
- Die
Staatsoberhäupter und Regierungschefs der 20 Großmächte der Welt, haben
in London am 2. April 2009, um Königin Elizabeth II. herum versammelt,
in Erwägung gezogen, eine weltweite wirtschaftliche Direktion zu
erstellen.
Mit der Ratifizierung des Vertrags von Lissabon
durch die 27 europäischen Staaten markiert die Wahl von Herman van
Rompuy zum Präsidenten des Europäischen Rates und die von Catherine
Ashton zur hohen Vertreterin der Union für Außen- und Sicherheitspolitik
am 19. November 2009 einen Wendepunkt in den globalen Ambitionen. Die
Europäische Union (EU) wird schrittweise mit einem politischen Gesicht
und einer "Telefonnummer", mit Worten von Henry Kissinger, ausgestattet.
Sicherlich, neue Einstellungen - eine Art von einfahren - sind
erforderlich, um diese regionale Union wirklich flott zu machen. In der
Tat bleiben Rivalitäten zwischen dem Präsidenten des Europäischen Rates,
dem Präsidenten der Europäischen Kommission und dem turnusmäßigen
Vorsitz von sechs Monaten bestehen. Diese Situation verärgert zutiefst
die Obama-Administration [
1].
Jedoch mit der Rechtspersönlichkeit und dem vollen Vorrang des
Gemeinschaftsrechts vor dem nationalen Recht, kann die Europäische Union
beanspruchen (durchsetzen?), ein Schauspieler auf der internationalen
Bühne zu werden. Es wäre falsch zu behaupten, dass diese neue Berufung
in völliger Unabhängigkeit vom Rest der Welt wäre. In Wirklichkeit gehen
die durch die finanzielle Oligarchie unterstützten pro-europäischen
Eliten, in Verbindung und in Geistesgemeinschaft mit allen anderen auf
dem Planeten in Entwicklung stehenden Formen der regionalen
Zusammenschlüsse, voran.
In der Tat ist die Europäische Union nur eine Komponente eines
umfassenden Programms, das zur Entstehung von Kontinentalblöcken mit
jeweils seiner Währung, seiner Staatsbürgerschaft, seinem gemeinsamen
Parlament usw. führt. Alle diese Blöcke zusammen sollen eine globale
Gouvernanz darstellen. Wir können bereits die folgenden in Ausbildung
befindlichen regionalen Ableger erkennen:


Die Eurasiatische Wirtschaftsgemeinschaft
Communauté Economique Eurasiatique (CEEA oder Eurasec für
Eurasian Economic Community) [
2]
: im Oktober 2000 gegründet und mehrere ehemalige Ostblock-Länder
versammelnd (Russland, Kasachstan, Belarus,...), ist ihr Ziel die
Schaffung einer Zollunion [
3] ab 2010, mit der Idee einer gemeinsamen, mit "Evraz" bezeichneten Währung, [
4] oder "Euras" oder sogar "Eurasien" (der Name dieser Währung kann sich noch ändern) [
5].
Union der südamerikanischen Nationen (UNASUR) [
6]
: erstellt im Mai 2008, soll sie von einer subregionalen Logik in eine
regionale Identität gleiten, indem sie den Mercosur und die
Andengemeinschaft in eine einzige Organisation verschmilzt, d.h. durch
die Zusammenführung aller Staaten des südamerikanischen Kontinents (mit
Ausnahme von Französisch-Guayana und den britischen Sandwich- und
Falklandinseln [Malvinas]). Das angestrebte Ideal ist die Einrichtung
eines Parlaments, eine einheitliche Währung zu erreichen [
7]
und eine gemeinsame Staatsbürgerschaft. Die UNASUR unterhält
privilegierte Beziehungen zu ihrem europäischen Modell im Rahmen einer
euro-lateinamerikanischen parlamentarischen Versammlung, genannt
EUROLAT [
8].


Das zentralamerikanische Integrationssystem (SICA) [
9]
: Die im Dezember 1991 gegründete Gruppe von mittelamerikanischen
Ländern verfolgen die gleichen, oben genannten Ziele, insbesondere die
Schaffung einer einheitlichen Währung nach dem 33. Kongress in San Pedro
Sula (Honduras) im Dezember 2008.


Die Einführung der "Organisation für afrikanische Einheit" (OAU) [
10] 1963, ermöglichte ab den Jahren 1999-2000, mit der Schaffung der Afrikanischen Union
Union Africaine (die UA, in Durban im Juli 2002) und der „neuen Partnerschaft für die Entwicklung Afrikas"(NEPAD) gut vorwärts zu kommen [
11].
Die Ziele (Kommission, Pan-Afrikanisches Parlament, afrikanischer
Gerichtshof der Menschenrechte, usw.) sind gut auf dem europäischen
Modell verankert [
12].


Der Rat der Kooperation des Golfes (
Golf Cooperation Council, GCC) [
13]
: 1981 gegründet, neigt er zu einer immer engeren Union zwischen den
Golfstaaten (Bahrain, Kuwait, Oman, Qatar, Saudi-Arabien und den
Vereinigten Arabischen Emiraten). Eine gemeinsame Währung ist für
2010-2011 geplant. Der von einigen vorgelegte Name heiße "Chalidschi".
Jedoch, selbst wenn das Prinzip der Währung akzeptiert ist, ist der Name
dieser Währung nicht gewährleistet [
14].


Eine
asiatische Union nimmt Form unter der Schirmherrschaft der drei
Hauptakteure an: Japan (CEAT Council on East Asian Community), China
(NEAT, the Network of East Asian Think Tank) und Südkorea (FAE, the East
Asia Forum). Seit dem 1. Januar 2010 starteten China und die ASEAN
(englische Abkürzung für
Association of Southeast Asian Nations)
die größte Freihandelszone der Welt, der sich Korea, Japan, Australien
und Neuseeland angeschlossen hatten. Sie sollte " diesen Prozess der
Regionalisierung beschleunigen" wie Xu Ningning, Generalsekretär des
wirtschaftlichen Rates Asean-China, sich ausdrückte [
15].


Eine
nordamerikanische Union wurde im März 2005 in Texas (Waco) zwischen
amerikanischen, kanadischen und mexikanischen Staatsmännern im Rahmen
der PSP (Partnerschaft, Sicherheit und Wohlstand) gestartet. [
16].
Das erklärte Ziel ist theoretisch im Laufe des Jahres 2010, die
Schaffung eines politischen, wirtschaftlichen und militärischen
vereinten Perimeters zwischen den drei Staaten zu erreichen [
17].
Eine Währungseinheit "Amero" oder "North American Dollar" genannt (die
Bezeichnung dieser neuen Währung ist nicht gewährleistet) sollte den US-
und kanadischen Dollar sowie den mexikanische Peso ersetzen [
18].
Diese Mutation geht über den Zusammenbruch des Dollars und des
Welt-Finanz und Währungssystems. Die globale Systemkrise (politische,
Finanz-, Währungs- und geopolitische) wird akuter zu Beginn des Jahres
2010, um die Ankunft dieser, von den Ministranten des Systems
gewünschten, „Neuen Weltordnung“ zu fördern.
Schließlich wäre theoretisch für 2015 die Schaffung eines
einheitlichen politischen, wirtschaftlichen und militärischen
Euro-Atlantischen Block vorgesehen [
19].
Wir können erwähnen, dass das Europäische Parlament eine Resolution am
26. März 2009 adoptierte, die „den Stand der transatlantischen
Beziehungen nach den Wahlen in den Vereinigten Staaten“ betraf. Diese
Entschließung hat das Verdienst an alle politischen, wirtschaftlichen
und militärischen Abkommen zu erinnern, auf beiden Seiten des Atlantiks,
um zu einer transatlantischen Union zu führen [
20].

