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Freitag, 22. April 2016

Lizenzgebühr fürs geistige Eigentum am Getreide. Wer kassiert?

Lizenzgebühr fürs geistige Eigentum am Getreide

Von Heinz Krischer

Tausende Bauern in NRW haben böse Post bekommen. Eine Saatgut-Treuhand-Gesellschaft droht mit Schadenersatzforderungen und Strafprozessen, wenn die Bauern keine Lizenzgebühren fürs Saatgut zahlen. Die wollen sich dagegen wehren.
Für Bauern war das immer ganz normal: Von den Kartoffeln, die auf ihren Feldern wuchsen, vom Weizen oder Roggen, nahmen sie einen Teil als Saatgut für die Ernte des nächsten Jahres. Das nennen die Bauern "Nachbau". So hat Landwirtschaft schon seit der Steinzeit funktioniert. Doch jetzt bekommen viele Bauern Ärger. Für den Nachbau sollen Bauern, die mehr als 20 Hektar Land bewirtschaften, Lizenzgebühren zahlen - tausende Landwirte sind deshalb in den vergangenen Wochen von der Saatgut-Treuhand GmbH angeschrieben worden, einem Inkasso-Unternehmen der Saatgut-Hersteller. Je nach Größe des Hofes geht es um Hunderte oder sogar Tausende Euro.
Eigentlich gilt die Lizenzgebühr-Regelung schon seit Jahren. Doch seit 2012 gibt es dazu ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes. Wenn die Landwirte nicht melden, welches Saatgut sie einsetzen, und wenn sie dafür nicht zahlen – dann drohen ihnen seither Schadenersatzforderungen, und sie machen sich nach Angaben der Saatgut-Treuhand auch strafbar.

"Ein reines Drohschreiben"

"Das war schon der Hammer, dieses Schreiben", sagt Franz-Josef Dohle aus Kallenhardt im Kreis Soest. "Es war ein reines Drohschreiben an die Landwirte. Damit wollte man uns alle einschüchtern, damit wir sofort bezahlen, ohne eigentlich aus meiner Sicht eine Berechtigung dafür zu haben."
 Dohle und sein Nachbar, Landwirt Gyso von Bonin, haben sich deshalb in der IG Nachzucht zusammengeschlossen. Sie wollen gegen die Lizenzgebühren für den Nachbau vorgehen. "Denn in der Konsequenz heißt das ja: Jedes Mal, wenn wir dieses Saatgut nachbauen, müssen wir das noch mal bezahlen", sagt Gyso von Bonin. "Dadurch werden wir immer abhängiger von den Saatgutfirmen und können nicht mehr so arbeiten, wie wir das immer gemacht haben. Das machen wir nicht mit."

Saatgut als "geistiges Eigentum"

Die Saatgut-Firmen argumentieren, die Bauern kopierten auf ihren Feldern das geschützte Saatgut der Züchter – und müssten deshalb auch dafür Lizenzgebühren zahlen. "Es geht um Schutz des geistigen Eigentums", unterstreicht Johannes Peter Angenendt. Er ist Vorstand der Deutschen Saatveredelung (DSV). Die Aktiengesellschaft aus Lippstadt ist ein großer Player in der Pflanzenzüchter-Branche. Eine Aktiengesellschaft mit europaweit 580 Mitarbeitern und fast 170 Millionen Euro Umsatz im Jahr.
Vor allem Gräser, Raps und Getreide werden hier gezüchtet. Durch nicht gezahlte Lizenzgebühren entgeht dem Unternehmen nach eigenen Angaben eine Million Euro pro Jahr. "Wir züchten Sorten, entwickeln immer bessere Sorten mit hohem Aufwand, und dafür muss es ein Entgelt geben", erklärt Angenendt. "Und es ist ganz normal, auch in der Industrie, dass für Erfindungen eine Lizenzgebühr bezahlt wird."
20 Millionen Euro investiert die Deutsche Saatveredelung pro Jahr in Forschung und Entwicklung. Zehn Jahre brauche man, um eine Sorte auf den Markt zu bringen – deshalb lege man so viel Wert auf den Schutz des geistigen Eigentums, sagt der Vorstand der Lippstädter DSV.

Streit ums Prinzip

Doch dieses Argument lässt Franz-Josef Dohle so nicht gelten. Denn die Bauern hätten ja schließlich erst die Grundlage für die Zuchtlinien der Saatgut-Firmen gelegt – indem sie über viele Generationen Kartoffeln und Getreide anbauten. "Das geistige Eigentum der Saatgut-Firmen ist eigentlich ein Jahrtausende altes geistiges Eigentum der Landwirte gewesen. Und für dieses Eigentum haben uns die Züchter ja auch nie entschädigt", klagt Dohle.
"In einem Samenkorn sind 30.000 Gene; wenn man ein Gen davon verändert, dann sagen die Züchter, das sei jetzt ihr geistiges Eigentum? Das passt doch nicht. 29.999 Gene sind doch immer noch von uns in diesem Saatgut." Den Streit ums Prinzip – und ums Geld – wollen die Landwirte in der IG Nachbau jetzt intensivieren – um sich gegen die Forderungen der Saatgut-Züchter zu wehren.

Hybride: das Ende des Nachbaus

Doch vielleicht haben Landwirte – und auch Hobbygärtner – demnächst überhaupt erst gar nicht mehr die Chance, selbst ihren Samen zu züchten, selbst nachzubauen. "Weil die Züchter immer mehr dazu übergehen, das Saatgut als Hybridsaatgut fertig zu machen", weiß Franz-Josef Dohle. "Und Hybridsaatgut ist nicht nachbaufähig, das heißt, wenn es einmal ausgesät wird, kann ich es nicht nochmal anbauen oder nur mit sehr schlechtem Ertrag." Für Kleingärtner wie Landwirte bedeutet das: Sie müssen Jahr für Jahr neues Saatgut kaufen.
Stand: 20.04.2016, 10:38


Bei der Saatguttreuhand GmbH lesen wir:
Die Saatgut-Treuhandverwaltungs GmbH (STV) ist eine Einrichtung der Pflanzenzüchter mit Sitz in Gießen und Bonn. Sie wurde im Jahr 1951 von verschiedenen Pflanzenzüchtern gegründet. Heute zählt die STV rund 50 Gesellschafter, die Getreide, Kartoffeln oder Grobleguminosen züchten bzw.die Sorten vertreiben.
Ihr Auftrag lautet: Die zentrale Erhebung der Nachbaugebühren und die Überprüfung der Einhaltung der Regelungen der zwischen den Züchtern und ihren Partnern abgeschlossenen Verträge. Das sichert Züchtungsfortschritt und sorgt für immer neue Sorten für die Landwirtschaft.


