nordamerika und Japan mit dem Ziel, die Zusammenarbeit dieser Regionen zu verbessern. Die großen Wirtschaftsblöcke USA/Nordamerika, Europa (EU) und Japan werden in der Internationalen Politischen Ökonomie auch als Triade bezeichnet.
Auf den Zusammenkünften dieser Organisation werden als aktuell und global angesehene Probleme behandelt. Bisher existieren 51 Protokolle der Tagungen der TK.
Der britische Politikwissenschaftler Stephen Gill, der an der York University in Toronto lehrt, hat 1990 eine Studie über die TK im Rahmen einer Theorie internationaler politischer Ökonomie vorgelegt. Er definiert das Anliegen der TK wie folgt: "Trilateralismus kann definiert werden als ein Projekt zur Entwicklung einer organischen (oder relativ dauerhaften) Allianz zwischen den größten kapitalistischen Staaten mit dem Ziel, eine stabile Form der Weltordnung voran zu treiben (oder zu erhalten), die ihren dominanten Interessen entspricht. Dies schließt ein Bekenntnis zu einer mehr oder weniger liberalen internationalen Wirtschaftsordnung ein." (vgl. Gill 1991:1)
Die TK steht für Gill im Zentrum der Analyse bei der Diskussion um den Niedergang der US-amerikanischen Hegemonie in der internationalen Politik (vgl. z. B. Keohane 1984, Kennedy 1987, Calleo 1987). Viele Forscher diagnostizierten für die 70-er und 80-er Jahre einen relativen Niedergang der US-Hegemonie wegen des Erstarkens der Wirtschaftsmächte Europäische Gemeinschaft (bzw. EU) und Japan. Gill argumentiert, dass es zwar eine Krise der US-Hegemonie gab, sich die Hegemonie aber gewandelt habe. Er kritisiert die staatszentrierte Sichtweise der Debatte und betont, das langfristige Potential von Institutionen wie der Trilateralen Kommission, die dazu dienen, gemeinsame kulturelle und strategische Konzepte zu entwerfen und spezifische Formen der Interaktion und Identifikation der Eliten zu erzeugen. (vgl. Gill 1991: 75)
Wie die Bilderberg-Gruppe, aus der sie hervorging, steht auch die Trilaterale Kommission immer wieder im Fokus von Verschwörungstheorien. Man sagt der trilateralen Kommission nach, sie strebe „Global Governance“ an, was als „Governance without Governments“ zu verstehen ist. Die TK ist jedoch nur ein, wenn auch einflussreicher Teil in einem wachsenden transnationalen Politiknetzwerk, das man wiederum als Teil von Global Governance verstehen kann. Die Macht, die die TK ausübt, funktioniert in erster Linie über Ideen, die Entscheidungsträger miteinander austauschen. Die TK ist eine liberal orientierte Institution der transnationalen Zivilgesellschaft, die natürlich auch Einfluss auf das Handeln von Regierungen hat.

Mitglieder (Auswahl) Josef Ackermann, Kurt Biedenkopf, Zbigniew Brzeziński, Dianne Feinstein, Arkadiusz Górski, Richard Holbrooke, Henry Kissinger, Horst Köhler, Otto Graf Lambsdorff, Joseph Nye, Norbert Wieczorek, Paul Wolfowitz, Robert Zoellick, George H. W. Bush, Bill Clinton, John McCain, Robert McNamara, David Rockefeller, John D. Rockefeller III, Edmund Rothschild, Otto Wolff von Amerongen, Kurt Birrenbach, Horst Ehmke, Hans Hartwig, Dieter Hoffmann, Ludwig Huber, Horst Janott, Karl Kaiser, Norbert Kloten, Erwin Kristoffersen, Walther Leisler Kiep, Hanns W. Maull, Alwin Münchmeyer, Friedrich Neumann, Volker Rühe, Hans Günther Sohl, Theo Sommer, Helmut Schmidt, Ronaldo Schmidt, Gerhard Schröder, Heinz-Oskar Vetter, Joachim Zahn.