Diese Liste wäre nicht vollständig, ohne ein wichtiges Ereignis zu
erwähnen, das von der französischen Presse übersehen wurde. In der Tat
haben am Gipfel von Aquila in Italien (8 – 10 Juli 2009) die Staatschefs
verschiedene Fragen (Wirtschaftskrise, Klima,...) bearbeitet. Der
russische Präsident Medwedew hat jedoch bei einem Treffen mit
Journalisten einen Prototyp der Weltwährung in Form einer in Belgien
gemachten Münze gezeigt, auf der auf Englisch "in Vielfalt geeint"
eingraviert war. [
21].
Diese Präsentation ist ein wichtiger Wendepunkt. Zum ersten Mal
präsentierte ein Staatsoberhaupt ein Exemplar einer Währung, die in der
Lage ist, die einmalige Referenz für die gesamte Menschheit zu werden [
22].
Diese Geste vervollständigt die Worte von Herman van Rompuy, der in
seiner Dankrede nach seiner Berufung in das Amt des Präsidenten des
Rates der Europäischen Union nicht gezögert hat, diese schweren
bedeutungsvollen Worte auszusprechen: „2009 ist auch das erste Jahr der
globalen Governance [Steuerungssystem] mit der Einführung des
G20-Gipfels mitten in der finanziellen Krise.“ [
23].
Diese Aussage – seitens eines Anhängers der globalen Governance -
soll uns zum Nachdenken bringen und uns selbst die Frage stellen: wie
sind wir dazu gekommen? Und zwar die Beschreibung dieser verschiedenen
Zusammenschlüsse, im Rahmen einer einzigen Behörde – zugleich mit der
internen Zersplitterung der Staaten, die sie bilden [
24]
- ist nicht das Ergebnis des Zufalls. In der Tat ist diese Mutation das
Ergebnis einer sehr langen, gründlichen Arbeit seitens der finanziellen
Oligarchien [
25] und politischen Eliten im Rahmen der
Think Tanks und Stiftungen.
Die Angelsächsische Oligarchie und ihre Fürsten
Die französische Öffentlichkeit ist leider
unwissend über die eigentlichen Akteure der Weltpolitik, die ihrer
Talente mehr hinter den Kulissen als auf der politischen Bühne ausüben.
Zum besseren Verständnis der katastrophalen Situation, in der sich die
nationalen Befürworter zu Beginn des 21. Jahrhunderts befinden, ist es
notwendig, die eminent wichtige Rolle der angelsächsischen
aristokratischen Finanzmacht in groben Zügen darzustellen. Sie war schon
immer ein Staat im Staat. Man kann ihre Machtannahme auf die Einführung
der "Magna Charta" vom 15. Juni 1215 festlegen. Nach der Niederlage von
König Johann-Ohneland von England gegen König Philippe Auguste am 27.
Juli 1214 bei Bouvines, haben die englischen Barone politische und
finanzielle Privilegien an sich gerissen. Von nun an ist die britische
Krone verpflichtet, mit einer Kaste, die Stärke, Finanzkraft und
kommerzielle Ambitionen besitzt, zu komponieren und zu kooperieren. Von
diesem Zeitpunkt an war eine gierige, fordernde und stolze Elite
geboren. Sie ist die Ursache für die Existenz dieser druckausübenden
Gruppen (oder Lobbys), die über so verschiedene Kanäle, wie Finanz,
Auskunft oder Medien, Druck auf die politische Macht ausüben. Da
Letztere in starker Abhängigkeit von Unterstützung und Bargeld steht, um
ihr Dasein zu sichern, ist sie absolut verpflichtet, die Meinungen und
Ratschläge dieser Kaste zu berücksichtigen. Die
Think-Tanks
("Forschungseinrichtungen"; aber die Übersetzung ist unsachgemäß),
Stiftungen und elitäre Gruppen sind die logische Fortsetzung einer
elitären und merkantilen Denkweise. Diese Kreise wurden die
unumgänglichen Zentren einer aktiven Minderheit, welche die Zukunft der
angelsächsischen Welt, und dann langsam von einem zum anderen Land
fortschreitend, das ganze Universum bestimmen. Im Gegensatz zum
französischen politischen Design, das jede Aktivität dem Staat
unterstellt, hängen diese wirtschaftspolitischen Organisationen nicht
mehr von der nationalen Autorität ab. Sie haben sehr früh ihre Talente
entwickelt. Seit dem Mittelalter waren Firmen wie das
London Staplers, die
London Mercers Company oder sogar die britische Ostindien-Kompanie (die
British East India Company (
BEIC)
im 17. Jahrhundert) die Speerspitzen des britischen Imperialismus. So
übergab sich die kommerzielle Aristokratie die Fackel der Eroberung und
Kontrolle des Reichtums von Generation zu Generation. "Toujours plus“
[Immer mehr], in Worten von François de Closets [franz. Journalist AdÜ].
Die französische Niederlage in Nordamerika führt zu dem Vertrag vom
10. Februar 1763, der als Geburtsakt für den Aufstieg der britischen
Oligarchie gelten kann. Der Verlust von Neu-Frankreich bietet der
britischen Krone einen ganzen Kontinent voller Reichtum und mit wenigen
Einwohnern. Die Unfähigkeit der französischen Monarchie, diese riesigen
Gebiete zu bevölkern und sie in die Sphäre der griechisch-römischen
Zivilisation einzugliedern, überlässt diesen Raum der angelsächsischen
Macht. Mit einem Schuss messianischen Geistes erobern die
amerikanischen Eliten in Zusammenarbeit mit den britischen Kollegen das
Gebiet und sind bereit, ihr Modell der ganzen Welt aufzuzwingen. Nach
den Kriegen der Revolution und der Niederlage Napoleons 1815 hat die
angelsächsische Macht keine weiteren Rivalen auf der See. Demographische
Macht, Besiedlung großer Gebiete in Nord-Amerika, Süd-Afrika,
Australien und Neuseeland, Kontrolle über strategische Punkte überall
auf der Welt (Gibraltar, Hongkong,...), Kontrolle der Territorien auf
fast allen Kontinenten, fortschrittliche Technik und effizienter
Bankensektor ermöglichen dieser kommerziellen Aristokratie von London
und New York, von einer Kontrolle über die Welt unter der
Schirmherrschaft der
City und der
Wall Street zu träumen. Ein Mann war die führende Figur dieses Ideals: Cecil Rhodes.
Cecil Rhodes (1853-1902) [26]
Dieser große Verteidiger des britischen
Empires emigrierte nach Südafrika, wo seine Persönlichkeit und seine
geistigen übergroßen Qualitäten ihm erlauben, ein Vermögen mit Diamanten
zu machen. Er ist am Ursprung der
De Beers Diamond Industrie
zusammen mit Nathaniel Mayer Rothschild (1840-1915). Sein kolossales
Vermögen öffnet ihm die Türen der britischen Kolonie, Cecil Rhodes legt
den Grundstein für den Südafrikanischen Staat (Dominion of the British
Empire), der ein paar Jahre nach seinem Tod im Jahre 1910 Form annimmt.
Sein finanzieller und politischer Einfluss lässt ihn Gebiete
kontrollieren, denen er seinen Namen gibt: Rhodesien. Später in
Nordrhodesien und Südrhodesien aufgeteilt, wurden diese Staaten Simbabwe
und Sambia. Allerdings ist seine große koloniale Idee, eine große
Eisenbahn von Kapstadt nach Kairo zu bauen. In seiner Verteidigung des
britischen Empires haben die Verbindungswege eine grundlegende Bedeutung
für die Entwicklung von Ressourcen jeglicher Art. Die Entwicklung der
Wege (in allen diesen Formen [
27])
ist die obligatorische Passage für das reibungslose Funktionieren von
jedem Reich. Dieses Gebot ist sehr aktuell am Anfang des 21.
Jahrhunderts [
28]. Diese Verbindungen sind die Arterien der Versorgung des kommerziellen und politischen Imperiums.

- Cecil Rhodes (1853-1902)
Über das reibungslose Funktionieren des britischen Empire hinaus hat
Cecil Rhodes noch ein höheres Ideal. In der Tat, von der Überlegenheit
der angelsächsischen "Rasse" überzeugt, entwarf er eine Politik um
diesen Vorrang zu sichern: die Vereinigung von allen angelsächsischen
Ländern oder genauer gesagt, die Einführung eines Blocks zwischen dem
britischen Empire und den Vereinigten Staaten von Amerika. Das Ganze
müsste für ihn die Basis der Geburt eines Staates der Welt erlauben, das
von den Prinzipien und der Philosophie des angelsächsischen
Unternehmer-Adels belebt wird. Um dies zu erreichen, hält er es für
notwendig, höhere Persönlichkeiten innerhalb der Universitäten zu
rekrutieren, die von dem gleichen Ideal animiert sind, und die
unterstützt werden, um so vielfältige Schlüssel-Positionen wie in
Wirtschaft, Finanz, Militär, Bildung, Nachrichtendienst oder sogar
Journalismus einzunehmen. So werden, ähnlich einem Armeekorps, diese
verschiedenen Menschen echte Jesuiten der Globalisierung für das gleiche
Ziel, um in ihren jeweiligen Ländern Köpfe zu trainieren, zugleich mit
der Entwicklung der politischen Strukturen, die zur Entstehung von
diesem globalen wirtschaftlichen Staat beitragen. In seinem Kopf geht
dieser titanische und sehr zeitaufwendige Ehrgeiz über die Schaffung von
"Cecil Rhodes-Stipendien" (
Rhodes Scholarships). Cecil Rhodes
hatte nicht die Genugtuung, die Verwirklichung dieses Ideals in seinem
Leben zu sehen. Erst 1904 starten seine engsten Berater die ersten
Stipendien, die seinen Namen tragen, an der Universität von Oxford. Der
französische Soziologe, Auguste Comte, sagte, dass „die Toten die
Lebenden regieren“. Diese Formel kann weitgehend auf Cecil Rhodes
angewendet werden. Seine Konzepte haben die Welt des 20. Jahrhunderts
und des frühen 21. Jahrhundert geschmiedet. Ohne sie alle zu zitieren,
haben wir bei den Empfängern von Cecil Rhodes-Stipendien: den
Premierminister von Australien Bob Hawke (1981/1993); James Wolsey,
Direktor der CIA (1993/1995); Wesley Clarke, Patron der NATO in den
1990er Jahren und einer der Hauptakteure in der Zerstörung von
Jugoslawien im März 1999; den Präsidenten Bill Clinton (Klasse 1968) und
James William Fullbright (Senator von Arkansas und wichtige Figur in
der amerikanischen Politik) [
29].
Die Politik von Cecil Rhodes hätte nicht ohne die Aktion von seinen
engsten Beratern ihre Größe erreichen können. Hier können wir auch nicht
die sehr umfangreiche Liste der anglo-amerikanischen Gründung (
Anglo-American Etablishment)
von Carroll Quigley zitieren. Die Männer rund um Cecil Rhodes zeichnen
sich durch eine wichtige Tatsache aus; Sie besetzen die
Schlüsselsektoren der britischen Gesellschaft in der zweiten Hälfte des
19. Jahrhunderts [
30]. Sie haben die Zukunft der Welt auf unbarmherzige Weise bestimmt. Von dieser langen Liste behalten wir drei Nahmen.