Die Sortenschutzinhaber bzw. ausschließliche Nutzungsberechtigte sind namentlich angeführt:

Sortenschutzinhaber / ausschließliche Nutzungsberechtigte


Ackermann Saatzucht GmbH & Co. KG Marienhofstr. 13 94342 Irlbach
Averis Saatzucht GmbH Mozartstr. 3 49429 Visbek
Bavaria Saat München BGB Gesellschaft mbH Königslachener Weg 14 86529 Schrobenhausen
Bayerische Pflanzenzuchtgesellschaft e.G. & Co. KG Erdinger Str. 82a 85356 Freising
BayWa AG, Sorten/Innovation/Distribution (SID) Arabellastr. 4 81925 München
Böhm-Nordkartoffel Agrarproduktion GmbH & Co. KG Wulf-Werum-Str. 1 21337 Lüneburg
C. Meijer B.V. Bathseweg 45 NL-4416 ZG Kruiningen
Coöperatie Agrico U. A. Duit 15 NL-8300 AB Emmeloord
Danespo A/S Ryttervangen 1 DK-7323 Give
Danko Hodowla Roslin Sp. z.o.o. Choryn 27 PL-64-000 Koscian
Deutsche Saatveredelung AG Weißenburger Str. 5 59557 Lippstadt
Dieckmann GmbH & Co. KG Domäne Coverden 1 31737 Rinteln
Dr. K.-H. Niehoff Gut Bütow 17209 Bütow
EUROPLANT Pflanzenzucht GmbH Wulf-Werum-Str. 1 21337 Lüneburg
Feldsaaten Freudenberger GmbH & Co. KG Magdeburger Str. 2 47800 Krefeld
G. Schneider Saatzucht GmbH Streichmühler Str. 8 a 24977 Grundhof
Hauptsaaten für die Rheinprovinz GmbH Altenberger Str. 1a 50668 Köln
HegeSaat GmbH & Co. KG Schloßstr. 12 78224 Singen
Hybro Saatzucht GmbH & Co. KG, c/o Saaten-Union GmbH Eisenstr. 12 30916 Isernhagen HB
HZPC Deutschland GmbH Haßlau 2 49406 Eydelstedt
HZPC Holland BV Edisonweg 5 NL-8501 XG Joure
I.G. Pflanzenzucht GmbH Nußbaumstr. 14 80336 München
I.G. Saatzucht GmbH & Co. KG Straße des Friedens 8 18276 Gülzow
InterSaatzucht GmbH & Co. KG Arabellastr. 4 81925 München
Interseed Potatoes GmbH Groß Charlottengroden 6b 26409 Wittmund
Kartoffelzucht Böhm GmbH & Co. KG Wulf-Werum-Str. 1 21337 Lüneburg
KWS LOCHOW GmbH Ferdinand-von-Lochow-Str. 5 29303 Bergen
KWS SAAT SE Grimsehlstr. 31 37555 Einbeck
Landwirtschaftliche Lehranstalten Triesdorf, Abt. Saatzucht Markgrafenstr. 12 91746 Weidenbach
Limagrain GmbH Griewenkamp 2 31234 Edemissen
Monsanto Agrar Deutschland GmbH Vogelsanger Weg 91 40470 Düsseldorf
Norddeutsche Pflanzenzucht Hans-Georg Lembke KG Hohenlieth 24363 Holtsee
Nordkartoffel Zuchtgesellschaft mbH Bahnhofstr. 53 29574 Ebstorf
Nordsaat Saatzuchtgesellschaft mbH Böhnshauser Str. 1 38895 Langenstein
NORIKA Nordring-Kartoffelzucht- und Vermehrungs GmbH Parkweg 4 18190 Groß Lüsewitz
P. H. Petersen Saatzucht Lundsgaard GmbH Streichmühler Str. 8 a 24977 Grundhof
Pflanzenzucht Oberlimpurg Dr. Peter Franck Oberlimpurg 2 74523 Schwäbisch Hall
Pflanzenzucht SaKa GmbH & Co. KG Dorfstr. 39 17495 Ranzin
R.A.G.T. Saaten Deutschland GmbH Untere Wiesenstr. 7 32120 Hiddenhausen
RAGT 2N S.A.S. Rue Emile Singla, Site de Bourran F-12033 Rodez Cedex 9
Raiffeisen Centralheide eG Celler Str. 58 29614 Soltau
Saatbau Deutschland GmbH Nußbaumstr. 14/II 80336 München
Saaten-Union GmbH Eisenstr. 12 30916 Isernhagen HB
Saatzucht Bauer GmbH & Co. KG Hofmarkstr. 1 93083 Obertraubling
Saatzucht Berding Am Jadebusen 36 26345 Bockhorn-Petersgroden
Saatzucht Engelen-Büchling e.K. - Inh. Katrin Dengler Büchling 8 94363 Oberschneiding
Saatzucht Firlbeck GmbH & Co. KG Johann-Firlbeck-Str. 20 94348 Atting
Saatzucht Fritz Lange KG Gutenbergstr. 10 23611 Bad Schwartau
Saatzucht Hans Schweiger & Co. oHG Feldkirchen 3 85368 Moosburg
Saatzucht Josef Breun GmbH & Co. KG Amselweg 1 91074 Herzogenaurach
Saatzucht Rudolf Pohl KG Brookweg 6 25560 Schenefeld
Saatzucht Schmidt Kraftgasse 60 76829 Landau-Queichheim
Saatzucht Schweiger GbR Feldkirchen 3 85368 Moosburg
Saatzucht Senghaas-Kirschenlohr Friedrich-Ackermann-Str. 11 74081 Heilbronn
Saatzucht Steinach GmbH & Co. KG Wittelsbacherstr. 15 94377 Steinach
Saatzucht Streng-Engelen GmbH & Co. KG Aspachhof 97215 Uffenheim
Saka Pflanzenzucht GmbH & Co. KG Albert-Einstein-Ring 5 22761 Hamburg
Schwarzwälder Saatzucht Georg Heinhold Eberhardtstr. 85c 89077 Ulm
SECOBRA recherches S. A. Centre de Bois-Henry F-78580 Maule
SECOBRA Saatzucht GmbH Feldkirchen 3 85368 Moosburg
Solana GmbH & Co. KG Albert-Einstein-Ring 5 22761 Hamburg
Stader Saatzucht eG Wiesenstr. 8 21680 Stade
Strube Research GmbH & Co. KG Hauptstr. 1 38387 Söllingen
Südwestdeutsche Saatzucht GmbH & Co. KG Im Rheinfeld 1-13 76437 Rastatt
Syngenta Seeds GmbH Zum Knipkenbach 20 32107 Bad Salzuflen
Uniplanta Saatzucht KG Neuburger Str. 6 86564 Niederarnbach
Vereinigte Saatzuchten Ebstorf-Rosche eG Bahnhofstr. 51 29574 Ebstorf
W. von Borries-Eckendorf GmbH & Co. KG Hovedisser Str. 92 33818 Leopoldshöhe
Wilhelm Weuthen GmbH & Co. KG Stöckener Weg 1 41366 Schwalmtal
ZG Raiffeisen eG, Geschäftsbereich Pflanzliche Produktion Lauterbergstr. 1 76137 Karlsruhe
http://www.stv-bonn.de/Sortenschutzinhaber 


