von Michael Klein
Wir empfehlen unseren Lesern vorab unseren Beitrag zum Konzept der Zersetzung,
mit dem die Stasi in der DDR versucht hat, Regimegegner menschlich,
sozial und öffentlich zu zerstören, und zerstören ist hier nicht
figurativ, sondern wörtlich zu nehmen.
Wer den Beitrag gelesen hat, wird nicht
nur einige, sondern viele Parallelen zwischen dem Stasi-Konzept und der
„Handlungshilfe für den Umgang mit Rechtspopulisten in Betrieb und
Verwaltung“ finden, die die Landesbezirke von ver.di für Niedersachsen
und Bremen herausgegeben haben.


Rechtspopulisten im Sinne von ver.di
sind Mitglieder der AfD, die abwechselnd als Rechstpopulisten,
Rechtsextremisten und Rassisten bezeichnet werden. Bei ver.di nimmt man
es offensichtlich nicht so genau, wenn es darum geht, politische Gegner
zunächst zu diffamieren und dann zu zersetzen, also sozial und
menschlich zu zerstören.
Dazu muss zunächst sichergestellt
werden, dass derjenige, der Gegenstand der ver.di Zersetzung werden
soll, kein „standing“ im Unternehmen hat – wie es in der Handlungshilfe
heißt. Das ist wichtig, damit sich andere Arbeitnehmer nicht „mit dem
Falschen“ solidarisieren, er auf keine „Hausmacht“ zurückgreifen kann,
damit sichergestellt ist, dass „Konkurrenzorganisationen“ von ver.di
nicht davon profitieren können, dass gute ver.di Zersetzer versuchen,
einen, den sie als Rechtspopulisten, Rechtsextremisten, Rassisten, eben
als AfD-Mitglied ausgemacht haben, per „gezieltem Vorgehen“ entsorgen wollen.
Und natürlich ist es in diesem
Zusammenhang notwendig, die „mögliche Außenwirkung“ einzuschätzen. Dazu
heißt es in der Handlungshilfe:
„Kann es sein, dass ein betriebliches
Vorgehen gegen Rechtspopulismus nach außen transportiert wird und so
gegen BR, PR oder ver.di-Aktive gewendet werden kann“.
Wenn man ein schmutziges Geschäft
verrichtet, dann will man bei ver.di zum einen nicht beobachtet und zum
anderen nicht verantwortlich gemacht werden. Zersetzung, also die
Zerstörung von Existenzen, sie funktioniert am besten, wenn es niemand
außer dem Betroffenem und den ver.di Exekuteuren mitbekommt.
Damit sich die Zersetzung auch gegen den
richtigen Feind, richtet, also gegen AfD-Mitglieder, ist es wichtig,
AfD-Mitglieder auch richtig zu identifzieren. Die Checkliste von ver.di,
sie zeigt, wie man AfD-Mitglieder eindeutig erkennen kann:
- Provokationen gegenüber Linken;
- Lektüre von Junger Freiheit, Pi-News;
- Hören von Rechtsrock,
- Tragen einschlägiger Kleidung;
Und wenn das nicht reicht, um den AfDler
zu identifizieren, dann kann man ihm in sozialen Netzwerken
nachstellen, überwachen, was er liked und liest und ihn so enttarnen und
zur Zersetzung freigeben. In der Handlungshilfe wird also auch nicht
davor zurückgeschreckt, den miesen kleinen Blockwart aus DDR-Zeiten
wiederzubeleben.
Doch wie soll diese Zersetzung aussehen,
welche möglichen „Reaktionen auf betriebliches/gewerkschaftliches
Auftreten von AfDlern“ gibt es?