- Alfred Milner (1854-1925)
Eine der Galionsfiguren, Nachfolger und spiritueller Sohn von Cecil
Rhodes, war Alfred Milner (1854-1925, auch Lord Milner genannt). Unter
seinen vielen Aktivitäten wie zum Beispiel Direktor der Londoner Aktien
Bank (
London Joint Stock Bank), leitete er das Kriegskabinett von
Premierminister Lloyd George während des Konflikts 1914-1918. In diesem
Krieg spielte sich ein für die künftigen Generationen entscheidendes
Ereignis im November 1917 ab. In der Tat, behauptete die
"Balfour-Deklaration" (Arthur James Balfour, britischer Politiker) unter
der Schirmherrschaft der britischen Regierung die Anerkennung eines
jüdischen Heimes in Palästina. Diese Deklaration wurde durch einen Brief
an Walther Rotschild, der Vermittler der Zionistischen Bewegung in
Großbritannien war, direkt offiziell. In Wirklichkeit war der echte
Herausgeber dieser Erklärung Alfred Milner. Wie Carroll Quigley erklärt,
sollte die "Balfour-Deklaration" in Wirklichkeit die
„Milner-Deklaration“ heißen [
31].
Philipp Kerr (1882 – 1940, jetzt lord Lothian) war Privatsekretär von
Lloyd George. Es genügt um zu zeigen, dass er im Mittelpunkt der
politischen Verhandlungen des englischen Premierministers und ein
Förderband für die gesamte „Milner-Gruppe“ war. [
32]. Anschließend war er Botschafter des Vereinigten Königreichs in Washington.
Schließlich können wir Lionel Curtis (1872-1955) erwähnen. Neben
seiner Beteiligung an der Arbeit des Versailler Vertrages ist er Autor
des Begriffs „
Commonwealth of Nations“ dessen Anwendung aus 1948
stammt. Wie Carroll Quigley offenbart, ist dieser Ausdruck das Ergebnis
der Arbeit, deren Ziel es war, das britische Empire auf die politischen
Veränderungen einer weltweiten Organisation vorzubereiten. Diese Arbeit
beruft sich auf ein Commonwealth von 1916 [
33]. Man beachte abschließend, dass Lionel Curtis im Jahre 1919, bei der Erstellung des englischen
Think-Tank, des
Royal Institute of International Affairs (RIIA auch bekannt als
Chatham House) eine entscheidende Rolle gespielt hatte.
Das Verständnis der globalistischen Mechanik muss wie ein riesiges
Puzzle behandelt werden. Jedes Stück dieses Rätsels muss geprüft und
dann zusammengestellt werden, um einen Überblick zu bekommen. Aus diesem
Grund wenden wir uns zu einem anderen Teil des Systems, um den Leser
daran zu erinnern, dass er diese verschiedenen Elemente im Hinterkopf
behalten muss, um dann alles zusammen zu stellen. Dies ist die einzige
Möglichkeit, um das „Biest“ zu verstehen.
Die Fabian Gesellschaft (Fabian society) [34]
Die Fabian Gesellschaft [
35]
ist ein Institut, das 1884 unter der Leitung von Englischen Politikern
wie Sydney Webb (1859 – 1947) und seiner Frau, Béatrice Webb, oder des
irischen Schriftstellers Shaw (1856-1950) in London gegründet wurde. Die
Vorhut dieser Gesellschaft stand unter dem Einfluss von Promotoren des
Sozialismus wie Robert Owen (1771-1858) [
36], der seine Ideen an John Ruskin (1819-1900, Professor an der Universität Oxford übertrug [
37] und der Cecil Rhodes beeinflusste) [
38].
Andere mit christlichen, sozialistischen Idealen durchtränkte Personen
wie Frederik Derrison Maurice (1805-1872) haben während des neunzehnten
Jahrhunderts den Weg für die Gründung der Fabian Gesellschaft geebnet.
Die Wahl des Wortes „Fabian“ wird erklärt, weil sie sich auf den
römischen General zur Zeit der Punischen Kriege (ca. 200 vor JC), Fabius
Kunktator (d.h. "Zögerer") bezieht. Gegen den Karthager General
Hannibal praktiziert das Römische Militär Guerilla-Politik, die darin
bestand, um ihr Ziel zu erreichen, Dinge nicht vom Zaun zu brechen. Es
ist diese Methode die sanft aber unerbittlich vorgeht, die das
Markenzeichen der Fabian-Firma ist. Sie verteidigt das Prinzip einer
Gesellschaft ohne Klassen, die zur Synthese von Sozialismus
(Wohlfahrtsstaat) und Kapitalismus (die Gesetze des Marktes) führt, die
zur Formatierung einer Monopol-Wirtschaft im Rahmen des globalen Staates
führen soll. Um den Ambitionen des Unternehmens gerecht zu werden,
denken seine Führer Schritt für Schritt fortzuschreiten, oder laut ihrem
Ausdruck, „allmählich, graduell“. Der Einfluss dieses Unternehmens ist
enorm, weil viele englische Politiker Mitglieder der Fabian Gesellschaft
waren. [
39]. Dieser Einfluss war jedoch umso wichtiger, weil diese Gesellschaft den Anstoß zur Schaffung von der
London School of Economics
(LES) im Jahre 1895 unter der Leitung von Sydney Webb gab. Diese
renommierte, wirtschaftliche Ausbildungsstätte, die sich anschließend
diversifizierte, hat Generationen von englischen Führern im Geiste
Fabians ausgebildet, aber auch viele Studenten auf der ganzen Welt. Oft
wurden sie anschließend Hauptakteure in dem politischen und
wirtschaftlichen Leben ihrer Länder. So, der ehemalige Präsident der
Europäischen Kommission, Romano Prodi; Präsident John Kennedy; die
Königin von Dänemark Margarethe II; Pierre Trudeau (kanadische
Premierminister); der Lobbyist und Mitglied von mehreren
Think Tanks Richard Perle ("der Fürst der Finsternis"); der Finanzier George Soros (Gründer der
Open Society Institutes);
der ehemalige Berater von François Mitterrand, Erik Orsenna und sogar
der Rolling-Stones-Sänger Mike Jagger (er hat nur ein Jahr mitgemacht! [
40]),
besuchten diese Schulbänke. Letztere, Dank der Wirkung der
Fabian-Gesellschaft haben zur Formatierung von vielen Geistern der Welt
beigetragen. Jedoch war der Einfluss dieser Gesellschaft vielfältig,
unter anderem durch die Tätigkeit eines ihrer Mitglieder, des
Schriftstellers Herbert George Wells (1866-1946).