Und wem gehören diese Firmen? Wenn Sie es wissen wollen, fragen Sie Ihre Suchmaschine.

Locken und Drohen  20.03.2016

Die STV versucht erneut mit mehr Druck an Informationen zu kommen

Ein zweifelhaftes Angebot flatterte vielen Bauern und Bäuerinnen in den letzten Tagen in die Briefkästen. Die Saatgut-Treuhandverwaltungs GmbH (STV) bietet bei einer rückwirkenden Selbstauskunft in Sachen Nachbau für die vergangenen vier Wirtschaftsjahre an, keine Schadensersatzsforderungen zu erheben. Diese stünden ihnen eigentlich gemäß des im vergangenen Sommer gefällten Urteils des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) zu, so die Argumentation der Pflanzenzüchter und der STV. Der EuGH hatte geurteilt, dass Nachbaugebühren innerhalb der Frist eines Wirtschaftsjahres an die Sortenschutzinhaber zu zahlen seien. Gebe es diese Frist nicht, so die Begründung der Richter, laufe das „dem in der Verordnung genannten Ziel eines vernünftigen Ausgleichs der wechselseitigen legitimen Interessen der Landwirte und der betreffenden Sortenschutzinhaber zuwider.“ Darüber, wie ein fairer Interessenausgleich zwischen Sortenschutzinhabern und Bauern und Bäuerinnen zu gewährleisten ist, während intensive Lobbyarbeit der Konzerne seit Jahrzehnte dafür sorgt, dass sich die Interessenlagen zu Ungunsten der Bauern und Bäuerinnen verschieben, kann man sicherlich streiten.
 http://www.ig-nachbau.de/spezialseiten/ig-nachbau-artikel/details/browse/1/article/locken-und-drohen.html?tx_ttnews[backPid]=262&cHash=8aebc9f0a9df70e93a2471cc9599aadf


"Oscar für Überwachung" an Saatgut-Treuhandverwaltungs GmbH Bonn

Bauern kämpfen seit 1998 gegen Ausforschung und Gebührenabzockerei Das Recht auf Nachbau von Pflanz-und Saatgut wird verteidigt

Bielefeld/Lüneburg, den 28.10.05."Die Saatgut-Treuhandverwaltungs GmbH (STV) in Bonn ist ein 'würdiger' Preisträger des diesjährigen Deutschen BigBrother-Awards. Viele Bauern in Deutschland haben leidvolle Erfahrungen mit dieser Gesellschaft, die seit 1999 im Auftrag der deutschen Pflanzenzüchter und in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Bauernverband systematisch alle Daten über den An- und Nachbau von Ackerfrüchten erfasst, um jährlich Nachbaugebühren zu kassieren", so Georg Janßen, Bundesgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und der Interessengemeinschaft gegen die Nachbaugesetze und Nachbaugebühren (IGN)

http://www.ig-nachbau.de/spezialseiten/ig-nachbau-artikel/details/browse/1/article/oscar-fuer-ueberwachung-an-saatgut-treuhandverwaltungs-gmbh-bonn.html?tx_ttnews[backPid]=262&cHash=e87678fca5e4c7518379e24acfb319ef


 Und was bleibt für die Verbraucher, also uns alle,  übrig, wenn die Vielfalt der Sorten einer Sorte weicht, die gewinnmaximiert an alle verkauft wird?

Der übliche Einheitsfreß, wie er bereits heute beim Discounter angeboten wird!

Versuchen Sie mal von Ihren Gartenstiefmütterchen Samen zu ziehen. Is nich!
Hybridpflanzen sind unfruchtbar. Ende der eigenen Nachzucht. Erinnert das nicht fatalerweise daran, dass in der BRD immer weniger Kinder geboren werden und der Mainstream bereits von "hybriden Persönlichkeitsstrukturen"  spricht? Spricht der Mainstream nicht auch von Vermischung der Menschen, frei nach Coudenhove-Kalergie, der die hellbraune Rasse für Europa schon 1920 preferierte, oder Nikolas Sarkozy, der die Vermischung der Rassen als "imperativ" bezeichnet, was letztendlich nicht zur Vielfalt sondern zur absoluten Uniformität der Europäer führt? Der Einheitseuropäer ist, wenn das Wunschziel der Globalisten erreicht ist, ebenso gewinnmaximierend einzusetzen wie die Einheitssorten für (gen)manipulierte landwirtschaftliche Produkte.

Vor kurzem war zu lesen, dass Monsanto kleinere Saatguthersteller aufgekauft hat, um unter deren Namen seine Produkte zu verkaufen, ohne dass der Kunde das bemerkt. Also, Augen auf beim Samenkauf.


Zum Thema:

Spekulanten sind unterwegs in Deutschland. Sie kaufen günstig Äcker, Wälder, Unternehmen....,

Präsident des Europäischen Patentamts gibt grünes Licht für Patente auf Pflanzen und Tiere https://no-patents-on-seeds.org/de/information/hintergrund/praesident-europaeischen-patentamts-gibt-gruenes-licht-fuer-patente-pflanzen 

Patente in der Landwirtschaft.  Weniger als zehn Konzerne dominieren heute den Weltmarkt für Saatgut und Pestizide.  http://www.keine-gentechnik.de/dossiers/patente/

 

 

Sonntag, 17. Mai 2015

Deutsche Bahn verliert Monopol auf Sylt-Shuttle an US-Investor RDC. Nehmen wir also die Fähre von Dänemark !