Hier einige der ver.di-Empfehlungen:
- Gezielte Beobachtung;
- Den AfD-Feind „ins Gespräch ziehen“;
- Ihn in Gremien anschwärzen;
- Ein gemeinsam abgestimmtes Vorgehen absprechen;
- Den AfD-Feind im Unternehmen „isolieren“;
- Ihn im Unternehmen und in der Öffentlichkeit outen;
- Den Arbeitgeber unter Druck setzen, so dass der AfDler entlassen
wird, denn: „viele Arbeitgeber wollen keine betrieblichen Konflikte“
Usw…
Diese ver.di Maßnahmen richten sich
gegen Menschen, die ihr verfassungsmäßig verbrieftes Recht auf freie
Meinungsäußerung wahrnehmen und Mitglied einer rechtmäßigen Partei in
Deutschland sind. Die entsprechenden Maßnahmen von ver.di stehen somit
im Gegensatz zu den im Grundgesetz formulierten Grundfreiheiten und
–rechten.
Daher ist ver.di als verfassungsfeindliche Organisation zu werten
und der Gewerkschaft ist – wie der NPD – jegliche Form der öffentlichen
Finanzierung zu streichen. Sie ist durch den Verfassungsschutz zu
beobachten und ggf. durch das zuständige Innenministerium als
verfassungsfeindliche Organisation zu verbieten.
Um es einmal deutlich zu schreiben:
Wer die Hypothese hat, dass bei ver.di auf der Ebene der Funktionäre
(auch oder vornehmlich) das organisiert ist, was man gemeinhin
ideologisches Gesocks nennt (human trash im Englischen), der kann diese
Hypothese auf Basis der „Handlungshilfe für den Umgang
mit Rechtspopulisten in Betrieb und Verwaltung“ als vorläufig bestätigt
ansehen.
Wir danken dem Leser, der uns dieses Beispiel für ideologisch bedingte Niedertracht zugespielt hat.
https://sciencefiles.org/2017/03/23/ver-di-verfassungsfeindliche-gewerkschaft-macht-hetzjagd-auf-andersdenkende-afdler/
Hat das, was sich Gewerkschaft nennt, jetzt eine neue Aufgabe übernommen?
War es nicht einmal so, dass eine Gewerkschaft eine Arbeitnehmervertretung war,
die sich für Parität zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer einsetzte?
Dazu schreibt die Bundeszentrale für politische Bildung folgendes:
Gewerkschaften - 1. Definition
Gewerkschaften (G) sind auf Dauer angelegte, staats-, partei-
und gegnerunabhängige Vereinigungen von und für Arbeitnehmer/n, die auf
freiwilliger Mitgliedschaft basieren. Als etablierte Verbände
organisieren sie abhängig Erwerbstätige (Arbeiter, Angestellte, Beamte)
mit dem Ziel, deren wirtschaftliche, soziale, gesellschaftliche und
politische Interessen zu vertreten. Im Mittelpunkt der
Gewerkschaftstätigkeit steht die Regulierung der Arbeitsbedingungen
(Entlohnung, Arbeitszeit, Urlaub etc.) durch kollektive Vereinbarungen
(Tarifverträge) mit Arbeitgeberverbänden und – in geringem Umfang – mit
einzelnen Unternehmen (sog. Haustarifverträge).
http://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/handwoerterbuch-politisches-system/202034/gewerkschaften?p=all
Es steht zu befürchten, dass die verantwortlichen Gewerkschaftsgenossen ihr Betätigungsfeld
gründlich mißverstehen und sich nunmehr auf die Bespitzelung der Gesinnung der Arbeitnehmer, deren Interessen sie vertreten sollten, spezialisiert haben, anstatt sich um gerechte Löhne anstelle von Lohndumping, vernünftige Arbeitszeiten anstelle von Teilzeitjobs, und sichere Arbeitsplätze statt temporäre Beschäftigungsverhältnisse zu kümmern.
Wozu also noch "Gewerkschaft"?
Und was sagt der Obergenosse aller Genossen, Martin Schulz (SPD) zu der Bespitzelung von Arbeitnehmern? Ist das die von ihm reklamierte "Gerechtigkeit"?