Das Geheimnis der Trilateralisten:
Wer steuert die Welt?
Die Verabschiedung vom Prinzip der geheimen Kabinettspolitik wurde einst als demokratischer Fortschritt bejubelt. Die Bürger wollten offen und transparent regiert werden. Niemand sollte sie länger von Informationen abschneiden, gängeln und manipulieren. Aufklärung und Emanzipation wiesen den "Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit" (Kant). Doch allmählich werden die Räder wieder zurückgedreht. Nicht nur in Deutschland, sondern in der gesamten westlichen Hemisphäre. Entwickelt hat sich als neuer Adel eine überstaatliche "politische Klasse", die hinter verschlossenen Türen die Entwicklungen abspricht, kontrolliert und steuert.Die Völker werden zunehmend entmündigt. Wer dieses Problem anspricht, läuft Gefahr, als Obskurant und Verschwörungstheoretiker niedergemacht zu werden, womöglich als jemand, der sein Weltbild aus den "Protokollen der Weisen von Zion" bezieht. Diskussionen über Hintergrundzirkel sind verpönt. So kommt es denn, daß nahezu kein Deutscher die "Trilaterale Kommission" (TK) kennt, obwohl diese das wohl einflußreichste Steuerungsinstrument der Weltgeschichte darstellt.Es handelt sich keineswegs um anonyme, gesichtslose Akteure. Ihre Namen sind zumindest teilweise bekannt, und sie haben sich sogar ein eigenes Wappen gegeben: drei sich vereinigende Pfeile. Hinter verschlossenen Türen Im letzten Oktober tagte die europäische Sektion der Trilateralisten in Berlin, Unter den Linden 77, Hotel Adlon. Eine illustre Schar: Vorstandschefs wie Heinrich von Pierer von Siemens, Ex-Premierminister wie Schwedens Carl Bildt, EU-Kommissare a.D. wie Sir Leon Brittan, Milliardäre wie Marcus Wallenberg, Zentralbanker wie EZB-Vizepräsident Lucas Papademos kamen im Minutentakt durch die goldene Drehtür des Luxushotels. Man konnte sie sehen, ihnen aber nicht zuhören. Denn die wichtigste TK-Regel lautet:Alles, was besprochen wird, ist geheim. Während das Weltwirtschaftsforum in Davos einmal im Jahr wenigstens einige interessierte Beobachter zuläßt, bleiben die Trilateralisten konsequent unter sich - abgeschottet im Dämmerlicht. "Diese Intimität macht die Kommission so wertvoll", sagt das deutsche Mitglied Karsten Voigt (SPD), Koordinator für die deutsch-amerikanische Zusammenarbeit im Auswärtigen Amt. Die Bürger wären womöglich "überfordert", wenn sie hören oder lesen würden, welchen Endzielen die tagespolitischen Weichenstellungen dienen. Der Kreis der Eingeweihten und Informationsprivilegierten ist überschaubar: Nur 385 Trilateralisten gibt es weltweit. 160 davon stammen aus Europa, 115 aus Nordamerika und 110 aus Asien. Sie repräsentieren die drei wirtschaftlichen Zentralregionen der Erde. "Wir wollen die Interdependenz fördern", sagt der Ire Peter Sutherland, Vorsitzender der europäischen TK-Gruppe. "Interdependenz" heißt auf deutsch: gegenseitige Abhängigkeit.Die Staaten und Regionen sollen an eigenständigen Entwicklungen gehindert werden; nationale Sonderwege sind unerwünscht. Der 58jährige Sutherland ist ein typischer TKler. Er war Chef der Welthandelsorganisation GATT und der Investmentbank Goldman Sachs. Zuvor amtierte er als EG-Kommissar für Wettbewerbsfragen. Begonnen hatte er 1981 als irischer Generalstaatsanwalt. 1995 wurde er stellvertretender Vorsitzender der British Petroleum Company (BP). Da kann man nur staunen: Politik und Juristerei, Bankwesen und Ölgeschäft - alles in einer Person gut vermischt. Die Trilateralisten kennen weder Gewaltenteilung noch Interessenskollisionen. Sie personifizieren eine allumfassende Oligarchie. Geld und Politik = Macht Gegründet wurde die TK vor 31 Jahren. Damals sorgte sich der schwerreiche US-Bankier David Rockefeller um die Konflikte Amerikas mit dem aufstrebenden Japan und dem sich in der EG einigenden Europa.US-Präsident Richard Nixon kündigte den Goldstandard auf - es drohten unkontrollierbare Entwicklungen. Dem Chef der Chase Manhattan Bank fiel die Aufgabe zu, einen überstaatlichen Zusammenschluß einflußreicher Funktionäre und Manager gegen nationale und regionale "Egoismen" in Stellung zu bringen. Das galt und gilt freilich nicht für US-Belange. Die Trilaterale Kommission ist im Zweifelsfall proamerikanisch, wobei weniger das Land als seine internationalistisch ausgerichtete Ostküste gemeint ist. In der Kommission, so heißt es, ist jeder ausschließlich Privatier. Wer ein führendes Regierungsamt übernimmt, muß seine Mitgliedschaft ruhen lassen. So wie Richard Cheney, Paul Wolfowitz und Richard Perle. Sie folgten George W. Bush ins Weiße Haus, Cheney gar als Vizepräsident. Die drei gelten als treibende Kräfte hinter dem Irakkrieg, wobei sich Ölinteressen und proisraelische Schutzmachtfunktionen die Waage halten. In Berlin beim Treffen von 97 europäischen Trilateralisten war das Verhältnis zwischen Europa und den USA eines der Hauptthemen. Einigkeit bestand darüber, daß es grundsätzlich egal ist, wer in Washington regiert - solange es einer von der TK-Liste ist, zumindest einer, der sich auf Trilateralisten stützt. Schon 1976 entstammten 15 Kabinettsmitglieder des US-Präsidenten Jimmy Carter der Trilateralen Kommission - auch Carter selber. Seitdem betrachten patriotisch-konservative Kommentatoren in den USA die Kommission als eine Art geheime Weltregierung. 