- H.G. Wells (1866-1946)
Von Fabian-Idealen überzeugt, entwickelte H.G Wells seine Ansichten
in vielen Büchern. Erfolgsautor von „Der unsichtbare Mann“, „Die
Zeitmaschine“ oder auch „Der Krieg der Welten“, ist es diesem englischen
Schriftsteller gelungen, seinen Glauben in einem Buch „
Open conspiracy“ ("offene Verschwörung") [
41]
zu verbreiten, das 1928 veröffentlicht wurde, indem er für einen
globalen Staat ohne Klassen eintrat, alles kontrollierte (’eine neue
menschliche Gemeinschaft’ nach seinem Ausdruck), und eine drastische
Reduzierung der Weltbevölkerung und die Praxis der Eugenik fordert. In
der Tat hat H.G Wells von Anfang an seine Theorien in einem wenig
bekannten Buch präsentiert und dessen Titel genau der freimaurerischen
Formel
Ordo Ab Chao entspricht: „
die befreiende Zerstörung“.
Veröffentlicht in 1914, erzählt dieses Buch die Geschichte eines
allgemeinen Krieges, der zur Gründung eines aus 10 Blöcken bestehenden
Weltstaates führt (10 Wahlkreise nach der Formel des Autors) [
42]). Es ist in diesem Buch - erinnern wir uns an das Veröffentlichungsdatum 1914 – wo man den Begriff "
neue Weltordnung" findet. [
43]. Anschließend hat H.G Wells durch die Veröffentlichung eines Buches im Jahre 1940 mit dem Titel ohne möglichen Irrtum „
die neue Weltordnung“ wiedergebracht [
44].
Alle diese Fabian-Vertreter besuchten und arbeiteten eng oder aus der
Ferne mit dem Team von Cecil Rhodes und Lord Milner zusammen. Ein
wahrer Gemeinschaftsgeist für ein gemeinsames Ziel, einen globalen
Staat, animierte diese verschiedenen Menschen. Diese angelsächsischen
Eliten, die nur die logische Fortsetzung des kommerziellen Adels des
Mittelalters sind, haben weiterhin ihre Kräfte in anderen Vereinen wie
z. B. in der
Pilgrim Society (Pilger-Gesellschaft) im Jahre 1902 in London und New York zusammen gebracht [
45]. Die Höchstgeschwindigkeit wurde 1910 mit der Einrichtung der
Round Table (Runder Tisch) erreicht.
Round Table und seine „Kinder“ [46]
Die Kreierung des
Round Table [
47],
der letztlich nur der Erbe einer vielen jahrhundertelangen vergangenen
mystischen, finanziellen und elitären Tradition ist, war ein
entscheidender Schritt bei der Vorbereitung zu einem globalen Staat.
Tatsächlich wurde dieses hochwertige Institut in Verbindung mit den
US-Finanz-Eliten unter der Führung von Lord Milner und seinen
Nahstehenden geschaffen, um das Primat der angelsächsischen Welt, das
zur Schaffung eines Welt-Staates führen sollte, sicherzustellen. Andere
Round Table
entstanden in allen Dominien des Britischen Empire, aber auch in den
Vereinigten Staaten. Die Ambitionen von Cecil Rhodes wurden übernommen,
renommierte Finanziers leiteten das Team von Lord Milner, wie Alfred
Beit (1853 – 1906), Sir Abe Bailey (1864 – 1940) und die Astor-Familie.
Andere Gruppen kamen zur Wiege des Globalismus hinzu, der vom
Round Table geführt wurde: J.P Morgan [
48], die Lazard Bank oder sogar die Familien Rockefeller und Whitney [
49].
Bevor wir die Studie der "guten Werke" des
Round Table fortsetzen,
erscheint es notwendig, folgende Punkte sicher zu stellen. Diese großen
Familien der Globalisierung, selbst von einem gemeinsamen Ziel
animiert, sind nicht weniger von internen Spaltungen zerrissen. Wir
können im Wesentlichen zwei herausheben. Die erste ist so alt wie die
Welt; sie heißt interne Rivalitäten. Rivalitäten und Ambitionen der
ehrgeizigen Suche nach mehr Leistung, mehr Einfluss und mehr Reichtum,
um die besten Plätze zu besetzen, haben die Geschichte dieser
kommerziellen Aristokratie geschmückt. Dieses Phänomen ist genauso alt
wie die Geschichte des Menschen. Auf der anderen Seite ist der zweite
Punkt spezifisch für den
Round Table. In der Tat verstecken sich
unter der scheinbaren Meinungseinheit zwei Strömungen des Denkens. In
beiden Fällen verfolgen diese Strömungen das gleiche Ziel: den
Weltstaat. Jedoch in einem Fall verteidigt ein Flügel das Prinzip der
Verfassung eines einheitlichen angelsächsischen Blocks (British Empire
verbunden mit den Vereinigten Staaten). Diese angloamerikanische Basis
sei die Wirbelsäule, auf der der Rest der Welt sich aufbauen soll. Im
zweiten Fall hält der andere Flügel es nicht für notwendig, die Geburt
eines angelsächsischen Reiches als Anker zu einer einheitlichen Welt zu
bevorzugen. Er vertritt stattdessen die Variante einer Welt, wo kein
Land einem anderen seine Rechtsvorschriften oder politische Philosophie
aufdrängen könnte. Es gilt den Befürwortern des zweiten Weges, eine Art
von einem allgemeinen „Püree“ zu schaffen, welche die Vereinigung der
Menschheit in einem Block und ohne Unterscheidung darstellt. Wir haben
hier die Opposition zwischen Befürwortern der angelsächsischen
Globalisierung und Befürwortern der weltweiten Globalisierung.
Der erste Weltkrieg war ein Umschwung von einer Welt zur anderen.
Auch wenn es nicht möglich ist, die wesentliche Rolle der
anglo-amerikanischen Eliten während dieses Konflikts im Detail zu
diskutieren [
50], können wir die entscheidende Aufgabe des Schweden Olof Aschberg (1877 – 1960) an der Spitze der Bank
Nya Banken in Stockholm erwähnen. Er war der große finanzielle Vermittler zwischen den Eliten von
Wall Street und der
City
einerseits und den bolschewistischen Führern andererseits. Sein
Spitzname war "Banker der Welt- Revolution." Wie Anthony Sutton daran
erinnert, hatte die Bank von Olof Aschberg eine Tochtergesellschaft in
London, die
Bank of North Commerce, dessen Präsident Earl Grey einfach zu dem Team von Cecil Rhodes und Lord Milner gehörte [
51].
Letzterer spielte auch eine entscheidende Rolle innerhalb der
angelsächsischen Oligarchie. In der Tat, neben seiner vorgenannten
Tätigkeit war es Lord Milner, der wusste, wie man Premierminister Lloyd
George überzeugen konnte, die Oktoberrevolution wirksam zu unterstützen.
Diese kapitale Entwicklung für die Zukunft der Welt folgte dem Besuch
in London, am Ende des Jahres 1917, von William Boyce Thompson (1869 –
1930) in Begleitung von einem Vertreter von JP Morgan, Thomas W. Lamont
(1870-1948) [
52]. Mitglied des Lenkungsausschusses der US-
Federal Bank
(FED), war W.B Thompson 1917 ein Offizier im Dienst der Oligarchie
innerhalb des amerikanischen Roten Kreuzes in St. Petersburg. Diese
Abdeckung erlaubte ihm unter anderem, den Bolschewiken die für diese
Zeit riesige Summe von 1 Million Dollar zu überreichen [
53].
Auf dem Weg zurück nach New York machte er einen Zwischenstopp in
London, um Lloyd George ein Memorandum vorzulegen, in dem er die
Unterstützung der Oktoberrevolution forderte. Lord Milner, großer
Bewunderer von Karl Marx, unterstützte nur William Boyce Thompson in
seinem Ansatz, um Lloyd George zu überzeugen. Die bolschewistische
Revolution hätte ohne das entschiedene Handeln der anglo-amerikanischen
kommerziellen Oligarchie nicht stattfinden können [
54].
Das Ende des ersten Weltkrieges öffnete sich unter den Auspizien der
angelsächsischen, kommerziellen Siegermächte und eines menschlich und
finanziell verbluteten Frankreichs. Der Vertrag von Versailles gab
Frankreich keine Sicherheit gegenüber einem verminderten und weitgehend
von angelsächsischen Krediten an die Wirtschaft abhängigen Deutschland.
Die Lähmung Frankreichs angesichts der großen angelsächsischen
Silberschmiede verschlechterte sich, als Letztere Darlehen mit den
Dawes- (1924) und Young-Plänen gewährten (1928), die trotz der in
Abhängigkeit der Banken von London und New York gestellten deutschen
Wirtschaft [
55]],
für die Stärkung der deutschen Industriemacht ausschlaggebend waren. In
der Tat entstanden im 1920er Jahrzehnt gigantische, für den Krieg
unentbehrliche Kombinate für die Verarbeitung von Stahl und Chemie,
(I.G. Farben und Vereinigte Stahlwerke). Die französische Niederlage von
1940 beruhte teilweise auf der Aktion der angelsächsischen Finanziere,
zu Gunsten der wirtschaftlichen und technischen Erholung Deutschlands
(vor allem durch Stahl, synthetisches- Benzin und
Buna-Gummi) [
56].