Deutsche Bahn verliert Monopol auf Sylt-Shuttle

Die deutsche Tochter des US-amerikanischen Investor RDC (Railroad Development Corporation) darf den Sylt-Shuttle teilweise übernehmen. Im Streit um die Vergabe des gewinnträchtigen Autozuges zur Nordsee-Insel stimmte die Bundesnetzagentur den neuen Plänen von RDC am Mittwoch zu. Damit hat sich das Unternehmen mit Sitz in Köln gegen seine Mitbewerber durchgesetzt - die DB Fernverkehr AG und das Land Schleswig-Holstein. RDC erhält einen Fünfjahresvertrag, der täglich elf Fahrten über den Hindenburgdamm erlaubt.

Verbleibende Überfahrten gehen an Höchstbietenden

Eigentlich wollte RDC doppelt so viele Fahrten anbieten, doch dies hatte die Bundesnetzagentur bereits im Februar abgelehnt. Die verbleibenden, etwa 60 Überfahrten tagsüber werden nun jährlich an den Höchstbietenden vergeben. Damit hat auch die Bahn als aktueller Betreiber des Sylt-Shuttles die Chance, ihren Autozug zu bestimmten Zeiten weiter zu betreiben. Allerdings hat auch RDC angekündigt, dass es sich um weitere Fahrten bemühen will.


Und wer ist das Unternehmen:  

Railroad Development Corporation ?


"Ich bin ein geduldiger Investor"

Henry Posner, Eigentümer der Railroad Development Corporation und damit der Privatbahn HKX, sieht den Turnaround erreicht - und glaubt, dass ein gutes Geschäft nicht immer erstrebenswert ist.
WirtschaftsWoche: Mister Posner, vor fünf Jahren haben Sie entschieden, in den deutschen Fernverkehr auf der Schiene einzusteigen. Es steht nicht gut um den HKX. Bereuen Sie Ihre Entscheidung?
Henry Posner: Nein, absolut nicht. Aber das Eisenbahngeschäft ist komplex, politisch und riskant. Es läuft selten so, wie man es sich vorstellt. Natürlich gibt es auch einige Entscheidungen von damals, die wir so heute nicht noch einmal treffen würden.

Hier bitte weiterlesen:
http://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/hkx-chef-henry-posner-ich-bin-ein-geduldiger-investor/10808352.html



Management Profile


Man kann nur noch staunen, mit welcher Geschwindigkeit Merkel "den
Jelzin macht", der, wie bekannt ist, alles was nicht niet-und nagelfest war, günstigst an ausländische Investoren verhökerte, bis Russland fast zum Armenhaus verkommen war. Glücklicherweise raffte ihn der Alkohol dahin und ein Regierungswechsel war zum Segen Russlands erforderlich.

Also, liebe Syltfans, fahrt kurz ein Stückchen weiter bis Dänemark, nehmt die Fähre nach List. Das ist viel schöner und eine kleine Seereise macht Spass. Man sollte fetten Gänsen nicht noch den Hintern ölen und die Dänen freuen sich. Schliesslich müssen wir Europäer zusammenhalten.
Denkt an TTIP !


zum Thema: 

Wer überleben will wie ein Mensch, der MUSS das anschauen und handeln:

-Alles über die "TTIP Verschwörung" -


Donnerstag, 21. November 2013

"Israelischer Diamantenhändler und Multimilliardär will einem Bericht des "Manager Magazins" zufolge bei den drei Karstadt-Luxushäusern und den Sportfilialen einsteigen"

Diamanten-Milliardär steigt bei Karstadt ein

21.11.2013, 12:17 Uhr | rtr, AFP
Milliardär Nicolas Berggruen könnte sich auch von seinem verbliebenen Anteil an den Karstadt-Warenhäusern weitgehend trennen. Ein israelischer Diamantenhändler und Multimilliardär will einem Bericht des "Manager Magazins" zufolge bei den drei Karstadt-Luxushäusern und den Sportfilialen einsteigen. Beny Steinmetz übernehme jeweils 37,55 Prozent an der Premium- und an der Sportsparte, berichtete das Magazin am Donnerstag vorab aus seiner jüngsten Ausgabe.
Die Anteile kauft Steinmetz demnach dem österreichischen Investor René Benko ab, der im September angekündigt hatte, er übernehme 75,1 Prozent an beiden Gesellschaften. Das Magazin beruft sich auf eine Aufsichtsratsvorlage von Benkos Unternehmen Signa.
Dem Bericht zufolge besitzen Signa und Steinmetz die Option, auch 75,1 Prozent der Karstadt-Stammgesellschaft mit 83 klassischen Warenhäusern zu übernehmen - für einen Euro. Der bisherige Eigentümer von Karstadt, Nicolas Berggruen, würde dann an allen drei Karstadt-Gesellschaften nur noch 24,9 Prozent besitzen.
http://www.t-online.de/wirtschaft/unternehmen/id_66624176/bericht-diamanten-milliardaer-steigt-bei-karstadt-ein.html  


Weiterführende Informationen: Karstadtrettung

Bleibt abzuwarten, ob das dem, was von Karstadt übriggelassen wurde, hilft. 

Sonntag, 17. November 2013

Spekulanten sind unterwegs in Deutschland. Sie kaufen günstig Äcker, Wälder, Unternehmen....,



Deutsche Äcker als Spekulationsobjekt

Die ganze Perversität und Unmenschlickeit unseres eigentums- und zinsbasierten sozio­ökono­mischen Werte-, Geld- und Denksystems wird an diesem Beispiel deutlich: Äcker als Spekulationsobjekt. Das Kapital, insbesondere die Geld­kre­ie­rer und -verleiher Gottes - die Bankster und ihre Konzerne - kauft sich mit dem billigen Geld, das Bankster zudem als einzige aus der dünnen Luft zaubern und unter die Leute bringen dürfen, die ganze Welt zusammen: mit Scheingeld zu Sach­werten, mit Sach­werten zur Wäh­rungs­reform, durch die Wäh­rungs­reform zur Welt­­wäh­­rung, mit der Welt­wäh­rung und allem Eigentum zur Welt­herr­schaft. Ei­gen­tum im großen Stil bedeutet nicht nur leistungsloses Einkommen sondern auch Macht, und wer Macht hat und superreich ist, bestimmt die Regeln und das Recht.
http://stopesm.blogspot.de/2013/11/deutsche-acker-als-spekulationsobjekt.html#.UofpzieFcSl
Lesen Sie hier bitte den interessanten und aufschlussreichen Artikel, der Ihnen die Augen öffnen wird darüber, was in Deutschland und speziell in Mitteldeutschland, geschieht.