18 deutsche Trilateralisten Die Öffentlichkeit bemerkt davon wenig. Alles läuft vertraulich ab - wie im Tempelhaus einer Freimaurerloge, allerdings unter Verzicht auf befremdliche Rituale. Wahlen gibt es keine in der Trilateralen Kommission: Hinzugeladen wird, wer als geeignet erscheint. Die Zahl der Sitze ist quotiert: Deutschland stehen derzeit 18 Mitglieder zu.Werden neue Länder integriert wie unlängst die EU-Beitrittsstaaten, geben die anderen TK-Nationalitäten Sitze ab. Ihren Jahresetat von 550 000 Euro finanziert die europäische Gruppe der Trilateralen fast ausschließlich über Spenden, was angesichts der wohlbestallten Mitglieder kein Problem ist. Vorsitzender der deutschen TK-Gruppe ist seit 2002 Michael Fuchs, CDU-Bundestagsabgeordneter aus Koblenz und ehemaliger Präsident des Bundesverbandes des deutschen Groß- und Außenhandels. In der öffentlichen Wahrnehmung eher ein Hinterbänkler, tatsächlich aber ein zentraler Strippenzieher zwischen Politik und Wirtschaft. FDP-Ehrenvorsitzender Otto Graf Lambsdorff ist als Deutscher am längsten dabei. Deutsche-Bank-Ex-Chef Rolf-Ernst Breuer (CDU) ist ebenso Trilateralist wie die Ex-Bosse von Volkswagen und Allianz, Carl Hahn und Henning Schulte-Noelle. Dabei spielen unterschiedliche Parteibücher keine Rolle.Überall dabei Auf Hierarchien verzichtet die Kommission. Die Sitzordnung ist alphabetisch. Deutsche-Bank-Vorstand Jürgen Fitschen sitzt neben Thomas Foley, Ex-Sprecher des US-Repräsentantenhauses, Thyssen-Krupp-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme neben Lafarge-Boss Bertrand Collomb und Arend Oetker neben Andrzej Olechowski, Polens Ex-Außenminister. Letzterer verkörpert neben dem schon erwähnten Sutherland die in der TK bevorzugte Verknüpfung von Politik und Wirtschaft: Olechowski war bei UNO und Weltbank tätig, bei der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, auch als Vize der polnischen Nationalbank und als Aufsichtsratsvorsitzender der Warschauer Handelsbank. Bevor er Außenminister wurde, leitete er das Finanzministerium. Seine Mandate in Aufsichts-, Verwaltungs- und Beiräten reihen sich endlos und lassen erkennen, daß es sich nicht um Arbeits-, sondern um Kontrollfunktionen handelt. Die Mitglieder der Trilateralen Kommission sind nicht Universalgenies, die an jeder beliebigen Stelle mit außerordentlichem Sachverstand aufwarten, sondern Politik- und Wirtschaftsapparatschiks, denen es um ideologische Weichenstellungen geht.Ihr Trumpf ist die persönliche Einbindung in ein überstaatliches Beziehungsgeflecht.Man muß es nicht als "Verschwörung" dämonisieren, um zu erkennen, daß sich hier eine Macht ballt, die sich demokratischer Kontrolle weitgehend entzieht. Unveränderliche Koordinaten TK-Mitglied Karsten Voigt begründet die Geheimniskrämerei mit dem Hinweis, nur so könnten alle "offen reden und voneinander lernen". Heißt im Umkehrschluß: Ansonsten wird nicht offen geredet und nicht gelernt. Voigt hat gelernt. Er war einst Juso-Bundesvorsitzender, fiel mit neomarxistischen Sprüchen auf, besuchte Walter Ulbricht und propagierte die "Transformation des kapitalistischen Systems in ein sozialistisches". Großbanken und Schlüsselindustrien wollte er verstaatlicht wissen. Da wäre es schon interessant, den Ablauf jener Tagungen und Gespräche zu kennen, die bei Voigt einen völligen Gesinnungswandel auslösten. Plötzlich begeisterte er sich für die NATO, forderte deren Ausweitung bis an die russischen Grenzen, setzte sich für Auslandseinsätze der Bundeswehr ein. 1994 trat er an die Spitze der Nordatlantischen Versammlung. Eine Häutung, die sich viele Genossen nicht zu erklären vermochten. Außenminister Fischer, selber extrem anpassungsfähig, sah in Voigt jedoch einen artverwandten Geist und berief ihn zum Koordinator der deutsch-amerikanischen Beziehungen, ausdrücklich auch zuständig, die "Kontakte zu den jüdischen Organisationen" zu verbessern. Nach Aussage Fischers sind die Koordinaten deutscher Außenpolitik unveränderlich und damit auch unabhängig von der Zusammensetzung der Bundesregierung. Warum das so ist, erklärte der Minister leider nicht. Vermutlich wird darüber bei den Tagungen der Trilateralen Kommission gesprochen...Höchste Zeit also, die Türen zu öffnen und den "demokratischen" Prozeß ein wenig transparenter zu machen.
http://neofeudal.ne.funpic.de/trilateralen.htm