- Oberst Edward Mandell House (1854-1938)
Zusätzlich zu dieser Politik beschlossen die anglo-amerikanischen Eliten, ab den Jahren 1918-1919 eine Mutation des
Round Table. In der Tat, aus Gründen für mehr Effizienz wurde beschlossen, zwei
think tanks
[Denkfabriken] auf beiden Seiten des Atlantiks zu erstellen, die die
Außenpolitik der beiden Länder bestimmen sollten. Auf Englands Seite war
es die Gründung 1919 unter der Ägide von Lionel Curtis, Mitarbeiter von
Lord Milner, des
Royal Institute of International Affairs (RIIA, auch bekannt als
Chatham House) [
57].
Es ist dieser selbe Lionel Curtis, der für ein föderales Commonwealth
war, das fähig sei, allmählich verschiedene Länder rund um den Globus
zur Integration zu bewegen [
58]. Diese Ziele wurden von Clarence Streit (1896 – 1986) in den Vereinigten Staaten verteidigt, [
59]
Korrespondent der New York Times im Völkerbund (Cecil Rhodes
Stipendium, Jahrgang 1920-) und dem Vertreter der amerikanischen
„Milner-Gruppe“, Frank Aydelotte [
60]. Seitens der Amerikaner wurde der
Council on Foreign Relations (CFR) [
61]]
im Jahr 1921 unter der Ägide der Hauptfigur, Colonel Edward Mandell
House (1854-1938) erstellt. Als Vertrauens-Berater von Präsident
Wilson [
62] war House die Drehscheibe zwischen der „Milner-Gruppe“ und den "Großen" von
Wall Street
(Vanderlip, Rockefeller, JP Morgan, Warburg,...). Wir erkennen in
dieser unvollständigen Liste den wichtigen Namen von Paul Warburg, der
an der Spitze der US-Notenbank (Fed) seit ihrer Gründung im Jahr 1913
war. Diese private Bank, von der zentralen Macht unabhängig und
zuständig für die Geldprägung [
63],
ist ein Staat im Staat. Es ist derselbe Paul Warburg, der den CFR von
Anfang an leitete. Wir haben mit einem Gewirr von Verantwortlichkeiten
erster Ordnung innerhalb der angelsächsischen Oligarchie zu tun, umso
mehr als wir verpflichtet sind, im nächsten dem Pan-Europa gewidmeten
Abschnitt noch einmal Paul Warburg zu erwähnen.
Die Aktion von Colonel House muss durch Berufung auf ein Meisterwerk der globalistischen Mystiker, sein Buch mit dem Titel
Philip Dru, Administrator [
64]
ergänzt werden. 1912 geschrieben, spricht dieses Buch von einem
Staatsstreich von einem West Point-Offizier (Philip Dru), der den
Vereinigten Staaten eine Diktatur auferlegt und die Verfassung des
Landes aufhebt. Wie Lord Milner, so zögerte auch Oberst House nicht,
seine tiefe Überzeugung zu evozieren, indem er behauptet, dass sein Held
"Sozialismus implementiert wie Karl Marx ihn geträumt haben würde“. Er
spricht auch im Kapitel 52 von dem Ideal der Vereinigung des ganzen
nordamerikanischen Blocks. Dies ist Tatsache geworden seit dem
offiziellen Start des Projekts von Waco, Texas, im März 2005, wie wir es
am Anfang dieses Textes bemerkt haben. Es ist klar, dass diese Eliten
schon vor mehr als hundert Jahren Farbe angesagt haben. Dem
globalistischen Netzwerk ist es gelungen, seinen Einfluss durch die
Geburt eines Instituts zu stärken, um eine führende Rolle in der
europäischen Konstruktion zu spielen: das Pan-Europa.
Pan-Europa, Sprungbrett des Globalismus
Die Schaffung von Pan-Europa geht auf die
Aktion von einem österreichischen Aristokraten, Richard von
Coudenhove-Kalergi (1894-1972), zurück, der Kind einer japanischen
Mutter war. Das erklärte Ziel von Coudenhove war zu verhindern, die
Schrecken des ersten Weltkrieges zu reproduzieren. Diese lobenswerte
Absicht war nur der Baum, der den Wald versteckte. In der Tat gab
Coudenhove sehr früh und eindeutig die Richtung seiner Bewegung an, als
er einen Bericht im Völkerbund im Jahre 1925 einreichte. Sein Ziel war,
Europa zu vereinheitlichen, um es als Teil einer einheitlichen, globalen
politischen Organisation zu integrieren. Dazu, sagte er in seinem
Bericht, bestünde die Notwendigkeit ’politische Kontinente’ schaffen zu
müssen, die einen Verband von Verbänden bilden müsse [
65].
Seine föderalistischen Forderungen schließen gut an jene der
Fabian-Gesellschaft an. Weiter in seinem Schwung organisiert Coudenhove
1926 die erste Pan-europäische Konferenz in Wien unter der Ägide von
seinem Ehrenpräsident, dem Präsidenten des Rates Aristide Briand (1862 –
1932) [
66]. Es ist während dieses Kongresses, der mehrerer Nationalitäten zusammenführte, [
67] dass beschlossen wurde, eine europäische Hymne, die „
Ode an die Freude“ von Beethoven zu wählen [
68],
die später die Hymne der Europäischen Union wurde. Die Ziele
Pan-Europas sind im Rahmen der "Grundlegenden Prinzipien" deutlich
gezeigt, die unter anderem fordern: „(...) Die europaweite Union erklärt
sich dem europäischen Patriotismus, Krönung der nationalen Identität
aller Europäer, verbunden. Zur Zeit der Interdependenz und der globalen
Herausforderungen kann nur ein starkes und politisch geeintes Europa die
Zukunft seiner Völker und ethnischen Entitäten garantieren. Die
Pan-europäische Union anerkennt die Selbstbestimmung der Völker und das
Recht der ethnischen Gruppen zur kulturellen, wirtschaftlichen und
politischen Entwicklung (...)“ [
69].

- Richard von Coudenhove-Kalergi (1894-1972)
Während des zweiten Weltkrieges floh R. Coudenhove-Kalergi in die Vereinigten Staaten, und konnte im Rahmen eines Seminars -
Research for a postwar european federation (Forschung für eine Europäische Nachkriegszeit-Föderation) –für einen europäischen Föderalismus an der
New York University lehren. 1946 kehrte er nach Europa zurück, trug weitgehend zur Schaffung der
Europäischen Parlamentarischen Union bei, die anschließend die Erstellung im Jahre 1949 vom Europarat [
70]
ermöglichte. Diese Europäische Organisation verstärkt ihren Einfluss
auf alle Staaten und wacht auf die nationalen Vertreter, die die Ideale
des Gründers verbreiten sollen [
71]. Nach Erhalt im Jahr 1950 des Karl-der-Große-preises, der höchsten Europäischen Auszeichnung [
72], hat sie 1972 das Ruder an Otto von Habsburg weitergegeben und dann an Alain Terrenoire.
Man kann die Auswirkungen von Pan-Europa besser verstehen, wenn man
sich auf das Wesentliche konzentriert: das Geld. Die Quellen der
Finanzierung dieses Instituts erklären die Tiefe Absprache ihres Führers
mit anderen Akteuren des Globalismus. In der Tat, neben industriellen
und finanziellen Förderern, profitierte R. Coudenhove-Kalergi von der
Unterstützung des Bankiers Max Warburg, Vertreter der deutschen Bank in
Hamburg. Wie wir oben gesehen haben, war sein Bruder Paul
(US-Niederlassung) der Leiter der Fed und des CFR. Wir verstehen sofort,
dass R. Coudenhove-Kalergi grünes Licht bekam, um mit der Finanzwelt
von Wall Street und seinen Londoner Kollegen zu kooperieren. Diese
Komplizenschaft zwischen dem Gründer von Pan-Europa und anderen
Globalisten-Milieus war umso größer, als Max Warburg Ausschuss-Mitglied
der
I.G. Farben-Deutschland war, während sein Bruder, Paul Warburg, dem der amerikanischen I.G. Farben angehörte [
73].
Die Machtannahme von Adolf Hitler wird durch die von angelsächsischen
Industriellen und Finanzieren über ihre deutschen Kollegen gegebene
Unterstützung erklärt, wie Anthony Sutton schreibt. In diesem Fall war
der Direktor der Reichsbank, Hjalmar Schacht (1877 – 1970) ein
Zwischenhändler erster Klasse. Sein Handeln war umso tiefgreifender, da
er Minister für Wirtschaft des Dritten Reiches von 1934 bis 1939 war.
Die wirtschaftliche Erholung Deutschlands aufgrund seiner Wirkungsweise
erlaubte Hitler eine Politik zu verfolgen, die er nie ohne diesen
Wiederaufbau auf Länderebene ausüben hätte können. Solche Taten hätten
Hjalmar Schacht während der Nürnberger Prozesse die Todesstrafe
einbringen müssen. Es war dem nicht so, da er freigesprochen wurde.
Hjalmar Schacht war in der Tat stark mit der angelsächsischen
kommerziellen Aristokratie verbunden. Sein Vater, der US-Amerikaner
Wilhelm Schacht hatte 30 Jahre in der Tochtergesellschaft der
Equitable Life Versicherung in Berlin gearbeitet [
74].
Sein Sohn war also von Geburt an in dem Serail des globalistischen
Systems. Dies wird noch stärker, wenn wir wissen, dass Hjalmar Schacht
seit 1918 im Führungs-Komitee von der
Nationalbank Für Deutschland
("National Bank of Germany"), an der Seite des Bankiers Emil Wittenberg
war, der gleichzeitig Mitglied des Lenkungsausschusses der ersten
sowjetischen Bank, der 1922 gegründeten Ruskombank war [
75]. Diese wurde von dem schwedischen Bankier... Olof Aschberg geführt, [
76]
dem wir schon vorher begegnet sind. Um mit dem Wirbel fortzufahren,
können wir angeben, dass der Direktor der ausländischen Sektion der
Ruskombank, der US-amerikanische Max May [
77], der Vizepräsident der
Guaranty Trust Company, eine Tochtergesellschaft einer der Pfeiler der Wall Street, JP Morgan war [
78].
In diesem Fall arbeitete also ein hoher Vertreter der US-amerikanischen
Wall-Street in der sowjetischen Bank-Elite. Um das Maß voll zu machen,
war die Zusammenarbeit von Hjalmar Schacht mit diesem Milieu durch
Freundschafts-Bande mit dem Chef der
Bank of England Montagu Norman gesichert. Wir verstehen besser, warum Hjalmar Schacht [
79] am Morgen des zweiten Weltkrieges nicht wirklich um sich besorgt sein musste.
Die Unterstützung durch diese kommerzielle, angelsächsische,
staatenlose Aristokratie für Kommunismus, Nationalsozialismus und auch
bei der Machtübernahme durch Franklin d. Roosevelt [
80], wurde in der
Wall Street
Trilogie von Anthony Sutton beschrieben, und war auch ein
Labor-Experiment, das in einem lokalen Kontext erfolgte (Sowjetunion,
Nazi-Deutschland und USA [
81]).
Unter einer anderen Bezeichnung hat Anthony Sutton geschlossen, dass
diese verschiedentlich genannten Ideologien, "Sowjetischer Sozialismus",
"kollektiver Sozialismus" (Nationalsozialismus) und "der neue
Sozialismus " (
New Deal), nur die Formatierungen von einem
monopolistischen Sozialismus waren; ein Ideal der Organisation, die
jetzt als Teil der "neuen Weltordnung" rund um den Globus entstehen
soll. Der Krieg von 1939-1945, der infolge dieser Hintergrund-Arbeit
entstand, erlaubte die Kippe in eine andere Welt; die Einführung von
zwei scheinbar gegensätzlichen Blöcken, die dem hegelianischen Prinzip
der These und Antithese voll gehorchen. Jedoch wurden diese beiden
Welten, die von den gleichen finanziellen Quellen bewässert wurden, die
Grundlagen zur Verwirklichung des globalen Staates.
Nach 1945, eine glückliche Zukunft
Nach dem zweiten Weltkrieg können wir drei
wesentliche Daten in der unmittelbaren Nachkriegszeit erkennen: 1946;
1947 und 1948. Es ist der britische Premierminister Winston Churchill,
der die Idee der Einigung Europas in einer Rede in Zürich am 19.
September 1946 wiederbelebt. Tatsächlich zögerte er nicht zu sagen: "Wir
müssen eine Art Vereinigte Staaten von Europa bauen". [
82].
Solche Kommentare erfreuen Richard von Coudenhove-Kalergi, der von
Churchill unterstützt wurde. Der Gründer von Pan-Europa belebte
seinerseits die Idee des Europäischen Gedankens und stellte die
Geschichte seiner Arbeit und Projekte in einem Buch vor, mit dem Titel „
Ich habe Europa gewählt“. In diesem Buch profitierte Coudenhove von dem Vorwort von... Winston Churchill.