Auch die Deutschen Wirtschaftnachrichten titeln heute:

Spekulanten verdrängen Bauern von den Äckern in Deutschland


Die Preise für landwirtschaftliche Nutzflächen sind seit 2008 um 50 Prozent gestiegen. Investoren suchen sichere Anlagemöglichkeiten für das derzeit billige Geld. Um die Preisexplosion zu stoppen, wollen Union und SPD den Kauf von Ackerland beschränken.

............Die Kauf- und Pachtpreise für landwirtschaftlich genutzte Flächen sind in den vergangen Jahren massiv angestiegen. Die höhere Nachfrage kommt von überregionalen Investoren.
Landwirtschaftlich genutzte Flächen in Deutschland kosteten im vergangenen Jahr durchschnittlich 14.424 Euro pro Hektar, so das Statistische Bundesamt. Noch 2008 lag der Durchschnittspreis bei nur 9.955 Euro pro Hektar. Das ist ein Preisanstieg um 45 Prozent in nur vier Jahren.............
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/11/16/spekulanten-verdraengen-bauern-von-den-aeckern-in-deutschland/comment-page-1/#comments

Heuschrecken entziehen uns unsere Lebensgrundlage, und wir tun so, als wenn uns das überhaupt nichts anging.
Derjenige, der mit der Lebensgrundlage von 80 Millionen Deutschen, und der Versorgung mit Lebensmitteln, deren Grundstoff dazu immer noch auf unseren Äckern wächst, spekuliert, ist ein Verbrecher. Und diese Verbrecher bestimmen zukünftig die Preise für unsere Lebensmittel.

Wer an Spekulanten und Heuschrecken auch nur eine Hand breit Boden verkauft ist ebenfalls ein Verbrecher, denn um des schnellen Profits und aus Gier, verkauft man keinen Grund und Boden.
Das sollte uns klar sein, oder sind wir schon so beschränkt, dass wir meinen, die Lebensmittel kommen direkt aus dem Supermarkt.
Mit der Konzentration von Ackerland in der Hand von Bankern/Spekulanten dürfte klar sein, in welche Richtung der Preis von Lebensmitteln demnächst nur noch gehen kann. Futures auf Lebensmittel und die Tatsache, dass zur "Rettung" des Klimas Lebensmittel für Biogas oder Sprit ver­ballert werden, tun ein Übriges, dass dieser Trend sich wohl nicht mehr wird umkehren lassen angesichts einer bankrotten Politik in der Hand der Bankster und ihrer Konzerne. Solange die Bürger nicht verstehen, was hier passiert und auf die Straße gehen, macht das Kapital was es will.

Aber was geschieht hier wirklich? Es wird im wahrsten Sinne des Wortes der Boden bereitet für Monsanto, Syngenta, BASF und Co. Zunächst werden wir mit dem Freihandelsabkommen eine gesetzliche Liberalisierung von Gentechnisch veränderten Pflanzen bekommen. Mit anderen Worten, das EU-Recht wird den Gesetzgeber in Deutschland dazu zwingen, Gentechnik zu erlauben. Dann werden die aktuellen Eigentümer, also die Finanzgesellschaften, ihre Besitzungen mit satten Gewinnen an die genannten Multis verkaufen.
Und hier noch ein Fundstück aus dem Internet zu diesem Thema:
 Linus sagt:
Der Ausverkauf Deutschlands läuft auf Hochtouren
Dazu passen auch diese Meldungen


http://www.welt.de/regionales/hamburg/article940599/Chinesen-kaufen-in-Deutschland-ganze-Waelder.html

http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2012/04/schauble-privatisierung-der-walder-wird.html

http://www.welt.de/finanzen/article116059598/Deutsche-Unternehmen-in-auslaendischer-Hand.html

Der Ausverkauf Deutschlands findet schon seit vielen Jahren statt nur hat man dafür einfach neue subtilere Varianten mit Fachjargon aus der Finanzindusrtrie versehen und voila kann der Ausverkauf und Privatisierung Deustchder Gemeindegüter losgehen Stichwort: “Cross Border Leasing” und “public private partnership”

http://medienwatch.wordpress.com/category/cross-border-leasing-us-heuschrecken-diktieren-wasserpreise/

http://www.gemeingut.org/2012/12/videoatonale-interview-mit-carl-wasmuth-und-laura-valentukeviciute-zu-ppp-projekten/

http://www.meinepolitik.de/bundbay.htm

http://www.heise.de/tp/artikel/29/29005/1.html


Weiterführende Informationen:

Der Karstadtretter? 

Deutschland zum Schnäppchenpreis

Die-sprechblasen-des-peer-steinbruck 

Erdgassuche durch giftige Chemikalien, die ins Erdreich gepumpt werden. "Fracking" genannt.

EU plant Strafen für Parteien, die nicht „die Werte der EU“ vertreten 

Die CDU ist ein Blender. Schlecht geblufft, Wahl gewonnen?




 

Freitag, 15. November 2013

Omnipräsent: Wer ist Jörg Asmussen? Der "Kopf" des Finanzministers hat die Finger in jedem Deal, hier:Hochtief !



Hochtief: Das Ende einer deutschen Industrie-Legende

Dem deutschen Bau-Konzern Hochtief droht der Sturz ins Bodenlose. Tausende Entlassungen stehen bevor. Die Spanier mussten die Hochtief-Aktien an eine spanische Bank verpfänden - um sich mit weiteren Schulden über Wasser zu halten. Dass Hochtief in dieser Situation ist, verdankt der Konzern einem seltsamen SPD-Netzwerk. Die Seilschaft habe sie verraten und den Spaniern ans Messer geliefert, sagen die Arbeiter in Essen. Doch die Genossen mit dem Instinkt für die großen Deals streben nun anderswo ganz nach oben. 

Jörg Asmussen war zur Zeit der Hochtief-Übernahme durch die Spanier als Staatssekretär im Finanzministerium für die Aufsicht Bafin zuständig, die den Deal nach Bedenken genehmigte. Seine Frau Henriette Peucker arbeitet bei der Lobby-Firma Hering Schuppener, die für die Spanier die politischen Wege in Deutschland ebnete.  