Der Vertrag von Lissabon - der Liebling der EU Illuministen (explanatory statement) Auf der Tagung des Europäischen Rates in Paris am 11/12. Dez., 2008 wurden große Bemühungen in Bezug auf den Lissabon-Vertrag unternommen.






DAS ALLES braucht man nicht mehr zu kommentieren.

Deutschland hat einen Bundespräsidenten, der zu Deutschland passt.
Update: 20 September 2009




Auf den Internetseiten der vom Verfassungsschutz beobachteten Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs e.V. (IGMG) wird berichtet:
Bundespräsident Köhler sagte in seiner Grußbotschaft: „Das Ramadanfest ist für Sie einer der Höhepunkte im Jahr. Die Familie kommt zusammen, isst und feiert, erzählt von Erfahrungen und Erlebnissen. Schon zum Iftar während des Ramadan haben viele Muslime auch ihre nichtmuslimischen Nachbarn, Freunde und Bekannte eingeladen. Es ist ein ermutigendes Zeichen, dass der Glaube so über die Grenzen hinweg Freundschaften und Verbindungen entstehen lässt, die tragen und weiterbringen. Das gemeinsame Feiern ist eine gute Gelegenheit, einander noch besser kennen zu lernen und Unsicherheiten und Fremdes zu überwinden. Je mehr wir voneinander erfahren, umso mehr können wir auch voneinander lernen. Dazu braucht es Offenheit, Mut und Vertrauen.

Die Muslime in Deutschland sind ein selbstverständlicher Teil unserer Gesellschaft geworden. Die Islamkonferenz hat gezeigt, dass es möglich ist, offen und zielgerichtet an einem Tisch miteinander zu diskutieren, Probleme zu besprechen und Weichen zu stellen für die Zukunft. Ich denke: Wir sind auf einem guten Weg. Deshalb möchte ich Sie ermutigen, an diesem Weg der Verständigung und des vertrauensvollen Austausches weiter mitzuwirken. So können wir auch helfen, dass islam- und ausländerfeindliche Tendenzen in unserem Land keine Chance haben und niemand das friedliche, gute Miteinander mit Hassparolen gefährdet.

Wir brauchen den Dialog unter verlässlichen Partnern. Wir wollen einstehen für ein gutes Miteinander, für Integration und für Verständigung. Wir suchen die Begegnung und wollen so dem Fremden zum Freund werden. So wünsche ich Ihnen allen, die Sie das Fest des Fastenbrechens begehen, frohe Stunden Gesundheit und Glück.”