- Winston Churchill (1874-1965)
Die zweite Etappe bildet mit der Sitzung im August 1947 in Montreux
in der Schweiz eine entscheidende Passage zur Stärkung der Grundlagen
des in Vorbereitung stehenden Welt-Staates. In der Tat haben sich
verschiedene europäische [
83] und amerikanische [
84] dem Welt-Föderalismusprinzip ergebene Vertreter unter der Schirmherrschaft des Schweizer Juristen Max Habicht [
85] geeinigt, um zwei Institute ins Leben zu rufen, deren Wirksamkeit weithin spürbar wird: die „
Föderalistische Weltbewegung“ (World federalist Movement, WFM) und die „
Union der Europäischen Föderalisten“ (Union of European Federalists, UEF).
Die WFM hat am Treffen von Montreux ihre Magna Charta vorgestellt,
welche die Einrichtung von zentralen Grundsätzen zur Errichtung eines
globalen Staates auf föderativer Basis befürwortet. Es ist klar, dass,
63 Jahre nach der Formulierung, ihre Wünsche weitgehend erfüllt sind. Es
wird in der Tat behauptet, dass „Wir Welt-Föderalisten sind überzeugt,
dass die Schaffung des Weltverbandes das wichtige Problem unserer Zeit
ist.“ Solange sie nicht eingetreten ist, bleiben alle anderen Fragen -
nationale und internationale - ohne gültige Antworten. Man soll nicht
zwischen freiem Unternehmertum oder gesteuerter Wirtschaft, Kapitalismus
oder Kommunismus wählen, sondern zwischen Föderalismus oder
Imperialismus. Anschließend schlägt diese
Erklärung unter anderem
folgende Grundsätze vor: « Einschränkung der nationalen Souveränität“
mit „Transfer der Legislative, Exekutive und richterlicher Gewalt zum
Bund“, „Schaffung einer supranationalen Streitkraft“. Insbesondere mit
Angabe dieser zu Beginn des 21. Jahrhunderts hochaktuellen Tatsache,
dass „eine gerechte föderalistische Perspektive die Anstrengungen sowohl
auf regionaler als auch auf funktionaler Ebene integrieren muss.
Die Bildung von regionalen Bünden(Anmerkung
des Herausgebers: Hervorhebung von mir) - soweit sie kein Ziel für sich
selbst bilden und nicht riskieren sich in Blöcke zu kristallisieren -
muss und soll sie zum ordnungsgemäßen Funktionieren des Welt-Bundes
beitragen. Am Ende dieser
Erklärung wird betont, die Entstehung einer „verfassungsgebenden Welt-Versammlung“ zu fördern. [
86].
Neben der Erstellung von der WFM entstand die Union europäischer
Föderalisten (UEF) in Montreux. Eine avantgardistische Arbeit hatte
jedoch bereits das Terrain vorbereitet. In der Tat wurde unter dem
Einfluss von
Pan-Europa von R. von Coudenhove-Kalergi 1934
Europa Union gegründet, welche das Ideal von einem geeinten Europa verteidigte, nach dem föderalen Prinzip und dem Schweizer Modell [
87]. Vier Jahre später, im November 1938, entstand unter dem Einfluss der
Fabianer Lord Lothian und Lionel Curtis, die
Federal Union [
88].
Letztere ist ein Zweig der UEF in gleicher Weise wie es die
verschiedenen französischen (UEF Frankreich), deutschen (Europa-Union
Deutschland), italienischen (UEF Italien) usw., "Tochterunternehmen"
sind. Es sei darauf hingewiesen, dass die UEF, gleich den russischen
Puppen, ein Zweig des
World Federalist Movement (WFM) ist [
89].
Infolgedessen haben wir hier ein europäisches Institut, das für
Föderalismus arbeitet und das gleichzeitig die Arbeit von der WFM
übernimmt, aber auf Weltniveau. Warum ist es so wichtig, die UEF-Mission
zu erwähnen? Dieses föderalistische Institut wird von dem Engländer
Andrew Duff geleitet, Mitglied des Europäischen Parlaments, unter dem
Label "Liberal Democrats". [
90]. Er ist auch Mitglied des
European Council on Foreign Relations (ECFR), [
91] 2007 gegründet [
92],
das europäische Schwestermodell des 1921 gegründeten US-CFR. Andrew
Duff ist auch derjenige, der in enger Zusammenarbeit mit der
Bertelsmann-Stiftung und dem österreichischen EP-Abgeordneten Johannes
Voggenhuber die Wiederbelebung des Entwurfs einer Europäischen
Verfassung nach dem Scheitern der französischen und niederländischen
Referenden im Jahr 2005 erlaubte [
93].
Der Vertrag von Lissabon hätte nicht – oder zumindest nur weniger
leicht - ohne die Unterstützung und die Überzeugungen von Andrew Duff
entstehen können. Darüber hinaus ist klar, dass der über das Grab hinaus
reichende Einfluss von einem Cecil Rhodes und einem Lord Milner auf die
Ausarbeitung der Europäischen Verfassung (die so genannte "Verfassung
Giscard", Vorspiel für den Vertrag von Lissabon) 2003-2004 wirkte.
Tatsächlich waren die Milner-Gruppe und die
Fabianer immer schon
für die Einigung Europas, vorausgesetzt, dass dies unter
angelsächsischer Führung erfolgte. Während den beiden Weltkriegen
konnten die Versuche für eine europäische Einheit unter deutscher
Führung, einer kontinentalen Macht, von London und Washington nicht
akzeptiert werden, weil die angelsächsische Überseemacht aus dem
Geschäft des alten Kontinents ausgeschlossen worden wäre. Richard
Coudenhove - Kalergi hatte das perfekt verstanden, wie seine Rede von
1950 zeigt. Daher ist es sinnvoll, sich für den Generalsekretär der
"Giscard-Verfassung", den englischen John Kerr, der beauftragt war die
Arbeiten fernzusteuern, zu interessieren. Sein Lebenslauf zeigt, dass er
an der Spitze einer Ölfirma
Royal Dutch Shell steht und
britischer Botschafter in den Vereinigten Staaten war. Seine
Verbindungen mit der angelsächsischen kommerziellen Aristokratie zeigen
auch, dass er Mitglied des Lenkungsausschusses, für die Rekrutierung der
Eliten im Rahmen der "Cecil Rhodes Stipendien» verantwortlich ist [
94]. Wie man sehen kann, ist der globalistische Erfolg nur eine Frage der Zeit.
Schließlich hat der Kongress von Den Haag (7. -10. Mai 1948) unter
dem Ehrenmitglieds-Vorsitz von Winston Churchill und fast 800
proeuropäischen Aktivisten [
95]
die ersten Grundsteine für ein geeintes Europa gelegt. Die Hauptfigur
dieses Kongresses war der General-Sekretär Joseph Retinger (1888 –
1960). Die eigentlichen Akteure der Geschichte sind oft hinter den
Kulissen. Dies ist der Fall bei Retinger, im Dienst des CFR und der
RIIA, dessen Handlung bei der Entwicklung der globalistischen Strukturen
entscheidend war [
96].
Réunion du Groupe de Bilderberg (Bruxelles, juin 2000) TV auf Französisch
Bilderberg, das New-Age und die Trilaterale
Die erste Versammlung vom
Bilderberg
fand in den Niederlanden in Oosterbeck im Mai 1954 statt. Man
vereinbarte, dass der Name dieser elitären Gruppe den Namen des Hotels
führe, in dem die Beteiligten wohnten. Es bestehen jedoch Zweifel.
Dennoch geht seine Schöpfung weitgehend auf die Aktion von Joseph
Retinger zurück, selbst wenn man noch "hohe Tiere" des Globalismus
dazuzählen muss, wie den unumgänglichen David Rockefeller (Vorsitzender
des CFR, der Chase Manhattan Bank,...). Die Bilderberger sind „
la crème de la crème“
der politischen, wirtschaftlichen und finanziellen Welt des
Atlantiker-Serails. Die westlichen Medien folgen nur sehr selten ihren
Sitzungen und geben noch seltener Nachrichten [
97]. Die Regeln der Organisation und der Intervention der Teilnehmer sind direkt auf jene des
Royal Institute of International Affairs
(RIIA, "Chatham House Rule" Prinzip genannt) aufgebaut. Auch hier haben
die Rhodes und Milner Familien ihre Spuren hinterlassen. In der Tat
prägen diese Eliten innerhalb des Bilderberg weitgehend den Gang der
politischen, wirtschaftlichen und finanziellen Angelegenheiten. Der Fall
des belgischen Etienne Davignon ist besonders bemerkenswert.
Vizepräsident der Europäischen Kommission von 1981 bis 1985, ist er der
große Pascha dieser elitären Gruppe. Er war es, der den belgischen
Politiker Herman van Rompuy eingeladen hat, um eine mündliche Prüfung
vor den Vertretern des Bilderberg für den Posten des Präsidenten des
Europäischen Rates am 12. November 2009, insbesondere vor dem ehemaligen
US-Außenminister Henry Kissinger, in Val Duchesse am Stadtrand von
Brüssel abzulegen [
98].
Einfach ausgedrückt, man wollte sehen, ob Herman van Rompuy dem System
nützlich sein konnte. Die mündliche Prüfung musste sicher gut abgelaufen
sein, da er akzeptiert wurde... als gut für den Dienst befunden.