Lesen Sie hier bitte den ganzen Artikel:
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/11/15/hochtief-das-ende-einer-deutschen-industrie-legende/


Jörg Asmussen und Henriette Peucker


Fundstücke aus dem Netz zu Jörg Asmussen:
30. Juli 2013 um 10:43   
Konjunktion sagt:   

Das U-Boot Jörg Asmussen

Als mittelmäßig und nicht für hohe Aufgaben geeignet wurde einst Jörg Asmussen von seinem Vorgesetzten Heiner Flassbeck 1998 eingestuft. Genau jener Jörg Asmussen, der inzwischen in fast allen wichtigen Entscheidungsgremien sitzt, wenn es um das Thema Euro, Banken und Schulden-/Transferunion geht.

Wenn man den Werdegang dieses “feinen” Herren genauer betrachtet, so kann man nur zu dem Schluss gelangen, dass Asmussen unterhalb der politischen Oberfläche gegen jedwede Interessen Deutschlands in diesen Gremien unterwegs ist – analog einem U-Boot, das versteckt seinen wirklichen Aufgaben nachkommt und unentdeckt Schaden anrichtet.

mehr hier: http://konjunktion.info/2013/07/das-u-boot-jorg-asmussen/

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/07/30/die-neue-finanz-architektur-europas-deutschland-verschwindet-von-der-karte/comment-page-5/#comments

 30. Juli 2013 um 11:04   
M.K. sagt:   

Wer sich über Jörg Asmussen – dessen Karriere im BFM unter Theo Waigel begann – näher informiert, zuckt schon beim bloßen Namen zusammen.

Der aufgrund seiner präzisen Voraussagen zum Euro-Debakel reputierte Wirtschaftsprofessor Heiner Flassbeck, einst Finanzsekretär von Oscar Lafontaine im BFM, erkannte schon Ende der 90er Jahre das fehlende Potential Asmussens für höhere Staatsaufgaben (“allenfalls mittlere Kompetenz”), doch unter Angela Merkel kam die Karriere des Goldmann-Sachsers, der für die Deregulierung des Bankensektors, die Einführung toxischer Derivate und das Missmanagement der IKB (Merkel 2007: “Was ist IKB?”: http://tinyurl.com/pbdqtbl) wie wohl kaum ein Zweiter steht, dann dennoch in Schwung.

An so ziemlich allem, was in den letzten Jahren finanzpolitisch schief gelaufen ist, war Asmussen – Merkels Allround-Mann für alles – maßgeblich beteiligt:

- Karrierebeginn im BFM unter dem damaligen Finanzminister Theo Waigel. Asmussen wird Referent für internationale Finanz- und Währungspolitik

- Ende der 90er Jahre persönlicher Referent Heiner Flassbecks, damals Finanzsekretär von Bundsfinanzminister Oskar Lafontaine. Flassbeck attestiert Asmussen “mittlere Kompetenz”, keine Empfehlung für ‘höhere Aufgaben’.

- Strippenzieher: Asmussen, unter Lafontaine-Nachfolger Hans Eichel zum Abteilungsleiter für Nationale und Internationale Finanzmarkt- und Währungspolitik aufgestiegen (2003), überzeugt Eichel von der Idee, seinen früheren „Uni-Lehrmeister“ Axel Weber zum neuen Präsidenten der Deutschen Bundesbank zu machen. Weber wird daraufhin Nachfolger des im April 2004 zurückgetretenen Ernst Welteke. Bereits 2002 empfiehlt Asmussen, Weber in den Kreis der fünf Wirtschaftsweisen der Bundesregierung zu berufen.

- Zw. 2005 – 2009 setzt Asmussen sich maßgeblich für die Deregulierung des Finanzsektors ein. Bekannt ist sein Aufsatz: “Verbriefungen aus Sicht des Bundesfinanzministeriums (2005)”(http://tinyurl.com/6zwlcs). Beim Koalitionsvertrag 2005 (CDU-SPD) pocht Asmussen u. a. auf den Abbau „überflüssige[r] Regulierungen“ und den „Ausbau des Verbriefungsmarktes“.

- Asmussen ist Mitbegründer der True Sale International GmbH (TSI) und setzt sich in seiner Funktion als BFM-Abteilungsleiter als Mitglied im Aufsichtsrat sowohl der IKB Deutsche Industriebank als auch der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) – offen für den Kauf US-amerikanischer Hypothekendarlehen und einen Ausbau des Handels mit Asset Backed Securities (ABS) ein. Diese Finanzprodukte gelten als Auslöser der Finanzkrise und bringen die IKB Mitte 2007 in eine bedrohliche Schieflage. Die KfW springt mit mehreren Milliarden Euro Rettungsgeldern ein..

- Asmussen ist in dieser Zeit auch Verwaltungsratsvorsitzender der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Bafin, die (…eigentlich…) den riskanten Handel mit Wertpapieren unterbinden soll.

- Aufgrund seiner Ämterfülle geriet Asmussen zeitweilig in den Verdacht eines Interessenskonflikts, weil er als Finanzpolitiker Aufsichts- und Kontrollfunktionen innehielt, die auch den Börsenhandel umfassten, seine Frau aber in der Führung der Deutschen Börse saß. Sie quittierte den Dienst inzwischen.

- Am 1. Juli 2008 stieg Jörg Asmussen – trotz Supergau – zum Staatssekretär im Bundesfinanzministerium auf.

- Asmussens Kompetenzen überlagerten sich bedenklich: So war er als Leiter der Bafin von Regierungsseite aus berufen worden, den freien Finanzmarkt zu kontrollieren und in Schranken zu weisen, saß damals jedoch selbst im Aufsichtsrat einer Bank (der IKB). Zudem fungierte er als Berater für Finanzinstitute (TSI) und saß im Aufsichtsrat der bundeseigenen KfW: Als die IKB falsch beraten in die Zahlungsunfähigkeit kam, sprang die KfW mit Milliardenhilfen ein (s. o.).