- Prinz Bernhard van Lippe-Biesterfeld (1911-2004)
Die Wahl des ersten Präsidenten des Bilderberg von Prinz Bernhard
(1911 – 2004) durch Joseph Retinger und Mitarbeiter, ist kein Zufall.
Tatsächlich war dieser deutsche Prinz in den frühen 1930er Jahren
Mitglied der SS, insbesondere des Reiterkorps SS (Kavallerie) und
Mitglied der
Farben Bilder, einer Tochtergesellschaft der
IG-Farben. Er heiratete 1937 die Thronfolgerin der Niederlande,
Prinzessin Juliana, seine Tochter die Königin Beatrix ist eine aktive
Teilnehmerin der Bilderberg-Treffen. Die mehr als trübe Vergangenheit
von Prinz Bernhard für seine Berufung als Leiter des Bilderberg war ein
gutes Mittel, ihn „in der Hand zu haben“. In der Tat ist es einfacher,
eine Person auf klar definierte Ziele zu steuern, wenn sie solch eine
unangenehme Vergangenheit besitzt. Die Wahl dieses niederländisch
eingebürgerten deutschen Prinzen war sicherlich von großer Bedeutung,
weil er in einem anderen Sektor verwendet wurde. Wir müssen uns mit
einem Thema befassen, das den Theoretikern des Globalismus am Herzen
liegt: die Ökologie.
Der legitime Schutz der Fauna und Flora hat einen baufälligen Bestand
unter der Einwirkung von den Anhängern der neuen Weltordnung.
Tatsächlich führt die Ideenbewegung zu einer Vergöttlichung der Natur,
der
New-Age Bewegung entsprechend. Es ist das Prinzip der "Gaia", als "Muttererde" gekennzeichnet [
99]. Viele Institute verbreiten diesen Zug des philosophischen Geistes, insbesondere der WWF (
World Wild Fund for Nature),
Institute, die den Schutz der Natur predigen. Ihrer Gründung in 1961
ist der Arbeit von Mitgliedern des globalistischen Serails
zuzuschreiben.
In der Tat müssen wir die Brüder Aldous und Julian Huxley erwähnen.
Aldous Huxley ist der Autor eines 1931 veröffentlichten prophetischen
Buches, „
Schöne neue Welt“,
das ein echtes internationalistisches politisches Programm unter der
Tarnung eines Fiktions-Romans ist. Unter Bezugnahme auf einen globalen
Staat, dessen Menschheit nach genetischen Manipulationen, unterworfen
und hierarchisch eingeteilt ist, verbrachte der Autor sein ganzes Leben
mit vielen Drogen, um eine "Form der Mystik“ zu erreichen. Diese
Wahnvorstellungen charakterisieren dieses Milieu und waren auch auf
seinen Bruder Julian Huxley übergegangen, der ein Befürworter der
Eugenik war und der der erste Präsident der UNESCO (Bildung,
Wissenschaft und Kultur) im Jahre 1946 wurde. Dieser Geist der
Huxley-Brüder kommt von dem Einfluss des Großvaters, Thomas Huxley
(1825-1895). Biologe und leidenschaftlicher Verfechter der
darwinistischen Prinzipien [
100],
übertrug er diese Konzepte seinen Enkeln, die sie der ganzen Welt
einflössten. Man füge hinzu, dass das Netzwerk der globalistischen
Familienbande ganz eng ist, weil einer der Schüler von Thomas Huxley...
H.G Wells war [
101].
Diese von Generation zu Generation übertragene Nachfolge erlaubt,
diese Dauerhaftigkeit des Globalismus und seinen Aufstieg besser zu
verstehen. Jetzt können wir die vergangene Aktion dieser Männer der
Gründung des WWF 1961 anschließen. Tatsächlich geht seine Schöpfung auf
Julian Huxley zurück [
102].
Der WWF hilft mit, dieses pantheistische Ideal zu verbreiten und gehört
einem der Zweige der Aktion des Globalismus an. Ist es reiner Zufall,
dass der erste Präsident des WWF der Präsident des Bilderberg, Prinz
Bernhard war [
103]
(von 1962 à 1976)? Andere Präsidenten sind an die Spitze des WWF
gekommen und wieder gegangen, wie John Loudon, der wie John Kerr,
Präsident des Ölkonzerns
Royal Dutch Shell war. Dieses
englisch-niederländische Öl-Konglomerat ist eine der Krippen der neuen
Weltordnung. Außerdem ist darauf hinzuweisen, dass Prinz Philippe,
Ehemann der Königin von England Elisabeth II., den WWF von 1981 bis 1996
leitete.