- Asmussen mutierte in 2008 plötzlich vom Brandstifter zum Feuerwehrmann: Zum Jahresende ist der Goldman-Sachs-Berater plötzlich Mitglied im sechsköpfigen Beratergremium der durch die Kanzlerin ins Leben gerufenen “Expertenkommission neue Finanzarchitektur” zur Neureglung der entgleiteten Finanzmärkte. Geleitet wird die Entität durch das Ex-EZB-Direktoriumsmitglied Otmar Issing, der seit 2008 für Goldman Sachs als “International Advisor” fungiert. Ebenfalls dabei: Deutschland-Chef von Goldman-Sachs Alexander Dibelus (…weiteres zum Sumpf: http://www.nachdenkseiten.de/?p=8217). Zitat Wikipedia: “Als die Krise mit dem Zusammenbruch mehrerer Banken begann, wurden gerade die Geschäfte mit diesen hochkomplexen oder riskanten Papieren als Ursachen für den Crash ausgemacht. Kritikern ist es deswegen unverständlich, warum Asmussen zum EZB-Chef berufen wurde und jetzt die Krise aus hoher Warte managen soll, die er selbst mit heraufbeschwor”.

- Jörg Asmussen saß im Lenkungsausschuss des Bankenrettungsfonds SoFFin, im Verwaltungsrat der Finanzaufsichtsbehörde BaFin und im „Wirtschaftsfonds Deutschland“, der ohne parlamentarische Kontrolle über Staatsbürgschaften für Unternehmen entscheidet.

- Am 1. Jan. 2012 wurde Jörg Asmussen, obwohl ohne Erfahrung als Zentralbanker, Mitglied im EZB-Rat. Er springt auf Betreiben Merkels/Schäubles für Jürgen Stark ein, der sich – obwohl aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge des Ende Oktober 2011 scheidenden EZB-Chef Jean-Claude Trichets – überraschend aus der Europäischen Zenralbank zurückzog. Die erwünschte Position des zuvor von Jürgen Stark innegehaltenen EZB-Chefvolkswirts wird ihm – vermutlich aufgrund mangelnder Quaifikation als Zentralbanker – verwehrt. Stattdessen weist ihm das Direktorium das Ressort Internationales zu.

- Am 11. Juni 2013 wirbt Asmussen, in der Presse gerne als “Taube” tiuliert (…d. h. Vertreter einer weicheren Geldpolitik), in einer Stellungnahme vor dem Bundesverfassungsgericht für unbegrenzte Interventionen auf dem Markt für 1-3 jährige Staatsanleihen. Nach seiner Überzeugung agiert die EZB innerhalb ihres Mandats.
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/07/30/die-neue-finanz-architektur-europas-deutschland-verschwindet-von-der-karte/comment-page-5/#comments

Mehr muss man nicht wissen. Interessant wird es sein, den Aufstieg des Herrn Asmussen weiterhin zu verfolgen. Eventuell sogar in der neuen Regierung 2013/2014.



Montag, 20. Mai 2013

Internationale Finanzinvestoren bestimmen Transaktionen großer Wohnungsbestände.

FUNDSTÜCK im Weltnetz, bei den Kommentaren unter: 
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/05/20/goldman-sachs-deutschland-muss-im-euro-bleiben/comment-page-3/#comments 


20. Mai 2013 um 09:38   
Fatson sagt:   

Anzahl gehandelter Mietwohnungen in 2011 gestiegen

Internationale Finanzinvestoren bestimmen Transaktionen großer Wohnungsbestände.

Berlin aktuell räumlicher Schwerpunkt der Transaktionstätigkeit.

Ausländische Investoren bestimmen als Verkäufer und auch als Käufer das Marktgeschehen der großen Transaktionen des Jahres 2011 im Immobilienbereich. Auch für das Jahr 2012 erwartet das BBSR eine anhaltend hohe Verkaufsdynamik. Was ja auch geschehen ist.(Quelle: Bundesinstitut für Bau-,Stadt- und Raumforschung). Und immer wieder fällt der Name Goldman Sachs.

Der Bund verkaufte die zu 100 Prozent im Besitz des Bundes war,TLG Wohnen GmbH an die TAG Immobilien AG. 
Verkaufspreis für ca. 11350 Wohnungen, 471 Mill.Euro.

Die Abwicklung des Verkaufes dieser bundeseigenen Wohnungen erfolgte durch die Barclays Bank.

Kritische Aussagen von Herrn Gregor Gysi, Fraktion Die Linke ( Facebook-Seite )

- 52 Millionen unter dem Verkehrswert wurden die Gewerbewohnungen an die TAG verkauft.

- 46 Millionen wurden die Wohnungen unter Verkehrswert an die TAG verkauft

und dadurch gingen für 6 Bundesländer 78,55 Mill. Grunderwerbssteuer verloren.
Aussage von Herr Wolfgang Schäuble am 19.11.2012: ” Wir freuen uns, mit der TAG Immobilien AG einen Investor gefunden zu haben,…….,und der sich weiterhin für die solide Entwicklung der TLG Wohnen GmbH verpflichtet hat.
Dieser Herr ist noch nicht einmal clever genug, dieses Geschäft zum Wohle des deutschen Staates abzuwickeln.

Die Barclays Bank ist von der Financial Stability Board ( FSB) als systemisch bedeutsames Finanzinstitut eingestuft worden.
Vorsitzender war von 2009-2011 Goldjunge Draghi. seit Nov. 2011 ist es Mark Carney.  http://thezog.wordpress.com/who-controls-the-group-of-thirty/
Und wo war der vorher?? Na bei den Goldjungs war er 13 Jahre lang beschäftigt.

Und bei der TAG Immobilien AG, sitzt ein Herr namens Rolf Elgeti, im Vorstand.(Rolf Elgeti im Porträt,  Bauernschlau und hochbegabt , 19.09.2012, 13:32 Uhr 
Nur nicht das machen, was alle tun, sondern was sinnvoll erscheint. Das ist das Motto von Rolf Elgeti. Der Sohn eines Bauern hat seine Karriere in der Bankenwelt aufgegeben - und setzt seitdem auf ostdeutsche Immobilien.
Seine Aussage war:” Ins Immobiliengeschäft wollte ich nach einem Glas Rotwein mit Freunden in der City of London”. Und eine weitere Aussage von ihm : ” Wohnen in Deutschland ist zu billig”. ( Quelle Handelsblatt) http://www.handelsblatt.com/finanzen/immobilien/ratgeber-hintergrund/rolf-elgeti-im-portraet-bauernschlau-und-hochbegabt/7152004.html   ) 


Diese Goldjungs machen sich mit Firmen wie Whitehall  (Kauf LEG NRW,93000 Wohnungen) wie Highstreet im Immobilienmarkt in Deutschland breit.

Also Deutschland aus der Verantwortung zur Eurorettung rauszulassen ist unklug.
Weil je höher verschuldet Deutschland ist, umso mehr gibt es das Tafelsilber zum Schnäppchenpreis.

Wie heißt es :” Der Wert einer Krise sind die Schulden die die Krise verursacht !! ”

Ich sage ja, die Christlich- demokratische- Goldman- Sachs- Partei ist ein leuchtendes Vorbild, wie man es richtig macht!!


http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/05/20/goldman-sachs-deutschland-muss-im-euro-bleiben/comment-page-3/#comments


Das "Tafelsilber zum Schnäppchenpreis " verhökern, bringt es wohl auf den Punkt.
Und die Mieter der Wohnungen, was sagen die??


Ergänzung  20.06.2013

Auch Frau Merkel, die Kanzlerin der BRD, muss einmal ausspannen.
Am 19.06.2013 war der US amerikanische Präsident, Barrak Hussein Obama, in Berlin.
Es war ein Schau vor einem handverlesenen 4000-köpfigem Publikum.



Frau Merkel lauscht ergriffen den Auführungen Obama's.


Welche Arie Frau Merkel zum besten gibt auf dieser Gartenparty konnte leider nicht in Erfahrung gebracht werden. Aber das Publikum lauschte andächtig.

Dienstag, 30. November 2010

Aasgeier über Europa.

dpa

IGeorge Soros hat gegen den Euro auf weiter fallende Kurse gewettet.
Wenn der Euro jetzt aufgrund der Maßnahmen steigt, verliert Soros und seine Freunde sehr sehr viel Geld.
Also darf der Euro selbstverständlich auf keinen Fall steigen.

George Soros ist selbstverständlich nicht der einzige dagegen Wettende. Er befindet sich in nobler Elitengesellschaft. In letzter Zeit haben so viel Investoren gegen den Euro gewettet wie nie zuvor, wie aus den Aufzeichnungen der amerikanischen Aufsichtsbehörde CFTC hervorgeht.

Anfang 2010 fiel der Euro um gut 15 %, auch der gigantische EU Rettungsschirm von 750 Milliarden Euro konnte den Fall des Euro nicht aufhalten und er wird in Kürze weit unter die Marke von 1,30 USD rutschen.

War man vor dem vermeidbaren Desaster Irland noch davon ausgegangen, dass eine Erholung des Euro möglich sei, ist spätestens jetzt klar, dass das utopische Vorstellungen gewisser Europäer sind, da die Pleite Portugals als nächstes finanziert werden muss. Spanien wird folgen, ebenso wie Italien und Frankreich. Spätestens mit Spanien ist der Sicherheitsschirm der EU überfordert. Es ist bereits von einer Aufstockung auf 1,4 Billionen Euro die Rede und damit ist selbst die Bonität Deutschlands in Finanzkreisen infrage gestellt.

Die FAZ schreibt in einem Artikel
Der Milliarden-Löschzug
„Banken retten, Staaten retten, Euro retten, Unternehmen retten – die Politik gibt munter eine Zusage nach der anderen, da stellt sich die Preisfrage: Mit welcher Summe haftet der deutsche Steuerzahler inzwischen für all die Versprechen? Die Antworten sämtlicher Fachleute sind ernüchternd: Genau weiß das niemand, weil bisweilen Hilfe direkt gezahlt wird, manchmal Bürgschaften ausgereicht werden. Letztere werden angeblich sowieso nicht in Anspruch genommen. Und wenn doch?
Wenigstens nähern kann man sich dem Drama in Zahlen. Die Hilfe für Griechenland hat ein Volumen von 110 Milliarden Euro, davon trägt Deutschland 22,4 Milliarden Euro. Der Euro-Rettungsschirm ist 750 Milliarden Euro groß, wovon Deutschland Garantien bis 147,6 Milliarden Euro abgeben kann. Das ergibt zusammen 170 Milliarden Euro. Allerdings kommen über EU, IWF und EZB noch einige nicht einzeln erfasste Kleinteile hinzu, woraus das Ifo-Institut errechnet, dass der deutsche Steuerzahler im Krisenmechanismus für den Euro-Raum insgesamt mit bis zu 215 Milliarden Euro in der Haftung steht.“
Damit ist die EU eine Transferunion geworden, in der effiziente Länder, wie Deutschland, mit ihren Steuergeldern den Vorruhestand der Griechen, die Rente mit 62 Jahren in Frankreich oder Irlands extrem niedrige Körperschaftsteuer finanzieren müssen.

Germany will say auf wiedersehen to euro

Eine Gegenbewegung ist nicht in Sicht. So kann man bereits lesen:
Deutschland, der Scharfrichter des Euro

Da heisst es dann:
„Außerdem wurde den Deutschen versprochen, der Euro werde so stabil wie die D-Mark sein - und dass es eine Klausel geben werde, die verhindert, dass reichere Länder Europas ärmere retten müssen. Die Gefahr ist groß, dass beide Versprechen schon bald gebrochen werden. Dies wiederum lässt die Sorge wachsen, das Bundesverfassungsgericht könnte die Beteiligung der Bundesregierung an europäischen "Rettungsaktionen" für verfassungswidrig erklären. „
Der Bund wird nach derzeitigem Stand  Ende 2011 Kreditmarktschulden von 1116,4 Milliarden Euro haben. Weil der Bund aber nicht allein mehr Geld ausgibt, als er einnimmt, errechnet sich eine Staatsverschuldung von mehr als 1700 Milliarden Euro. Das sind – wie gesagt ohne die Stütze für Griechenland, Irland und was sonst noch kommen mag – rund 21.000 Euro je Kopf .

Die Europäische Union hat die großen Medien aufgefordert, nicht darüber zu berichten, dass die Einlagen bei irischen Banken in Milliardenhöhe abgehoben werden. Kaum jemand berichtet darüber, weil sonst über Irland hinaus ein Flächenbrand entstehen könnte. Bei der irischen AngloIrish Bank haben die Kunden schon 13 Milliarden Euro abgehoben. Und bei der Bank of Ireland haben allein die Firmenkunden in den vergangenen Tagen mehr als zehn Milliarden Euro ihrer Einlagen abgehoben.


Bleibt die Frage, was würde passieren, wenn die braven dummen deutschen Sparer  ALLE   ihr Guthaben am 9.12.2010 abholen würden, weil sie ohnehin fast keine Zinsen erhalten, die Banken aber profitable mit den Spareinlagen arbeiten.