- David Rockefeller Senior (1915-…)
Wir können dieser Akteuren-Liste, die einer langen politischen,
kommerziellen Tradition entsprungen ist, die Rolle der Trilaterale
hinzufügen. Sie wird 1973 von
David Rockefeller und
Zbigniew Brzezinski
(Mitglieder des CFR) gegründet. Letzterer ist der Mentor von Präsident
Obama. Das Institut umfasst drei wirtschaftlich entwickelte Gebiete:
Nordamerika, Europa und Japan. Wir erinnern an die Unterstützung von
Franzosen wie Simone Veil, Robert Marjolin, Raymond Barre und auch
Hubert Védrine. Brzezinski fügte hinzu, dass die Staaten „mehr und mehr
gemeinsamen Problemen ausgesetzt sind – finanziellen, wirtschaftlichen
und strategischen – und immer weniger in der Lage sind, sie zu beheben,
wenn sie sich nicht enger zusammenschließen, in ihrem eigenen und dem
Interesse des Restes der Welt“. Um diese Herausforderungen zu
bewältigen, gibt der Autor selbst zu, dass die
Trilaterale Kommission am Ursprung der Schöpfung des G7 Gipfel war [
104]. Die Nähe zwischen der Trilateralen und der industriellen Welt und der Welt der
Think Tanks ist erwiesen, vor allem mit dem
Transatlantic Policy Network (TPN) [
105]. Der Vorsitzende der europäischen Filiale der
Trilateralen Kommission,
Peter Sutherland, ist auch Präsident des europäischen Zweigs des TPN.
Dieser Ire war auch der Chef von Goldman Sachs, der auch heimlich die
Wirtschaftspolitik von Präsident Obama regelt und unter anderem
EU-Wettbewerbs-Kommissar von 1985 bis 1989 unter dem Vorsitz von Jacques
Delors [
106] war. Jetzt die kleine Kirsche auf dem Kuchen: Peter Sutherland ist auch der Direktor der Fabian-Schule, der
London School of Economics [
107].
Der Besitzerrundgang wird abgeschlossen sein, wenn man hinzufügt, dass
John Kerr - wie wir oben gesehen haben - auch ein Mitglied der
europäischen Trilaterale ist [
108].
Wie wir sehen, konvergieren die politischen und wirtschaftlichen
Eliten seit langer Zeit zu dem Bau einer einheitlichen Weltordnung [
109]. Diese Tour wäre allerdings nicht vollständig, wenn man nicht die Anweisungen der Behörden der katholischen Kirche erwähnte.
Eine katholische Kirche im Dienst der neuen Weltordnung
Ob man gläubig ist oder nicht, muss das
Studium der Grundsätze, die eine Kirche animieren, mit Objektivität
getan werden. Man muss die Lehren studieren, die sie verteidigt und
beobachten, ob die Worte und ihre Handlungen mit ihrem Lehrkörper in
Übereinstimmung stehen. Bei der katholischen Kirche basiert das seit
2000 Jahren befürwortete Konzept auf dem Primat des Gottes über den
Menschen. Bibel und Tradition sind unantastbare Grundlage, das Fundament
des Glaubens laut der geweihten Worte, durch die Nachfolger von
heiligen Petrus, dem Papst, definiert. Der von der Erbsünde markierte
Mensch muss einer höheren Autorität entsprechen und alle Vorschriften
befolgen, die von der katholischen Kirche befürwortet werden. Diese
Grundsätze sind unantastbar. Wenn man mit diesen Prinzipien nicht in
Übereinstimmung ist, verlässt man die katholische Kirche. Dies ist der
Fall von mehreren protestantischen Kirchen. Eine grundlegende Änderung
ist jedoch mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) eingetreten.
Dieses Konzil ist das Ergebnis eines langen Stroms von Reflexionen,
welche viele Kirchenmänner, aber auch außerhalb der Kirche bereits im
19. Jahrhundert animierten. Nach einem langen Kampf zwischen den
Verteidigern der Tradition und den Progressisten waren letztere in der
Lage, ihre Vision einer großen Reform im Zweiten Vatikanischen Konzil
durchzusetzen. Für diese Anhänger gilt es, die Kirche den politischen,
technischen und sozialen Innovationen, die die Entwicklung der Welt
kennzeichnen, anzupassen. Für die Verteidiger der Tradition gilt das
Gegenteil. Es muss sich die Welt den Grundsätzen der Kirche anpassen.
Diese Humanisierung der Kirche durch die Förderung der Menschenrechte
und die Zusammenarbeit mit internationalen Gremien, wurde 1963 in der
Enzyklika von Papst Jean XXIII,
Pacem in Terris übersichtlich dargestellt [
110].
Unter Hinweis auf den Fortschritt der Wissenschaft und Technik geht es
innerhalb der menschlichen Rasse zu " intensiverer Zusammenarbeit und
stärkerer Union"; Es geht darum, das „gemeinsame universale Gut“ zur
stärken, das die Staaten nicht mehr laut der Enzyklika gewährleisten
können. Daher fügt das Dokument logisch hinzu, „heute stellt das
gemeinsame universelle Gut Probleme globaler Dimensionen dar. Sie können
nicht von einer öffentlichen Behörde gelöst werden, deren Macht,
Verfassung und Handlungsmöglichkeiten auch globale Dimensionen annehmen,
und die ihre Wirkung auf die gesamte Erde ausüben kann. Daher ist es
die moralische Ordnung selbst, die die Einrichtung einer Behörde des
Weltrechtsprinzips erfordert“.
Die Enzyklika wünscht, dass diese "supranationale oder globale Macht" nicht gewaltsam aufgestellt werde und stimmt der
Deklaration der Menschenrechte von 1948, außerhalb weniger Einwände, zu. Sie fügt hinzu, "wir betrachten diese
Deklaration als einen Schritt zur Schaffung der rechtlichen und politischen Organisation der Weltgemeinschaft“. [
111].
Diese Richtungsänderung der katholischen Kirche ist das Markenzeichen
aller Päpste seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil. Während seiner
Weihnachts-Botschaft von 2005 hat Benedikt XVI. die Menschen
aufgefordert, "die Errichtung einer neuen Weltordnung" voranzutreiben. [
112] .
Daher ist es vollkommen logisch, dass Benedikt XVI. für die Einrichtung einer "Weltpolitischen Behörde" in seiner Enzyklika
Veritas in Caritate [
113]
im Juli 2009 aufgerufen hat. Unter Hinweis auf die globale
Interdependenz, erinnert der Papst "an die Dringlichkeit der Reform der
Vereinten Nationen sowie die der Wirtschafts- und
Finanzkrisen-Architektur", um dem Konzept der Familie der Nationen eine
internationale Realität zu geben. (...)“ [
114].
Für eine parlamentarische Welt-Versammlung
Die Schaffung großer politischer,
regionaler Bünde, die von gemeinsamen Gesetzen regiert werden, und die
Bestandteile des Welt-Staats sind, müssen in einer einzigartigen
Versammlung vertreten werden. Dies ist die große Herausforderung der "
parlamentarischen Versammlung der Vereinten Nationen" (UNPA) [
115].
Dieses Streben ist die logische Fortsetzung der Weltvereinigungs-Träume
der federführenden Theoretiker des Globalismus (Fabian und Anhänger).
Nichts ist zufällig. Die Ereignisse, die Personen und die Institute der
Vergangenheit produzieren ihre Früchte, um das Babel-Gebäude
zuvollenden. Deshalb verfolgt die Aktion der WFM (World Federalist
Movement), deren Gründung wir im Jahr 1947 in Montreux sahen, ganz
logisch die Arbeit, welche die Ihre ist. Daher ist es ursprünglich die
WFM in 1992, die die Entwicklung des ersten großen Dokuments zur
Einrichtung einer globalen Parlamentarischen Versammlung innerhalb der
Vereinten Nationen vorantreibt: „
The case for a United Nations Parliamentary Assembly“ ("der Fall einer Parlamentarischen Versammlung der Vereinten Nationen") von dem kanadischen Dieter Heinrich [
116].
Viele Arbeiten und Besprechungen fanden anschließend in dem kanadischen
Senat, im Europäischen Parlament, auf dem Forum der Jahrtausendwende im
Jahr 2000 in New York, am 12. Kongress der sozialistischen
Internationale usw. statt, um schließlich im September 2003 zum "Komitee
für eine demokratische UNO“ zu führen. Wir müssen die deutsche Version
geben, weil, wie wir sehen werden, die deutschen politischen Behörden
eine führende Rolle spielen: „
Komitee Für Eine Demokratische UNO“ (KDUN) [
117].
Das KDUN ist das Aushängeschild innerhalb eines
Executive Komitees [
118],
das für ein Welt-Parlament arbeitet. Tatsächlich werden seine Werke von
einem anderen bereits erwähnten Institut, der WFM unterstützt. Hierzu
muss man noch hinzufügen, „
die Gesellschaft für bedrohte Völker“,
ein deutsches Institut, das zu Gunsten der Emanzipierung von
ethnischen Gruppen arbeitet und das Hand in Hand mit der UFCE (der Union
föderalistischer ethnischer Gemeinschaften) [
119] und mit einer englischen NGO, der
2020 Vision Ltd. arbeitet [
120].
Das KDUN mit Sitz in Berlin sagt die Trumpffarbe an, mit ihrer
Satzung, ihr Engagement, den Aufbau einer weltoffenen Gesellschaft und
kontinentale Integration zu fördern [
121].
In dem Direktions-Komitee gibt es Vertreter aus Politik und
Wissenschaft. Es ist interessant festzustellen, dass alle deutschen
politischen Strömungen mit Ausnahme von den ehemaligen Kommunisten (Die
Linke) vorhanden sind [
122].
Im Schosse dieses Ausschusses finden wir eine Schlüsselfigur, Armin
Laschet. Dieser Politiker ist der Urheber des Berichts von 2003, in dem
gefordert wird, der Europäischen Union einen ständigen Sitz [
123]
nach der Verabschiedung des " Giscard-Vertrags " (von nun an
"Lissabon-Vertrag" genannt) [in der UNO AdÜ] zu geben. Sein Einfluss ist
entscheidend, da man ihn auch an der Spitze des Lenkungsausschusses des
Karl-der-Große-preises findet [
124].
Darüber hinaus ist die Anwesenheit von dem deutschen Mitglied des
Europäischen Parlaments, Jo Leinen, in der KDUN-Direktion besonders
bedeutsam, weil er eine Schlüsselrolle bei der Verabschiedung des
Lissabon-Vertrags spielte [
125].
Im April 2007 startete das KDUN seine Kampagne für ein Welt-Parlament
unter der Führung des Vorsitzenden Andreas Bummel. Autor eines Buches
mit dem Titel « Internationale Demokratie Entwickeln » [
126],
ist er ein ehemaliges Mitglied der Liberalen Partei, dem FDP, dessen
Chef Guido Westerwelle, seit September 2009 Außenminister der Regierung
Merkel wurde. Er ist auch Mitarbeiter der „
Gesellschaft für bedrohte Völker“ unter der Leitung von Tilman Zülch (Mitglied des Lenkungsausschusses des KDUN) und der
World Federalist Movement (WFM) von New York [
127].
Alle diese Akteure handeln, um die Geburt dieses neuen Welt-Gremiums
voranzubringen. Wie in den offiziellen Texten erwähnt: „(...) Die „
Parlamentarische Versammlung der Vereinten Nationen"
(UNPA) könnte zunächst Delegierte aus nationalen und regionalen
Parlamenten haben, die ihre politische Zusammensetzung reflektieren.
Eine UNPA würde daher Minderheitsparteien enthalten, die nicht der
Regierung angehören. Zu einem späteren Zeitpunkt könnte die UNPA direkt
gewählt werden. Eine UNPA wäre daher ein eindeutiger und rechtmäßiger
Körper, der die Stimmen der Bürger über Fragen der internationalen
Ordnung darstellt. Teilnehmer an der Kampagne denken, dass eine UNPA,
einmal erstellt, von einem bloßen Beratungsgremium sich zu einem
Welt-Parlament mit echtem Recht auf Information, Beteiligung und
Kontrolle entwickeln würde“ (...) [
128].
Diese ohne Komplexe verkündeten Ambitionen der
„Parlamentarischen Versammlung der Vereinten Nationen"
(UNPA) gedeihen noch mehr, wenn man an die Unterstützung von Benedikt
XVI. zur Errichtung einer "Weltpolitischen Behörde" erinnert. Es ist
selbstverständlich, dass die UNPA-Führer mit Begeisterung die Enzyklika
des Papstes begrüßen [
129].
Schlussfolgerung
Diese kurze Beschreibung der Geschichte der
Befürworter des Globalismus vom Mittelalter bis Anfang des 21.
Jahrhunderts zeigt, dass dieser Trend sehr alt ist. Er basiert auf einer
grenzenlosen Gier und der Verfolgung eines Ideals der vollständigen
Kontrolle der planetarischen Ressourcen. Diese Entwicklung hat
schrittweise an Geschwindigkeit gewonnen und es ist ihr gelungen, weil
der globalistische Klerus, Nachfolger von Nimrod, seine Denkweise für
die
Neue Weltordnung aufdrängen konnte. Seit dem Fall der
Berliner Mauer beschleunigen sich die Ereignisse; die Krise auch. Die
Dekade 2010 wird entscheidend für die Menschheit sein, weil der
Globalismus, nach der Lehre von diesen Eliten, ein übereilter
Messianismus ist.